Sturmglas

STURMGLAS

Von R. M. Amerein

Ist der zweite Band der Archen-Odyssee. Der erste Band heißt Akkretion, allerdings können beide Bände unabhängig voneinander gelesen werden. Auch ich habe bis jetzt nur Sturmglas gelesen, werden den ersten Band aber auf jeden Fall noch nachholen. „Sturmglas“ ist am 28.05.2021 erschienen. Die Autorin ist Selfpublisherin und verlegt sich selbst. Der Science-Fiction-Roman mit leichten Fantasyeinschlägen und einer kleinen Romanze ist als Taschenbuch für 7,99 Euro oder exklusiv am Amazon als eBook für 2,99 Euro erhältlich. Das Taschenbuch hat 202 Seiten.

Inhaltsangabe:

Alpha Centauri – Inbegriff der Hoffnung. Hier soll ein neues Leben für die Passagiere der Freedom beginnen. Doch als Mattie aus ihrem Kälteschlaf erwacht, muss sie mitansehen, wie die Weltraumarche vor ihren Augen explodiert, während ihre und tausend andere Kapseln auf einen nahegelegenen Planeten regnen. Mit viel Glück überlebt Mattie den Absturz und findet sich in einer Welt voll funkelnder Kristalle wieder. Die Schönheit ihrer neuen Heimat wird jedoch durch das Auftauchen einer Kreatur getrübt, welche Mattie und ihren Begleitern nachstellt und offenbar Gefallen an Menschenfleisch gefunden hat …

(Quelle: tintenfass.info/sturmglas)

Meine Gedanken und Meinung:

Eine kurze Geschichte zu Beginn, damit ihr mich und meine Bewertung verstehen könnt. Meine bisherigen Erfahrungen mit Selfpublishing sind eher durchwachsen bis schlecht. In meiner Jugend habe ich mir überhaupt keine Gedanken über die Art, wie Bücher herausgebracht werden. Ich wollte einfach nur gute Geschichten lesen. Leider bin ich an ein paar „schlechte“ Geschichten geraten. Es war nicht unbedingt die Handlung, die waren meist durchwachsen, es gab Gute und weniger Gute. Doch was mich am meisten gestört hat, waren die inhaltlichen Fehler, Widersprüche, die Rechtschreibfehler oder eine inkorrekte Textsetzung. Das hat mich einfach gestört und mich in meiner Vorstellung, dass alle Bücher perfekt sind, herausgerissen. Ich will damit nicht sagen, dass alle Bücher aus Verlagen perfekt sind und keine Fehler haben, auch in diesen habe ich schon den ein oder anderen Rechtschreibfehler oder Inkohärenz gefunden, aber eben nicht in der Anzahl, wie in den Selfpublishing Büchern. Mit diesem Hintergedanken habe ich dann einen großen Bogen um Selfpublishing gemacht. Bis ich auf Instagram auf die liebe Ela entdeckt. Dann hat sie ihren zweiten Roman veröffentlicht und ich musste ihn einfach haben und lesen. Mit diesem Schluss kommen wir auch endlich zu meiner eigentlichen Rezension.

Beginnen wir direkt mit den Charakteren, der Roman befasst sich im Grunde mit einer Hauptfigur, aus deren Sicht die Handlung erzählt wird. Hinzu kommen noch zwei weitere Figuren, die ebenfalls eine große Rolle spielen. Die große Hauptfigur heißt Mattie und ich fand sie einfach wunderbar, zu Beginn ist sie schüchtern, zurückhaltend. Im Verlauf der Handlung schafft sie es über ihren Schatten zu springen und sie wächst über sich hinaus. Ich fand ihre Wandlung wunderbar gelungen. Die beiden anderen Charaktere sind mir ebenfalls ans Herz gewachsen. Zu dritt harmonieren sie wirklich wunderbar. Die Handlung spielt auf Alpha Centauri, einem erdähnlichen Planeten, der mit Kristallen bedeckt sind. Die Kristalle werden im Verlauf der Handlung noch wichtig und spielen eine wichtige Rolle, außerdem verleihen sie dem Planeten noch das gewisse Etwas. An sich ist die Handlung simpel, aber nicht langweilig. Es ist ein Weltraumabenteuer, das mich gepackt hat. Die Stimmung war auch so ein Faktor der mich gepackt hat. Gerade deshalb, weil es unaufgeregt war und ruhig, aber trotzdem interessant und an den richtigen Stellen auch spannend und actionreich. Über den Handlungsort habe ich ja schon etwas gesprochen, ich möchte noch hinzufügen, dass ich die Idee mit den Kristallen wirklich gut fand und mich auch in dieser Welt verloren habe. Dann möchte ich noch zwei kurze Sätze zum Ende schreiben. Allerdings ohne Spoiler. Mich hat das Ende geflasht und umgehauen. Ich hatte Tränen in den Augen. Wirklich gelungen muss ich sagen.

Nun zu meinem Fazit. Bei diesem Buch habe ich ständig geschwankt zwischen schnell weiterlesen und bloß nicht zu schnell lesen, sonst ist das Buch schon zu Ende. „Sturmglas“ ist für mich ein Highlight und bekommt von mir 5 von 5 Sterne.

88 Namen

88 NAMEN

Von Matt Ruff

Ist ein Einzelband, der am 25.11.2020 beim Fischer Tor Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 336 Seiten und kostet 16,99 Euro, die eBook Version ist etwas günstiger und kostet 14,99 Euro. Der Roman ist ebenfalls als Hörbuch erhältlich, diese Version ist die teuerste und kostet 20,95 Euro.

