Der Zorn der Regenmacher

DER ZORN DER REGENMACHER

Von Timo Leibig

Ist ein Einzelband, allerdings gibt es noch zwei andere Romane, die in der gleichen Welt spielen, aber unabhängig von einander gelesen werden können. Der Zorn der Regenmacher ist mein erster Roman des Autors. Aber nicht das erste Buch des Autors, dieser hat schon in den verschiedensten Genres geschrieben, ein paar Beispiele sind Thriller, Krimi und Dystopien. Es ist also für jeden Geschmack etwas dabei. Der Roman erschein am 13.04.2021 und das beim Penhaligon Verlag. Das Taschenbuch hat 448 Seiten und ist als Taschenbuch für 16,00 Euro oder als eBook für 12,99 Euro erhältlich.
Mein Exemplar wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank nochmal dafür. [Rezensionsexemplar, Werbung nicht bezahlt]

Inhaltsangabe:
Seit Wochen geht Regen über der Küstenstadt La Harb nieder: Ernten sind vernichtet, Wasserströme höhlen die Straßen aus, die Menschen werden krank. Leyna gehört zu den Heilerinnen der Stadt, den Schwestern der Zeichen. Doch Leyna verbirgt ein schreckliches Geheimnis vor ihrer Gilde: Sie weiß weit mehr über den Ursprung der Krankheit, als ihr lieb ist, und doch ist sie dem Schrecken hilflos ausgeliefert. Als Leyna alle Hoffnung auf Rettung aufgibt, trifft sie auf die Schmuggler Henning und Nante. Die verwegenen Zwillinge haben auf See eine unheimliche Begegnung gemacht. Nur gemeinsam können die drei das Rätsel des nicht enden wollenden Regens lösen und gegen die wahre Bedrohung für La Harb kämpfen. Und die stammt aus der Tiefe des Meeres …

Meine Gedanken und Meinung:
Zu Beginn kann ich schon mal Positives verlautbaren. Da ich zur Zeit frei habe, hatte ich reichlich freie Zeit und habe den Roman auch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen. Das ist schon mal ein sehr gutes Zeichen und ich kann ehrlich sagen, dass mich die Handlung gefesselt hat. Die Stimmung ist wirklich unglaublich gut geschildert, der Regen wird so bedrückend dargestellt, dass ich beim Lesen lieber eine Lampe mehr angemacht. Nicht zuletzt deshalb, weil es die letzten Tage auch bei mir geregnet hat. Der zweite Punkt, der es mir angetan hat, ist die Darstellung und die Aufmachung der Charaktere. Vor allem die drei Hauptfiguren, Leyna, Henning und Nante. Alle drei finde ich faszinierend. Ihre Motivation ist klar erkennbar, ihre Handlungsweise durchweg stringent. Bei den drei Figuren liegt allerdings einer meiner kleinen Kritikpunkte. Im Laufe der Zeit entwickelt sich eine, für mich, sehr vorhersehbare Liebesgeschichte. Ich fand das im Vergleich zu der sonst sehr unvorhersehbaren und auch düstern Handlung nicht passend und das Klischee dahinter ging mir auch auf die Nerven. Diese hätte ich wirklich nicht gebraucht und meiner Meinung nach, hätte die Handlung auch ohne diese wunderbar funktioniert und sie war auch nicht wirklich relevant, auch ein Punkt für mich, warum ich sie nicht mag, die Liebelei ist unnötig. Aber genug davon, ich möchte nochmal auf den Punkt „düster“ zurückkommen. Die Handlung ist wirklich düster und hat auch einige Parallelen zu der Geschichte der Menschheit, die wirklich gut eingearbeitet sind. Diese Teile haben mir wirklich gefallen, die Schrecken, die nicht aufhören. Ob sie nun aus der See kommen oder von den Menschen, ich war gefesselt. Was mich nicht gefesselt hat, waren das letzte Kapitel und der Prolog, die fand ich leider langweilig. Im Vergleich zu der Aufregung der Kapitel davor, aber nicht verwunderlich. Wahrscheinlich hat meine Abneigung auch etwas mit der oben erwähnten unnötigen Liebesgeschichte zu tun. Auf jeden Fall war ich von den letzten Kapiteln nicht begeistert. Nun, zu der Auflösung des Rätsels. Keine Sorge, ich werde keine Details verraten, nur das es dann zum Schluss hin sehr zügig ging und ich hätte es mir ausführlicher gewünscht.
Bevor ich zu meiner Bewertung komme, reflektieren wir noch einmal die Dinge, die mir gefallen haben. Das sind ganz groß sie Stimmung, die Charaktere und die allgemeine Handlung. Aber wo Licht ist, ist auch immer Schatten. In diesem Fall ist der Schatten aber eher kleiner, in Speziellen sind die Schattenseiten die Liebesgeschichte, das rasche Ende und die eher langweiligen letzten beiden Kapitel. In Summe gibt es für den Zorn der Regenmacher 4 von 5 Sterne für mich.

