California´s Next Magician

CALIFORNIA´S NEXT MAGICIAN
Von Isabel Kritzer

Ist der erste Teil einer Dilogie, erschienen am 10. Oktober 2019 beim Drachenmond Verlag, erhältlich als Taschenbuch (Softcover, 444 Seiten, 14,90 Euro) und als eBook (8,99 Euro)

Inhalt:
25 Magicians. 5 magische Aufgaben. Wer überlebt?
Ein silberner Brief, der fünfundzwanzig Schicksale besiegelt. Eine neue Weltordnung, errichtet durch die Magie von vier Gilden. Ein Mädchen aus den Glastürmen, dessen Mut alles verändert.
Magische Aufgaben und starke Konkurrenten erwarten Josephine im Schloss, als ein Brief sie zur Teilnahme an der Regentschaftswahl Californias verpflichtet. Modernste Technik soll die dauerhafte Übertragung des Geschehens im Land gewährleisten und ein Abgesandter des Kaisers die Fairness wahren. Doch der momentane Regent denkt gar nicht daran, abzudanken. Während Josephine großes magisches Potenzial entwickelt, wird schnell klar: Es gibt kein Entkommen! Weder vor den Kameras und den gefährlichen Aufgaben der Wahl, noch vor den Mordanschlägen auf sie. Und schon gar keine Zukunft für ihre geheime Liebe – oder?
(Quelle: Internetseite des Verlags)

Meine Gedanken und Meinung:
Das Buch stand schon sehr lange erst auf meinem Wunschzettel und dann eine Zeit (über 1 Jahr) auf meinem Sub (Stapel ungelesener Bücher) bis ich endlich danach gegriffen habe. Ich muss gestehen, ich bereue es ein wenig, dass ich nicht früher danach gegriffen habe, denn es konnte mich wirklich überzeugen. Was mich ganz zu Beginn zu diesem Roman gezogen hat, war die Mischung aus Magie, der Zukunft und der ägyptischen Mythologie, die eine wesentlich Rolle im Buch einnimmt. Dazu muss noch gesagt werden, dass ich schon in der Kindheit ein Faible für das alte Ägypten habe und es mich wahnsinnig gefreut, dass es mal in einem Buch aufgegriffen wird. Allerdings lag das Buch so lange unangetastet im Regal, dass ich nicht mehr so richtig wusste, was ich erwarten soll. Doch die Handlung und der Schreibstil haben mich schnell in ihren Bann gezogen und ich habe das Buch in wenigen Tagen beendet. Die Handlung ist durchaus spannend und ich konnte nicht so viel davon vorausahnen, was mir dann noch mehr Freude gebracht hat. Was mich teilweise etwas gestört hat, war die langsame Entwicklung der Charaktere und das sich auch die Bindungen untereinander gezogen haben und manche Dinge lange Zeit brauchen. Josephine merkt man ihr junges Alter an, wobei sie aber auch mutig ist und sich nicht aufgibt, zusammen mit ihren Gefährten, die ich wirklich ins Herz geschlossen habe und für Situationskomik zuständig sind, kommt sie dann doch voran. Das Ende war superdramatisch und es endet mit einer ziemlichen Bombe in doppelter Hinsicht für Josephine. Das ist aber negativer Punkt, sondern macht Lust auf mehr. Den zweiten Band habe ich bereits und hoffe, ich kann ihn dieses Jahr noch beenden.
Zusammenfassend hat mir „California´s Next Magician“ gut gefallen, ich hatte viel Spaß, kann das Buch empfehlen und freue mich auf den abschließenden zweiten Band.

Die vierte Braut

DIE VIERTE BRAUT

Die vierte Braut wurde von Julianna Grohe geschrieben. Der Roman fällt in die Kategorie der Liebesroman, die in einer mittelalterlichen / renaissanceartigen Welt spielen. Die Erstveröffentlichung war im Dezember 2015 beim Drachenmond Verlag. Der Roman hat ca. 360 Seiten und kostet als Taschenbuch 14,90 Euro.

Hier eine kurze Inhaltsangabe für Euch:

In Wahrheit war die Sache mit Cinderella ganz anders…      Auf Wondringham Castle findet eine riesige Brautschau mit vielen Prüfungen statt. Unzählige junge Damen aus allen Teilen des Landes kommen zum Schloss, um die Gunst eines der vier Prinzen zu erlangen. Aber die junge Gouvernante Mayrin Barnaby, die durch unglückliche Umstände ebenfalls dorthin gerät, will gar keinen Königssohn heiraten, sondern nur schnellstmöglich zurück nach Hause. Dort warten ihre beiden jüngeren Geschwister auf sie, für die sie verantwortlich ist. Als jedoch der charismatische Hauptmann dafür sorgt, dass Mayrin bleiben kann, beginnt ein aufregendes Abenteuer voller Leidenschaft und Intrigen.