Inhaltsangabe:
John Chu liebt seinen Job. Als Sherpa begleitet er zahlungskräftige Kunden in Online-Rollenspiele wie das populäre »Call to Wizardry« und zeigt ihnen die Kniffe der Games. Das Geschäft brummt, und John würde sich als glücklich bezeichnen, wären da nicht zwei klitzekleine Probleme:Zum einen hat seine Ex-Freundin nach einer unglücklich verlaufenen Trennung geschworen, seine berufliche und private Existenz zu vernichten. Zum anderen vermutet er, dass es sich bei seinem neuesten Kunden in Wirklichkeit um den nordkoreanischen Diktator Kim Jong-un handelt, der die virtuelle Welt studieren möchte, um sie für seine politischen Zwecke zu instrumentalisieren. John versucht, der wahren Identität des ominösen »Mr. Jones« auf die Spur zu kommen – und verstrickt sich in ein Komplott, das ihn den Kopf kosten könnte.

Meine Gedanken und Meinung:
Als ich den Klappentext zum ersten Mal gelesen habe, war ich wirklich angetan von der abstrusen Handlung. Ich stellte mir die Frage, wie sich die Handlung wohl in eine solche Richtung entwickeln konnte und wohin dann die Handlung führt. Also war die logische Folge, dass ich das Buch mit nach Hause nahm und dann auch gelesen habe. Die Geschichte beginnt locker und leicht, die Welt wird erklärt. Die wichtigsten Figuren werden im Vorfeld schon mal eingeführt, dazu die wichtigsten Eigenschaften und ein wenig auch ihr Zweck für die weitere Handlung. Wobei Zweck ein hochtrapendes Wort ist, aber ich finde, es passt ganz gut. Dann wird Mr. Jones eingeführt und diese merkwürdige Figur erweckt sofort das Interesse von Chu und auch mir. Damit sind wir mittendrin in dem Mysterium. Der ganz eigene Krimi oder Thriller. Ich war drin, gefesselt von der Handlung und den Erklärungsversuchen von John, die sind auf den ersten Blick vielleicht etwas abstrus, ergeben mit seiner Argumentation aber total Sinn. Die Struktur des Romans fand ich leider am Anfang etwas komisch und ich kannte den Sinn dahinter nicht. Es ist so, dass immer ein Kapitel in der Gegenwart stattfindet, das nächste Kapitel dann in der Vergangenheit. Die Vergangenheitskapitel fokussieren sich auch sehr auf einen Charakter namens Darla, leider mochte ich diesen Charakter nicht besonders und habe die Kapitel dann auch eher überflogen, als richtig gelesen. Was ich wiederum toll fand, dass zu Beginn jedes Kapitels ein Abschnitt aus einem Lexikon oder Ähnlichem. Von der Auflösung des Mysteriums möchte ich nichts verraten, nur so viel, ich war überrascht und angetan von dem Ende. Gerade die Action, die im dritten Teil dazu kommt, finde ich wirklich gut und bringt neue Würze hinein. Zumal ich die Kapitel mit Darla immer nerviger fand.
Mein Fazit ist positiv. Ich hatte Spaß beim Lesen, es war eine lockere Unterhaltung mit einer Prise Krimi/ Thriller und Action. Von mir bekommen John Chu und seine 88 Namen 4 von 5 Sternen.

Vortex -1- Der Tag, an dem die Welt zeriss

VORTEX

DER TAG, AN DEM DIE WELT ZERRISS
Von Anna Benning

Ist der erste Teil der „Vortex“-Trilogie und auch das Debüt der Autorin, Anna Benning. Erschienen ist das Buch am 04.03.2020 beim Fischer Kjb – Verlag. Der Roman hat 496 Seiten und kostet als gebundene Ausgabe 17,00 Euro und als eBook 14,99 Euro. Der Verlag empfiehlt das Buch ab einem Alter ab 12 bis 16, wobei ich da nicht ganz mitgehe. Ich hätte es eher ab 14 empfohlen und das andere Ende offengelassen, da ich deutlich älter als 16 bin und trotzdem ein tolles Leseerlebnis hatte, mehr dazu später. Der zweite Teil ist ebenfalls schon erhältlich, der dritte zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Er erscheint am 26.05.2021.

Inhaltsangabe:
„Die Vortexe zerstörten unsere Welt. Wir lernten in ihnen zu laufen. Doch niemand ahnte, was sie in uns entfachen würden …“
Für Elaine ist es der wichtigste Tag ihres Lebens: In Neu London findet das spektakuläre Vortexrennen statt, und sie ist eine der Auserwählten. Hunderte Jugendliche jagen bei dem Wettkampf um den Globus – doch nicht zu Fuß. Sie springen in die Energiewirbel, die die Welt vor Jahrzehnten beinahe zerstört haben. Der Sprung in einen Vortex ist lebensgefährlich, doch gelingt er, bringt er einen wie ein geheimes Portal in Sekunden von einem Ort zum anderen. Elaine will das Rennen um jeden Preis gewinnen. Doch mitten im Vortex erwacht eine Macht in ihr, die die Welt erneut erschüttern könnte. Und der Einzige, der Elaine nun zur Seite stehen kann, ist ein Junge, der nichts mit ihr zu tun haben will …