Vortex 1 Der Tag, an dem die Welt zeriss

VORTEX

DER TAG, AN DEM DIE WELT ZERRISS
Von Anna Benning

Ist der erste Teil der „Vortex“-Trilogie und auch das Debüt der Autorin, Anna Benning. Erschienen ist das Buch am 04.03.2020 beim Fischer Kjb – Verlag. Der Roman hat 496 Seiten und kostet als gebundene Ausgabe 17,00 Euro und als eBook 14,99 Euro. Der Verlag empfiehlt das Buch ab einem Alter ab 12 bis 16, wobei ich da nicht ganz mitgehe. Ich hätte es eher ab 14 empfohlen und das andere Ende offengelassen, da ich deutlich älter als 16 bin und trotzdem ein tolles Leseerlebnis hatte, mehr dazu später. Der zweite Teil ist ebenfalls schon erhältlich, der dritte zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Er erscheint am 26.05.2021.

Inhaltsangabe:
„Die Vortexe zerstörten unsere Welt. Wir lernten in ihnen zu laufen. Doch niemand ahnte, was sie in uns entfachen würden …“
Für Elaine ist es der wichtigste Tag ihres Lebens: In Neu London findet das spektakuläre Vortexrennen statt, und sie ist eine der Auserwählten. Hunderte Jugendliche jagen bei dem Wettkampf um den Globus – doch nicht zu Fuß. Sie springen in die Energiewirbel, die die Welt vor Jahrzehnten beinahe zerstört haben. Der Sprung in einen Vortex ist lebensgefährlich, doch gelingt er, bringt er einen wie ein geheimes Portal in Sekunden von einem Ort zum anderen. Elaine will das Rennen um jeden Preis gewinnen. Doch mitten im Vortex erwacht eine Macht in ihr, die die Welt erneut erschüttern könnte. Und der Einzige, der Elaine nun zur Seite stehen kann, ist ein Junge, der nichts mit ihr zu tun haben will …

Meine Gedanken und Meinung:
Da die letzte Trilogie, die ich beendet habe nicht besonders gut gewesen, zumindest meiner Ansicht nach und auch diese einem gewissen Hype unterlag, war ich hier ein wenig skeptisch. Allerdings hört sich die Inhaltsangabe wirklich gut an, nach einer frischen Idee gemischt mit bekannten Mustern. Ich muss sagen, mein Vertrauen in den Klappentext wurde nicht enttäuscht. Erst mal zu der Welt, in die Handlung stattfindet. Für mich ist es eine wirklich gelungene Mischung als Magie und Technik. Die verschiedenen Elemente machen wirklich Sinn und die Art und Weise, wie die Magie dazukommt, hat mich wirklich gefesselt. Dazu noch der unglaublich gute Schreibstil, der einen direkt abholt und in die Welt von Elaine hineinzieht. Elaine ist noch ein weiterer Punkt, warum ich das Buch empfehlen kann, sie ist die Protagonistin. Ich mochte sie direkt und habe mit ihr mitgefiebert. Aber nicht nur sie, sondern auch die restlichen Charaktere. Die sind einem zum Teil wirklich ans Herz gewachsen oder man mochte sie nicht. Aber im Grunde haben sie genau das in mir ausgelöst, was sie auslösen sollten. Dann noch zum Ende, die finde ich bei mehrteiligen Reihen immer schwierig, da sie entweder mit einem fetten Cliffhanger enden oder etwas komisch. Doch hier hatte ich keine Probleme mit dem Ende. Es ist, so dass ich mich auf den nächsten Teil freue, aber nicht das Gefühl habe, wenn ich noch etwas mit dem zweiten Teil warte, etwas verpasse.
Meiner Meinung nach ist „Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss“, ein gelungener erster Band, der Lust auf mehr macht. Von mir bekommen Elaine und Co. 4 von 5 Sternen.

Stadt der Finsternis 3 - Duell der Schatten

DUELL DER SCHATTEN

STADT DER FINSTERNIS BAND 3
Von Ilona Andrews

Der dritte Band der Reihe erschien am 08.02.2010 ebenfalls beim LYX-Verlag. Das Buch hat 336 Seiten und ist als Taschenbuch für 12,95 Euro oder als eBook für 11,99 Euro erhältlich.

