Mona - Und täglich grüßt der Erzdämon

MONA
Und täglich grüßt der Erzdämon
Von I. B. Zimmermann

Ist der erste Band einer Trilogie, die bereits dieses Jahr (2022) noch abgeschlossen wird
Erschienen am 25. Oktober 2021 beim Yuna Verlag
Erhältlich als Taschenbuch (480 Seiten, 11,99 Euro), als eBook (9,99 Euro) und als Hörbuch (Download, ungekürzt, 13 Std und 6 Min)
Genre Fantasy, Urban Fantasy, Romance

Inhalt:
Nachtwächterin im Museum – die ungeschickte Hexe Mona braucht diesen Job dringend. Als sich während ihrer Schicht ein schwarzmagischer Einbruch ereignet, ruft Mona verzweifelt einen Erzdämon zu Hilfe. Der vertreibt den räuberischen Vampir, doch die wahren Probleme fangen damit erst an: Der ebenso charmante wie missgelaunte Dämon Balthasar ist nun an Mona gebunden und muss herbeieilen, wann immer sie Hilfe braucht – egal, ob gegen dunkle Magie oder störrische Marmeladenglasdeckel. Nur widerwillig arrangieren sich Mona und Balthasar mit ihrem Paktunfall. Als jedoch der vampirische Magier zurückkehrt, ist ein flirtender Dämon nicht länger Monas größte Sorge …
(Quelle: Internetseite des Verlages)

Meine Gedanken und Meinung:
Ein Buch, welches schon seit einer geraumen Zeit auf meiner Wunschliste stand. Als ich es dann las, habe ich es verschlungen. Eine amüsante Geschichte mit einer etwas tollpatschigen, aber auch naiven Protagonistin. Wobei ich trotzdem nicht sagen würde, dass dieses Buch ein Highlight für mich ist. Nichtsdestotrotz hatte ich sehr viel Spaß beim Lesen. Mona ist vielleicht tollpatschig, verschiebt gern Dinge auf Später, aber sie ist auch eine gute Seele, kümmert sich um andere und versucht, einfach nur klarzukommen. Auch wenn es mich gegen Ende schon genervt hat, das sie ständig „Eh“ sagt. Das ist in meinen Augen nicht besonders gelungen und hätte von der Autorin auch umschrieben werden können. Mich hat es mehrfach aus dem Lesefluss geworfen, als jeder zweite Satz (Übertreibung an dieser Stelle möglich) mit einem „Eh“ begonnen und geendet hat. Das war aber nur ein, für manche vielleicht sehr kleiner und unbedeutender Punkt, der mich gestört hat. Ansonsten bin ich mit dem Schreibstil sehr gut zurechtgekommen. Er lässt sich sehr fließend lesen und auch sonst ist er zwar beschreibend und ausführlich, verliert sich aber nicht zu sehr in Details. Balthasar konnte mich überzeugen und bildet einen guten Gegenpol zu Mona. Die beiden ergänzen sich schön. Auch wenn er mir persönlich an manchen Stellen zu zahm war und ich mehr von seiner nicht so nett dämonischen Seite schön gefunden hätte. Allgemein fand ich den romantischen Anteil etwas zu kurz geraten und hätte mir mehr davon gewünscht. Mona und Balthasar haben nämlich eine wirklich gute Chemie. Aber was nicht ist, kann ja noch werden und es gibt ja noch zwei weitere Bände, in denen die Beziehung der beiden hoffentlich noch weiter ausgearbeitet wird. Den zweiten Band habe ich auch schon da und das Finale erschien auch schon, wenn diese Rezension online kommt. Die Handlung ist spannend erzählt, auch wenn sie keinen so richtig roten Faden hat und sich vieles erst ergibt und mich der Hauptschurke nicht so recht überzeugen konnte, hauptsächlich, weil fast nicht vorkommt. Nur zum Ende hin und dann auch nur schemenhaft. Ich hoffe, das bleibt nicht so.
Ich kann dieses Buch empfehlen. Es hat Humor, auch wenn man sich von den vielen Anspielungen nicht irritieren lassen darf. Eine Prise Spannung und auch Romantik, auch wenn mir die beiden Letzteren etwas zu kurz kamen. Es ist trotzdem eine Empfehlung wert.