Meine Gedanken und Meinung:
Da die letzte Trilogie, die ich beendet habe nicht besonders gut gewesen, zumindest meiner Ansicht nach und auch diese einem gewissen Hype unterlag, war ich hier ein wenig skeptisch. Allerdings hört sich die Inhaltsangabe wirklich gut an, nach einer frischen Idee gemischt mit bekannten Mustern. Ich muss sagen, mein Vertrauen in den Klappentext wurde nicht enttäuscht. Erst mal zu der Welt, in die Handlung stattfindet. Für mich ist es eine wirklich gelungene Mischung als Magie und Technik. Die verschiedenen Elemente machen wirklich Sinn und die Art und Weise, wie die Magie dazukommt, hat mich wirklich gefesselt. Dazu noch der unglaublich gute Schreibstil, der einen direkt abholt und in die Welt von Elaine hineinzieht. Elaine ist noch ein weiterer Punkt, warum ich das Buch empfehlen kann, sie ist die Protagonistin. Ich mochte sie direkt und habe mit ihr mitgefiebert. Aber nicht nur sie, sondern auch die restlichen Charaktere. Die sind einem zum Teil wirklich ans Herz gewachsen oder man mochte sie nicht. Aber im Grunde haben sie genau das in mir ausgelöst, was sie auslösen sollten. Dann noch zum Ende, die finde ich bei mehrteiligen Reihen immer schwierig, da sie entweder mit einem fetten Cliffhanger enden oder etwas komisch. Doch hier hatte ich keine Probleme mit dem Ende. Es ist, so dass ich mich auf den nächsten Teil freue, aber nicht das Gefühl habe, wenn ich noch etwas mit dem zweiten Teil warte, etwas verpasse.
Meiner Meinung nach ist „Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss“, ein gelungener erster Band, der Lust auf mehr macht. Von mir bekommen Elaine und Co. 4 von 5 Sternen.

Mutantenblut

MUTANTENBLUT

Von Mila Ska

Mutantenblut ist der erste Roman der Autorin, der veröffentlicht wird. Das Buch erscheint am 29.03.2021 beim Traum3 Verlag. Der Roman wird als eBook erscheinen und soweit ich gesehen habe, etwas später auch als Taschenbuch. Die Dystopie hat 165 Seiten und bei Amazon erhältlich, entweder im kindleunlimited oder für 0,99 Euro. Mein Exemplar wurde mir freundlicher Weise zur Verfügung gestellt.

Inhaltsangabe:
Roselin führt ein Leben im Verborgenen. Als Mutantin und unregistrierte Person ist sie im gesellschaftlichen System nach dem weltweiten Atomkrieg doppelt benachteiligt, jedoch hat sie sich zur Meisterdiebin entwickelt. Als die Klasse der MINOR, welcher alle Mutanten angehören, in Umerziehungslager gesteckt werden soll und sie von ihrem Zwillingsbruder bedroht wird, flüchtet Roselin in die Wüstlande. Außerhalb der Nation und ohne den Schutz der Kuppel ist sie der vollen Stahlung ausgesetzt. Diese ist bei weitem nicht die einzige Gefahr…

Meine Meinung und Gedanken:
Ganz im Allgemeinen gesprochen bin ich durchaus ein Fan von kurzen bis mittellangen Roman, bei denen man schnell zur Handlung kommt und ein bis zu rasantes Erzähltempo festgelegt wird. Leider muss ich sagen, dass es mir hier teilweise etwas zu schnell beziehungsweise rasant ging. Die 165 Seiten sind schnell gelesen, was auch an dem fließenden Schreibstil und der guten Erzählweise liegt. Was ich wirklich an diesem Buch mag, ist das Grundthema, die Idee der dystopischen Welt. Menschen, die sich in einem neuen sozialen System zusammenfinden müssen. Mit all den Problemen und den schwierigen Umständen, was mir auch gut gefallen hat, sind die Figuren. Diese sind wirklich gelungen, besonders die Hauptfigur, Roselin, ist besonders. Allerdings gehen mir manche Dinge etwas zu schnell, zu schnell werden Beziehungen aufgebaut oder beendet. Das ist generell mein Hauptding, das mich stört, alles passiert in einem rasanten Tempo. Eine etwas ausführlicher Einführung, mehr Zeit und detaillierte Beschreibungen hätte die Geschichte noch etwas aufgewertet, hätte sie noch besser gemacht, denn sie ist wirklich gut. Das Lesen hat auch Spaß gemacht und hat mich in eine unwirkliche Welt entführt.
Mein Fazit ist kurz und knapp genau wie die Handlung. Mutantenblut ist ein gelungenes Erstlingswerk, dass noch ein bisschen mehr Feinschliff gebraucht hätte. Von mir bekommt der Roman 3 von 5 Sternen.

Der vierte Mond

DER VIERTE MOND

Von Kathleen Weise

Ist einen Science-Fiction-Roman, der eher in der nahen Zukunft spielt, und das sowohl auf der Erde, als auch in unserem Sonnensystem. Zu meiner Freude ist der Roman ein Einzelband, zumindest habe ich Ankündigungen für einen weiteren Teil gefunden, werde euch aber diesbezüglich auf dem Laufenden halten. Die Autorin, Kathleen Weise, hat schon einige andere Bücher in den verschiedensten Genres geschrieben, bei „der vierte Mond“ handelt es sich um ihren ersten Science-Fiction-Roman. Kathleen Weise ist eine deutsche Autorin und schreib nicht nur unter ihrem richtigen Namen, sondern hat auch schon zwei Romane unter dem Pseudonym „Cay Winter“ veröffentlicht. Wer Lust auf klassische Science-Fiction hat und sich dieses Buch anschaffen möchte, kann das entweder als Paperback für 14,99€ oder als eBook für 11,99€. Erschienen ist der Roman beim Heyne Verlag. Mein Exempalr wurde mir freundlicher Weise vom Verlag zur Verfügung gestellt, herzlichen Dank dafür.