Meine Gedanken zu der Handlung und den Personen:

Beginnen wir mit unserer Protagonistin, Mayrin Barnaby. Sie arbeitet als Gouvernante bei der Familie Conley, doch sie war nicht immer eine einfache Angestellte, geboren wurde sie in den Adel. Sie genoss eine gute Ausbildung und Unterricht in Benehmen, Etikett und dergleichen. Ebenso ihre beiden jüngeren Geschwister, Neela und Leopold. Mayrin ist für beide verantwortlich und nimmt diese Aufgabe auch sehr ernst. Hier lässt sich auch schon ihre erste gute Eigenschaft erkennen, ihr Verantwortungsgefühl, ich möchte fast schon sagen, ihr Pflichtgefühl. Sie will alles richtig machen und ihre Geschwister auch ohne Mutter und Vater so gut erziehen wie diese sie selbst. Generell finde ist Mayrin eine aufrichtige und, ich würde es korrekt nennen, sie ist auf Anstand bedacht. Außerdem kann sie es nicht leiden, wenn man sie Mühe gibt und sich anstrenget, an sich arbeitet, dies aber nicht gewürdigt wird. Was ich ein bisschen schade finde ist, dass nur sehr kurz und knapp auch Mayrins restliche Familie eingegangen wird. Wir erfahren nur, dass sie tot sind und in ein paar knappen Sätzen, wie sich dies ereignet hat. Was wir leider nicht erfahren sind die Namen ihres Vaters, ihrer Mutter und die Namen ihrer Brüder. Meinem Gefühl nach sollten diese Verluste einen größeren Teil in der Handlung selbst einnehmen. Für jeden Menschen ist es ein Schock, wenn er ein Drittel seiner Familie verliert. Aber in jungen Jahren wie Mayrin, die erst etwa 16 Jahre alt war, als sich dieser Schicksalsschlag ereignete, sollte es eine größere Rolle spielen. Auch was genau mit ihrem Cousin vorgefallen ist, welcher dann die Vormundschaft für die verbliebenen Barnaby Kinder übernahm, hätte mich interessiert. Im Buch ist nur die Rede davon, dass er ein Trinker war. Die sonstigen Begleitumstände dieser schlimmen Zeit wären bestimmt sehr interessant und würden dem Charakter auch etwas mehr Tiefe verleihen, nicht das der Charakter nicht realistisch geschrieben wäre oder gar flach, mir hat nur noch das letzte i-Tüpfelchen gefehlt, um die Figur komplett rund zu machen. Dennoch mag ich Mayrin sehr und kann mich auch gut mit ihr identifizieren. Ebenso wie die anderen Charaktere, wobei ich teilweise Problem mit der Darstellung des Hauptmanns hatte. Sein Charakter war mir manchmal zu forsch, zu bestimmt. Natürlich liegt das, daran was ich hier nicht spoilern möchte, aber wenn man das nicht außer Acht lässt, machen diese Charaktereigenschaften verständlich, auch wenn sie mir dadurch nicht besser gefallen. Nun noch etwas zur Handlung, im Großen und Ganzen ist eine Aschenputtel- oder Cinderella-Story. Vier Prinzen suchen aus Zeitnot jeweils eine Frau. Dazu laden sie viele junge Frauen auf ihr Schloss. Eine unter viele möchte gar nicht da sein, klingt einfach und ist es vom Prinzip, doch durch viele Verwirrungen und interessante Charaktere macht das Ganze Spaß. Die anderen Teilnehmerinnen sind gutgeschrieben, jede hat ihre eigene Persönlichkeit und ihren speziellen Charme. Allerdings sind nicht alle fair zueinander und viele suchen keine Freundin, sondern wollen Prinzessin, manchen am Liebsten sogar Königin werden. Doch nur eine geht so weit, die anderen zu verletzten und Anschläge zu begehen. Das macht alles noch komplizierte und sorgt für einige spannende Wendungen. Denn alle wollen wissen wer so hinterhältig ist und das Spekulieren beginnt, eine Untersuchung wird gestartet, denn eine Attentäterin möchte niemand im Schloss haben. Doch das Ende hätte sich keiner so vorgestellt und niemand hätte einem solchen Ausmaß gerechnet. Was genau passiert und wie die Geschichte endet, werde ich an dieser Stelle nicht verraten. Nur so viel, es ist wahrlich eine Cinderella-Story.

Nun zu meinem Fazit:

Das Buch ist schöngeschrieben, die Charaktere sind realistisch. Die Handlung rund. Das Lesen macht Spaß, man wünscht sich fast selbst einmal bei einem solchen Casting mitzumachen. Für alle die auch schon die Selection – Romane rund um America Singer mochten. Wenn ich Sterne verteilen würde, was ich theoretisch nicht mache, würde ich vier von fünf vergeben.