The Witch Queen - Entfesselte Magie

THE WITCH QUEEN
Entfesselte Magie
Von Verena Bachmann

Ist der erste Teil einer Dilogie
Erschienen am 28. Juni 2021 beim Carlsen Verlag
Erhältlich als Taschenbuch (368 Seiten, 15 Euro) und als eBook (9,99 Euro)
Genre Fantasy, Romantasy, Urban Fantasy
Empfohlen ab 16 Jahren

Inhalt:
Eine Königin, die keine sein möchte
Die Hexe Enju will nach einem langen Arbeitstag in der Bar ihrer Tante nur eins: endlich in ihr Bett. Doch durch eine Verschiebung der Magie landet sie in einem Viertel der Stadt, in das sie normalerweise niemals einen Fuß setzen würde. In Lapislazuli spielt die Magie schon seit geraumer Zeit verrückt. Doch vor dem Club der Totenbeschwörer fühlt sie sich besonders seltsam an. Dort muss etwas Grausames geschehen sein, für das Enju plötzlich verantwortlich gemacht wird. Um ihre Unschuld zu beweisen, muss sie mit dem attraktiven Anführer der Beasts zusammenarbeiten, der eine ungeahnte Anziehung auf sie ausübt. Aber je mehr Zeit sie mit ihm verbringt, desto näher kommt er dem Geheimnis um die wahre Königin der Hexen …
(Quelle: Internetseite des Verlages)

Meine Gedanken und Meinung:
Mit diesem Buch habe ich lange geliebäugelt, schon als es veröffentlicht wurde, spielte ich mit dem Gedanken es mir zu zulegen. Damals habe ich mich dagegen entschieden. Der Inhalt hörte sich zwar interessant, aber auch sehr bekannt an. Wie eine Geschichte, die ich schon zig mal, so ähnlich gelesen habe. Als dann die Buchhandlung Graff eine Signieraktion mit der Autorin veranstaltet hat, konnte ich nicht mehr widerstehen und habe mir direkt beide Bände mit Signatur zugelegt. Mittlerweile denke ich mir, dass ich es mir hätte Sparen können. Aber alles der Reihe nach. Den Anfang fand ich ganz nett, Enju wird bei der Arbeit gezeigt und man wird in ihre Welt mitgenommen, wobei ich sagen muss, dass die Erklärung etwas durcheinander und nicht ganz klar. Schon nach wenigen Kapiteln setzte bei mir dann das Augenrollen ein. Die Charaktere besitzen nur wenigen Eigenschaften und bei vielen zählt wohl gutes Aussehen dazu. Enju ist taff und sie soll cool sein und eben eine harte Socke, aber das kommt bei mir nicht recht an. Ihr Loveinterest, ich habe den Namen vergessen, fällt hauptsächlich durch seine ruppige und unfreundliche Art und natürlich sein unheimlich gutes Aussehen auf. Zwischen den beiden soll sich etwas entwickeln, sie sollen Chemie haben, das habe ich überhaupt nicht gespürt. Generell sind bei mir nur wenige Emotionen angekommen. Der Schreibstil hat es nicht geschafft, mich emotional mitzureißen. Und nein es liegt nicht am Genre, ich lese gerne Romane, die in die gleiche Kerbe schlagen und ich habe auch Spaß daran. Allerdings nicht in diesem Fall. Während des Lesens musste ich mehrfach an die Reihe „Stadt der Finsternis“ denken. In meinen Augen sind beide recht ähnlich, aber „Stadt der Finsternis“ hat mich auf emotionaler Ebene gepackt. „The Witch Queen“ schafft das leider nicht. Die Handlung habe ich bis jetzt noch nicht angesprochen und sie ist auch nicht besonders spannend, es ging doch sehr nach Schema F und ist in meinen Augen nichts besonders.
Ich kann euch dieses Buch nicht empfehlen. Leider.
Ebenfalls habe ich mich dazu entschieden, den zweiten Band nicht zu lesen. Ich kann im Moment nicht erkennen, dass sich die Figuren weiterentwickeln und aus ihnen mehr wird als Stereotypen.
Wenn euch das Buch gefallen hat, dann freue ich mich für euch und die schönen Lesestunden, die ihr hatte. Mich persönlich hat der Roman nicht überzeugt.