Inhaltsangabe:
Als der Orbiter Eurybia auf dem Jupitermond Kallisto abstürzt und die Mitglieder der Mondstation an einem unerklärlichen Fieber erkranken, steht die vierte bemannte Jupitermission kurz vor dem Scheitern. Auf der Erde wird eine Bergungsmission zusammengestellt, die herausfinden soll, was auf Kallisto geschehen ist. Doch niemand ahnt, was der eisige Mond tatsächlich verbirgt und was die drei toten Geschäftsleute auf der Erde damit zu tun haben …

Meine Meinung und Gedanken:
Als wissenschaftlich interessierter Mensch finde ich, es immer faszinierend in zukünftige Welten abzutauchen, neue Orte zu entdecken und mich in Fantasien darüber zu ergehen wie die Welt wohl in hundert Jahren aussieht, deshalb habe ich auch ziemlich hohe Ansprüche an Science-Fiction. Die Technologien sollten zumindest in ihren Grundsätzen realistisch und plausibel sein. So viel zu mir, nun zum Buch. Da muss ich leider mit etwas anfangen, dass mir den Einstieg nicht ganz leicht gemacht wird. Jedes Kapitel hat zu Beginn einen anderen Protagonisten, es werden viele Namen Personen und Beziehungen erwähnt, die im nächsten Kapitel von neuen Personen und Beziehungen überlagert. Mir fiel es schwer, mir alles zu merken und zu verstehen, wer wohin gehört und ob, er oder sie zu den „Guten“ oder zu den „Bösen“ zugehören, wobei man direkt sagen kann, dass es nicht wirklich gut oder böse Charaktere gibt. Der Feind ist nicht eine oder mehrer Personen, sondern die Bedingungen im Weltall, fehlende Technologie oder die verschiedenen Probleme, einzelner Charaktere, die sich auf die gesamte Handlung übertragen. Das ist ein eindeutiger Pluspunkt, wer braucht schon einen eindimensionalen Bösewicht, der stereotyp dargestellt wird. Um nochmal auf die Protagonisten zurück zukommen, es gibt am Ende ein Personenverzeichnis, in dem alle gelistet sind, das hat mir tatsächlich geholfen und ist eine clevere Lösung. Da wir schon von Protagonisten sprechen, können wir gleich darüber sprechen, wie ich sie charakterlich so fand. Meine Meinung zu ihnen fällt durchweg positiv aus. Es sind keine Teenager oder jungen Erwachsenen mehr, die sich noch finden müssen, sondern es sind Menschen, die ihren Platz schon gefunden haben und Erwachsene sind. Sie sind auch Eltern oder haben eine Familie, einen Job, in einfachen Worten ausgedrückt, sie stehen fest im Leben, oder zumindest sind sie das Mal. Ich konnte mich wirklich gut mit ihnen anfreunden und sie sind wirklich sympathisch, zumindest meistens. Auf jeden Fall werden ihre Denkmuster und Handlungsweisen klar dargestellt und konsequent durch- und umgesetzt. Für die Charaktere gibt es nur Pluspunkte. Der nächste zu besprechende Punkt wäre die Handlung, eines der Herzstücke jedes Romans. Auch wenn er in seinen Grundzügen vielleicht nicht zu den neusten gehört, ist es hier in diesem Fall kein Negativpunkt. Die Handlung hat mich förmlich eingesogen und ich habe das Buch verschlungen. Eine spannende Handlung, die fulminant beginnt und in einem, von mir nicht erwarteten Szenario endet. Hier und da wurden in die Handlung Momente eingebaut, hauptsächlich auf dem Jupitermond Kallisto, die sehr subtil und doch mysteriös sind. Das hat mir wirklich gut gefallen und man kann gar nicht anders, als zu rätseln, was dahinter steckt.
Zu meinem Fazit, ich kann jedem Science-Ficiton-Freund dieses Buch nur an die Hand geben, aber auch allen, die sich, bis jetzt noch nicht so richtig an das Genre herangetraut haben. Für mich ein absolut gelungenes Buch, dem ich 4,5 von 5 Sternen gebe.

Beta Hearts

BETA HEARTS

Von Marie Graßhoff

Band 3 der „Neon Birds“-Trilogie

Ist am 30.09.2020 erschienen. Wie auch schon seine beiden Vorgängerteile beim Bastei-Lübbe-Verlag. Das Buch ist als Paperback für 15,00€, als eBook für 9,99€ und als Hörbuch für 19,99€ erhältlich. Der Roman hat als Paperback 511 Seiten und gehört ins Science-Fiction-Genre. Der Verlag empfiehlt das Buch erst ab einem Alter von 16 Jahren zu lesen.

Die Inhaltsangabe:

Im Jahr 2101 gibt eine neue Waffe abermals Hoffnung im Kampf gegen die künstliche Intelligenz KAMI. Es ist eine Person aufgetaucht, die in der Lage zu sein scheint, dem gottähnlichen Wesen die Stirn zu bieten. Doch die Zivilisation steht bereits an der Schwelle zum Untergang. Ist die Menschheit noch zu retten, und ist sie es überhaupt wert, gerettet zu werden? Die junge Kämpferin Andra zweifelt an ihrer Mission, KAMI zu vernichten …

Ihr solltet nur weiterlesen, wenn ihr die ersten beiden Teile der Trilogie schon kennt.

Meine Meinung und Gedanken:

Neon Birds und Cyber Trips sind wirklich zwei meiner Jahresfavoriten in 2020, da ist die Erwartungshaltung bei Finale natürlich extrem hoch. So viel schon mal vorweg, ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch beginnt relativ langsam, in den ersten ca. 130 Seiten wird noch einmal der Status quo besprochen und unsere Charaktere bekommen die Chance Kraft zu tanken. Das hat mir wirklich gut gefallen, zumal ich den zweiten Band schon vor einigen Monaten gelesen habe und eine kurze Auffrischung der Ereignisse ganz gutgetan hat. Auch werden hier wieder Schritte geplant wie KAMI aufgehalten werden kann. Wieder einmal trennen sich unsere Protagonisten und bekommen ihrer eigenen Handlungsstränge. Auch das gefällt mir, es werden im Prinzip mehrere Geschichten parallel erzählt, die dann zu einem großen Ganzen werden. Die Charaktere allgemein sind ein großer Pluspunkt der Handlung. Ich finde sie zu jeder Zeit unglaublich echt und nachvollziehbar. Dabei ist es auch nicht auf die „Guten“ beschränkt. Auch das vermeintlich „Böse“ in Form von KAMI ist mir im Verlauf des letzten Buches ans Herz gewachsen. KAMI ist nicht wirklich böse, sie will nur das Beste und ich kann ihren Gedankengang durchaus verstehen und nachvollziehen, davon geht ein Großteil ihrer Faszination von ihr aus. Auch der Weg, den sie einschließt, macht komplett Sinn, wenn man jedenfalls nach ihrer Meinung geht. Ein Charakter, der für mich immer in Verbindung mit KAMI steht, ist Andra. Die Yuna aus der Wüste, der alles genommen wurde und jetzt, in einer ihre fremde Welt klarkommen muss. Die beiden haben durchaus Parallelen, ich denke, auch deshalb verstehen sich die beiden so gut. Ihre Gespräche machen mir immer viel Spaß. Sie sind wirklich tief. Auch wenn ich danach nicht immer das Gefühl habe mehr zu wissen als vorher. Eine andere Richtung hingegen schlägt Okijen ein, der Kämpfer, der nicht mehr kämpfen möchte, aber einfach nicht aufhören kann. In diesem Band finde ich ihn nicht ganz so interessant wie in den Teilen zuvor, trotzdem ist er eine wichtige Person. Was mich an seinem Handlungsstrang fasziniert ist die Person, mit dem er viel Zeit verbringt. Der Älteste eines Yunadorfes, in dessen Nähe sich die Überlebenden aufhalten. Den finde ich super, er ist sehr geheimnisvoll. Weiter zum nächsten Figurenpaar, Luke und Flover. Die beiden gehören zu meinen Lieblingen, sie haben eine süße Verbindung und passen immer aufeinander auf. Weiter geht’s mit Byth, im ersten Roman kommt sie nur kurz vor, nimmt dann immer einen größeren Part ein und wird zu der fünften Hauptfigur. Es gibt noch viele weitere Figuren, aber es würde eindeutig den Rahmen sprengen sie hier alle zu behandeln.

Weiter geht es mit der Handlung, über die will ich nicht viel verraten, ihr sollt ja noch selbst Freude am Lesen haben. Nur so viel, sie macht viel Spaß, ist unglaublich interessant und schön und traurig und berührend. Ich kann einfach nicht aufhören zu schwärmen, wenn ich einmal anfange.

Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

Maddie - immer das Ziel im Blick

MADDIE

IMMER DAS ZIEL IM BLICK

Von Katie Kacvinsky

Ist das Finale der „Maddie“-Trilogie. Gerade habe ich gesehen, dass die Reihe nur noch als eBook erhältlich. Ich habe die Reihe schon eine ganze Weile und hatte das Glück sie noch als Hardcover zu bekommen. Das eBook ist für 7,99 € erhältlich. Die Trilogie ist im Deutschen beim Boje-Verlag erschienen, dieser gehört zum Bastei-Lübbe-Verlag. Das Buch hat 368 Seiten und wird ab 14 Jahren empfohlen. Übersetzerin ist Ulrike Raimer-Nolte.

Inhaltsangabe:

Nachdem Maddie das Detention Center überstanden hat, kehrt sie zurück nach Hause. Von hier aus möchte sie den finalen Kampf gegen die Digital School ausfechten. Während Justin viel durchs Land reist, schließt sich Jax neu der Gruppe an. Nicht nur sein Wissen ist für den Widerstand wertvoll; in brenzligen Situationen ist es mehrmals er, der Maddie hilft, nicht wieder in Gefangenschaft zu geraten.

Eine Abstimmung über das System der Digital School steht an und die Gegner mobilisieren alle Kräfte, um zu gewinnen. Doch können sie sich gegen die Übermacht der Befürworter durchsetzen?

Ihr solltet die ersten beiden Teile gelesen haben, um hier nicht gespoilert zu werden.