Kingdom of the Wicked - Der Fürst des Zorns

KINGDOM OF THE WICKED
Der Fürst des Zorns
Von Kerri Maniscalco

Ist der erste Teil der Reihe, erschienen am 28.04.2022 beim Piper Verlag, erhältlich als Paperback (416 Seiten, 17 Euro) und als eBook (12,99 Euro), übersetzt von Diana Bürgel und Julian Müller.

Inhalt:
Zwei Schwestern. Ein brutaler Mord. Ein Racheplan, der die Hölle selbst entfesseln wird … und eine berauschende Liebesgeschichte.
Als die junge Hexe Emilia ihre Zwillingsschwester Vittoria ermordet vorfindet, bricht für sie eine Welt zusammen. Zutiefst schockiert will sie Rache üben – koste es, was es wolle. Selbst wenn sie dafür verbotene dunkle Magie einsetzen muss, die sie in die Gefahr bringt, von Hexenjägern enttarnt zu werden. Auf ihrer Suche nach dem Mörder trifft Emilia auf Wrath, einen der sieben dämonischen Höllenfürsten, vor denen sie von klein auf gewarnt wurde. Wrath behauptet, auf Emilias Seite zu stehen. Doch kann man einem leibhaftigen Höllenfürsten trauen, selbst wenn er noch so gut aussieht?
(Quelle: Piper Verlagswebseite)

Meine Gedanken und Meinung:
Dieses Buch hat einen ziemlich großen Hype in der deutschen Bücherwelt erhalten und erst durch diesen bin ich auf das Buch aufmerksam geworden. Da ich schon öfters von gehypten Büchern enttäuscht wurde, habe ich meine Erwartungen dementsprechend nach unten geschraubt. Obwohl mir der Klappentext zusagt und ich wirklich Lust auf die Geschichte rund um Emilia und die Hexenwelt hatte, und so viel kann ich verraten, immer noch habe, auch wenn mit Einschränkungen. Aber alles der Reihe nach. Zuerst etwas über die Welt. Die Welt der Hexen wurde in die Welt der Menschen eingegliedert und sie leben unter ihnen und mit ihnen. Auch andere Kreaturen der Nacht (wie ich sie nenne) leben unter den Menschen. Doch leider war mir nicht ganz klar, in welcher Zeit, die Handlung stattfindet. Befinden wir uns in der Jetztzeit oder doch eher einige Jahrhunderte zuvor. Das mag für viele ein eher nebensächlicher Aspekt sein, doch mich hat es wirklich gestört. Auch die Handlung zieht sich teilweise hin und man weiß gar nicht so recht, was da noch kommen soll, beziehungsweise, wo die Reise denn noch hin geht. Generell hat mich die Handlung nicht umgehauen. Ja, es war unterhaltsam und spannend, an manchen Stellen auch lustig, doch meiner Meinung nach hätte es auch immer etwas mehr sein können. Emilia etwas tiefer, von Warth allgemein etwas mehr und so weiter. Das Ende war dann etwas anders als gedacht, wodurch ich wieder mehr Interesse an Band 2 habe und mir diesen auch schon vorbestellt habe. So gesehen hat das Ende die Handlung ein Stück weit gerettet. Mit dem Schreibstil bin ich supergut zurechtgekommen und bin auch rasch vorangekommen, beim Lesen.
Es war ein gutes Buch, nicht gerade ein Highlight aber dennoch gut. Generell hat es mir persönlich gutgetan, mich nicht vom Hype mitreisen zu lassen, sonst wäre ich bestimmt etwas enttäuscht gewesen. Mit nicht allzu hohen Ansprüchen war es gut und das reicht mir auch. Ich kann das Buch weiterempfehlen, eben mit dem Gedanken im Hinterkopf, sich nicht zu sehr vom Hype überrollen zu lassen.