Meine Gedanken und Meinung:

Die ersten beiden Teile haben mir gut gefallen, da wollte ich auch wissen, wie die Trilogie ausgeht. Der Kampf um die Jugend geht in die letzte Runde. Beginnen wir mit etwas positivem. Der Charakterentwicklung von Maddies Mutter, leider habe ich den Namen vergessen. Sie hat mir in diesem Teil am besten gefallen. Insgesamt fand ich sie viel lebendiger und offener, auch was ihre eigene persönliche Meinung angeht. Ein klarer Pluspunkt. Den nächsten bekommt Maddie, dafür, dass sie ein richtiger Familienmensch ist und ihre Familien einfach nicht aufgeben will und kann. Es wäre einfach wegzugehen und den Kampf auszutragen, es ist nicht einfach sich seinem „Widersacher“ zustellen, besonders wenn es der eigene Vater ist. Auch der große „Widersacher“ Maddies Vater, Kevin Freeman, ist ein Pluspunkt. Ich finde in dreidimensional, wenn auch nicht besonders durchschaubar, die Ereignisse, die ihn betreffen, fand ich beim Lesen überraschend und interessant. Was zum Schluss mit ihm passiert ist traurig und auch hart. Es hat mir wirklich wehgetan. Noch ein Pluspunkt ist eine neue Figur, die erst im dritten Band eingeführt wird: Jax. Er ist Künstler und ein DS-Aussteiger. Außerdem ist ein direkter Konkurrent für Justin, den Jax hat ein Auge auf Maddie geworfen. Ich fand das Liebesdreieck etwas typisch für Bücher dieser Art, aber es ist nicht negativ. Es hat noch zusätzliche Spannung gebracht und ich musste wirklich rätseln, für wen Maddie sich zum Schluss entscheidet. Was mir allerdings etwas sauer aufgestoßen ist, sind actionhaltige Szene, in denen hauptsächlich Jax und Maddie involviert sind. Diese fand ich übertrieben und hab beim Lesen auch ein oder zwei Mal die Augen verdreht. Was mir zu schnell ging waren Szenen, die ganz zum Schluss spielen und in denen Maddie und Justin vorkommen. Die werden mir etwas zu mechanisch abgehandelt. Es werden zwar Erklärungen abgeben, aber nur kurze, mir fehlt die Ausführlichkeit und die Tiefe in diesen Szenen. Alles in allem ist der Schluss aber gut. Ich kann damit leben, es macht Sinn und ist das was in diesen Momenten richtig ist für unsere Hauptcharaktere. Es ist zwar nicht unbedingt, dass was ich mir gewünscht habe als ich die Reihe vor einigen Jahren begonnen habe, aber das heißt nicht das es schlecht ist. Mir gefällt auch, dass das Ende zwar in sich abgeschlossen ist, aber noch offen ist für weitere Entwicklungen. Nur weil es jetzt passt heißt das nicht, dass sich Dinge ändern können.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen

Ophelia Scale - die Sterne werden fallen

OPHELIA SCALE

Die Sterne werden fallen

Von Lena Kiefer

Ist der dritte und finale Band der Ophelia-Scale-Trilogie. Wie schon die beiden ersten Teile ist auch dieser Teil beim cbj-Verlag erschienen (gehört zum Randomhouse-Verlagshaus) und das am 11. November 2019. Den Titel gibt es bis jetzt nur als Hardcover mit 512 Seiten. Die Trilogie gehört in das Genre Science-Fiction und ist eher für Heranwachsende geschrieben. Das Buch kostet 18,00€.

Hier der Klappentext:

Kann ihre Liebe dem Hass trotzen und den Tod besiegen?

Ophelia befindet sich nun endgültig zwischen den Fronten. Die regierungstreuen Anhänger der Abkehr von jeder Technologie und die Widerstandsgruppe ReVerse bekämpfen sich mit allen Mitteln. Letztere wird inzwischen vom mächtigsten Gegner der königlichen Familie angeführt. Als die Stimmung in der Bevölkerung umzuschlagen droht, muss der König alles auf eine Karte setzen. Und Ophelia muss sich entscheiden, was sie bereit ist zu opfern, wenn sie ihre große Liebe und ihr Land retten will.

Meine Meinung:

Erstmal muss ich erwähnen, dass ich die ersten beiden Teile unglaublich gut fand und daher, hatte ich auch sehr hohe Erwartungen an das Finale. Als ich mit lesen anfing war ich hin und weg, die erste Hälfte war wirklich traumhaft und ich war in der Welt drin und wer die Vorgängerteile kennt, weis wie gut und realistisch und detailliert die Zukunft aufgebaut ist. Die Charaktere waren immer noch die wunderbaren Charaktere, welche ich kennen und lieben gelernt habe. Es war wirklich schön. Aber dann ging es, zumindest für mich, immer mehr bergab. Warum ich so gefühlt habe, lässt sich aber nicht ohne Spoiler erklären. Für die, die keine Spoiler wollen, bekommen hier meine endgültige Bewertung von

3 von 5 Sternen. Ich war wirklich enttäuscht von den Entwicklungen zum Ende hin, es wurden Charaktere wird eingeführt, die ich schon verabschiedet hatte und ich es für notwendig entschieden habe. Vergangen Ereignisse ständig erwähnt, aus denen, dann aber nicht wirklich etwas gemacht wurde. Das letzte Kapitel hat mir dann den Rest gegeben, da saß ich kopfschüttelnd davor.

So aber hier werden jetzt konkrete Geschehnisse genannt:

SPOILER

Also, im letzten Teil wurde Leopold getötet, es gibt zwar keine Laiche, aber alle wissen, er ist tot und wird nicht wiederkommen. Für mich war das erst hart, aber ich fand es gut. Es war die Chance für Lucien sich charakterlich weiterzuentwickeln und an sich selbst und seinen Aufgaben zu wachsen. Aber das wurde ihm dann wieder genommen, denn Leopold wurde nur entführt und nicht getötet. Der Entführer braucht Leopold nämlich noch, warum ist mir allerdings schleierhaft, da der Entführer ja noch mehr Staatsoberhäupter entführt und sie alle braucht, was er aber außeracht lässt, ist, dass Lucien jetzt König ist, also braucht er ihn, warum dann Leopold behalten. Das hat für mich keinen Sinn ergeben, außer das Lucien von der „Last“ des Königsein befreit. War für mich einfach ein unnötiger deus-ex-machina-Moment. Es hat mich auch aus dem Realismus der Welt geholt, weil damit für mich, Ereignisse keine Konsequenzen haben und am Schluss dann doch alles genauso gut wird wie in einem Märchen. Die Bösen sind besiegt und alle leben glücklich bis ans Ende ihrer Tage, da gibt es einfach keine Tragweite mehr.

Der nächste Punkt, der mir sauer aufgestoßen ist, ist die Verbindung und die Freundschaft zwischen der OmnI und Ophelia. Im Grunde finde ich die ziemlich spannend und interessant. Allerdings ist mir das ständige bloße erwähnen zu wenig. Ein kleiner Rückblich oder eine kurze Szene wäre super um noch tiefer einzutauchen. Die Freundschaft zwischen Ophelia und OmnI war nicht wirklich greifbar. Es hat sich zum Schluss eher wie eine Legende angefühlt wie eine wahre Begebenheit. Wenigstens beim großen Aufeinandertreffen zum Schluss hätte ich eine kurze Erinnerung mit den beiden gut gefunden. Die Bindung der beiden war einfach nicht greifbar und hat sich nicht real angefühlt.

Dann mein größter Minuspunkt, das Finale, das Aufeinandertreffen von Ophelia und der großen mächtigen OmnI, fand ich ziemlich enttäuschend. Und um vollkommen ehrlich zu sein, fand ich es unlogisch. Warum hat sich die OmnI einfach ausgeschalten, nur weil Ophelia bereit war sich zu opfern, da kommt wieder der letzte Punkt ins Spiel, die beiden haben keine richtige Verbindung mehr und dann ist sie, die OmnI, einfach weg. Ziemlich enttäuschend. Mehr möchte ich dazu gerade nicht sagen, weil ich hinter der Tastatur spüren wie mich dieses Ende aufregt.

Zum runterkommen hier zwei Punkte, die mir gefallen haben:

Erstens Ophelias Rede in Brighton am Pier, die fand ich wirklich berührend und ich hatte sogar ein Tränchen im Auge, die war so gut. Der zweite Punkt sind die Gespräche zwischen Ophelia und Lynx. Lynx allgemein ist ein ziemlich guter Charakter, den ich schnell ins Herz geschlossen habe.

Nochmal meine Bewertung:

3 von 5 Sternen.

Die erste Hälfte ist wirklich gut, in der zweiten Hälfte nimmt es aber drastisch ab und zum Schluss war ich einfach enttäuscht.

Ophelia Scale - der Himmel wird beben

OPHELIA SCALE

DER HIMMEL WIRD BEBEN

Allgemeine Informationen:

Der Himmel wird beben ist der zweite Teil der Ophelia Scale Trilogie. Die Autorin der Trilogie heißt Lena Kiefer und die Trilogie ihr Debut. Erschienen ist die Trilogie beim cbj-Jugendbuchverlag und das am 26. August 2019. Das Buch ist erhältlich als Hardcover mit Schutzumschlag und kostet 18,00 €. Der Roman hat 496 Seiten und gehört in das Genre Jugendbuch, Science-Fiction mit ein bisschen Dystopie vielleicht.

Inhaltsangabe:

Die 18-jährige Ophelia ist zum Tode verurteilt. Im Auftrag des Widerstandes hat sie einen Anschlag auf den König verübt. Ihre Liebe zu dessen Bruder Lucien hat sie ebenso geopfert. Doch dann bietet ihr Phoenix, der Chef des Geheimdienstes, einen Handel an: Wenn sie bereit ist, sich bei ihren Freunden von ReVerse als Spionin der Regierung zu betätigen, kann sie ihr Leben und das ihres besten Freundes retten. Nun muss Ophelia sich entscheiden – zwischen ihren Gefühlen und dem Glauben, was sie für richtig hält.

Meine Meinung (allerdings nur kurz):

Ich bin begeistert, wie auch schon der erste Band, hat der zweite Band mich absolut gefesselt und vor den Seiten gebannt. Ich konnte das Buch gar nicht mehr weglegen. Sowohl weil, ich von dem guten und positivem, welches passiert ist einfach nicht genug bekommen konnten, also auch weil, die schlimmen, negativen und bedrückenden Szenen kein Erbarmen mit mir hatten. Allerdings muss ich sagen, dass ich ein zwei Szenen vermisst habe, die sich zeitlich zwischen Teil eins und Teil zwei zugetragen haben, die ich gerne gelesen hätte, aber das soll keine Kritik sein, sondern nur der Wunsch einer Leserin, die gar nicht genug bekommen kann. Eine dieser Szenen wäre gewesen, wenn Ophelia unter Schmerzen gesteht, dass sie ein super optimiertes Gehirn hat. Ich hätte einfach gerne die Reaktionen von Phoenix und den restlichen Schakalen und vor allem die von Leopold und Lucien gesehen. Ein kleiner Trost war, dass es zumindest kurz angerissen wird. Die Zeit bei den Rebellen zieht sich an manchen Stellen etwas, für meinen Geschmack. Aber das Erscheinen einer bestimmten Person hat mich ziemlich gefreut und die Handlung dann auch weiter vorangetrieben. Ein Teil, relativ am Ende des Buches, hat mir viel Genugtuung verschafft, als zum Beispiel ein zwei Charaktere, das zeitliche Segnen, die ich nie besonders leiden konnte und ich einfach ein schlechtes Gefühl bei ihm hatte. Auch der anderen Seite wurde mir ein Charakter genommen, den ich stets interessant und wunderbar fand. Was mich milder stimmt, ist die Tatsache, dass vielleicht doch nicht alles von ihm verschwunden ist.

Fazit:

Super Vorsetzung, die einem Lust auf mehr macht.

5 von 5 Sternen

DER DUNKLE SCHWARM

Ist ein audible exklusiv Hörbuch, bedeutet es ist nur auf audible verfügbar und nur als Hörbuch zu haben. Ihr müsst, um es zu hören, also einen Account anlegen, bzw. könnt euch mit euren Amazon-Account anmelden, da die Unternehmen zusammengehören. Geschrieben wurde das Hörbuch von einer meiner liebsten Autoren zurzeit, Marie Graßhoff. Der dunkle Schwarm ist aufgebaut wie eine Serie. Jedes Kapitel entspricht einer Folge mit einer Laufzeit von einer Stunde. Die erste Staffel (der dunkle Schwarm) besteht aus 10 Folgen. Daraus ergibt sich auf die Laufzeit von etwas mehr als 10 Stunden.

So viel zu den allgemeinen Informationen, jetzt zu etwas ebenfalls Wichtigem:

Die Inhaltsangabe:

Im Jahr 2100 können Menschen ihr Bewusstsein mittels Implantaten zu „Hive Minds“ verbinden. Die Programmiererin Atlas Lawson profitiert davon gleich doppelt: Tagsüber arbeitet sie für den größten Hive-Entwickler. Nachts betreibt sie unter dem Deckmantel „Oracle“ einen lukrativen Handel mit Erinnerungen, die sie aus Hive-Implantaten stiehlt. Nur ihr Androide Julien weiß von ihrem gefährlichen Doppelleben. Bis der Industriellensohn Noah Levy sie aufsucht und alle drei in eine gnadenlose Intrige verstrickt werden. Welche Rolle spielt Atlas‘ ungeklärte Herkunft dabei? Und weiß jemand von der einmaligen Fähigkeit, die sie um jeden Preis geheim halten will?

Meine Meinung: (fällt allerdings ziemlich kurz aus und ist auf das wesentliche beschränkt, da mir gerade der Antrieb für eine lange Rezension fehlt)

Die Idee der düsteren Zukunft ist erst ein wenig bedrückend, doch in meinen Augen auch ziemlich realistisch. Dann die Charaktere, davon gibt es einige, darunter auch die drei Hauptcharaktere: Atlas Lawson, Julien und Noah Levy. Dazu noch einige Nebencharaktere. In meinen Augen sind alle Figuren wirklich gelungen. Alle handeln wirklich konstant und ihren Moralvorstellungen, nach ihrem eigenen Gewissen. Das finde ich super, ich kann bei allen nachvollziehen warum sie so handeln, das finde ich wirklich gut und einer der großen Pluspunkte. Der nächste groß Pluspunkt ist der Aufbau der Welt. Wie schon erwähnt, spielt sie in der Zukunft, im Jahr 2100. Die Entwicklungen, die hier angebracht werden beruhen nicht auf wilden Fantasien, sondern auf jetzt schon begonnen Entwicklungen.

Insgesamt finde ich die Handlung spannend, allerdings braucht es Zeit, bis sie wirklich Fahrt aufnimmt.

4 von 5 Sternen

ACHTUNG: Kleiner Spoiler-Teil

Am Ende fand ich eine Enthüllung, allerdings dann doch ein bisschen lamm. Für mein persönliches Empfinden. Ich hätte einen Klon oder ein neuartiges Experiment spannender und interessanter gefunden. Allerdings bringt diese Entscheidung auch wieder ein Stück unserer aktuellen Welt in die Geschichte und beschreibt, wie es immer noch die gleichen menschlichen Probleme gibt, die es auch bei uns gibt.

Auch den Tod von Julien fand ich ein bisschen komisch, hätte Atlas ihn nicht in den Supercomputer hochladen können und ihn dann später auf einen neuen Androiden herunterladen können. Vielleicht will ich auch einfach nicht akzeptieren, dass dieser wundervolle und doch so menschliche Charakter nicht mehr da ist und er in der zweiten Staffel nicht mehr dabei sein wird. Was so gesehen ein großer Pluspunkt ist, denn wer liebt es nicht, mit den man Figuren mitfiebern kann.