Inhaltsangabe:
Nachdem sie dem Orden der Ritter der mildtätigen Hilfe beigetreten ist, kann sich die Söldnerin Kate Daniels vor übernatürlichen Katastrophen kaum noch retten. Und in einer Stadt wie Atlanta, die von den Gezeiten der Magie beherrscht wird, will das schon etwas heißen! Doch als Kates Freund, der Werwolf Derek, halb tot aufgefunden wird, steht sie einer noch weitaus größeren Herausforderung gegenüber. Bei ihren Ermittlungen erfährt Kate von einem geheimen Turnier zwischen den übernatürlichen Wesen der Stadt. Zusammen mit Curran, dem Anführer der Gestaltwandler von Atlanta, kommt Kate einem finsteren Komplott auf die Spur …

Meine Gedanken und Meinung:
Wer mich kennt, oder meine Rezensionen zu den ersten beiden Teilen der Stadt-der-Finsternis-Reihe gelesen hat, weiß, dass ich die ersten beiden Bücher wirklich gut fand. Nach dem zweiten Teil habe ich mich dann auch auf den nächsten Band gefreut und was soll ich sagen, ich wurde nicht enttäuscht. In den Kreis unserer alten bekannten und geliebten Figuren werden noch mehr Figuren hineingeworfen, die ich auch sofort ins Herz geschlossen habe. Ich meine ein Tiger, der kein Blut sehen kann, wie kann man so was nicht ins Herz schließen. Die Haupthandlung lässt dann auch nicht lange auf sich warten und ist spannend, actionreich und ich musste ein paar Mal nach Luft schnappen, weil ein paar megacoole und auch ein wenig beunruhigende Dinge passieren. Ich war voll in der Handlung und habe mitgefiebert. Auch die Beziehung zwischen Kate und Curran kommt voran und ich liebe es. Zusammenfassend kann man sagen, wem die ersten Teile gefallen habe, wird auch an diesem Teil Spaß haben. Wie die anderen Teile auch bekommt „Duell der Schatten“ 4 von 5 Sternen.

Erin Granger 2 Das Blut des Verräters

DAS BLUT DES VERRÄTERS

Von James Rollins & Rebeca Cantrell

Ist der zweite Teil der Erin-Granger-Trilogie. Auch das zweite Buch wurde von James Rollins und Rebecca Cantrell geschrieben. Wie das Erste ist dieser Band ebenfalls vom blanvalet Verlag verlegt. Der Mittelteil der Trilogie ist als Taschenbuch (9,95 Euro), als eBook (8,99 Euro) und als Hörbuch-Download (29,95 Euro) erhältlich. Das Buch hat 608 Seiten und ist am 20.07.2015 erschienen. Das Hörbuch ist 1049 Minuten lang, das sind circa 17 einhalb Stunden.
Mein Hörbuchexemplar hat mir freundlicherweise der Verlag und das BuchbloggerPortal zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür. (Rezensionsexemplar)

Inhaltsangabe:
Das jüngste Gericht hat die Mauern des Vatikans erreicht …
Nach einem skrupellosen Anschlag in Kalifornien sucht die Archäologin Erin Granger hinter den Mauern des Vatikans Schutz bei der Bruderschaft der Christuskrieger. Dort erfährt sie von der Entführung eines kleinen Jungen. Ein Priester will ihn für seine finsteren Machenschaften benutzen, und laut einer Prophezeiung kann nur Erin das Kind und auch die Welt vor der drohenden Apokalypse retten. Da tritt eine weitere Partei aus dem Schatten, und die Bruderschaft der Christuskrieger steht ihrer größten Herausforderung gegenüber.

Meine Meinung und Gedanken:
Da der zweite Teil einige Zeit, ich denke, es waren ein paar Wochen, spielt, sind die Ereignisse des ersten Teils den Protagonisten noch lebhaft in Erinnerung. Jordan zum Beispiel muss sich mit der Tatsache beschäftigen, dass sein Team in Masada getötet wurde. Auch Erin ist noch mit den Geschehnissen von Masada beschäftigt. Da wir schon bei den Figuren und Protagonisten sind, ist zu erwähnen, dass wir im Verlauf dieses Teils neue Charaktere kennenlernen. Das ist wirklich gut, die Welt wird erweitert und jeder bringt etwas Neues zu der Handlung, jeder hat eine Aufgabe. Davon war ich wirklich positiv überrascht. Aber ich bin nicht von allen Charakteren angetan, ich muss dazu erwähnen, dass ich den Kardinal im ersten Teil noch ganz in Ordnung fand, das ändert sich in diesem Teil. Mit seinen Handlungen wird er mir immer unsympathischer. Was wirklich verrückt ist, da ich für den Antagonisten in diesem Teil gewisse Sympathien entgegenbringen kann. Aber das macht auch einen Reiz dieser Reihe aus, es gibt bei den Charakteren kein richtiges Schwarz und Weiß, es gibt Grautöne und manche Charaktere sind eben hellgrau und machen Bewegens sich am dunkelgrauen Rand. Zusammenfassend kann man zu den Figuren sagen, sie sind ein wirkliches Plus der Reihe und richtig menschlich geschrieben, jeder hat seine Motivation. Von den Figuren zu der Handlung, die beginnt erst ruhig, so kann man wieder in die Welt von Erin, Jordan und Rune (ich hoffe, man schreibt den Namen so, ich habe ihn die ganze Zeit nur gehört) hineinfinden. Jedoch holen die Ereignisse die Protagonisten schnell ein und es wird spannend. Den Handlungsverlauf des Buches würde ich als Hoch und runter zwischen Spannung und ruhigen Momenten beschreiben. Was ich an sich gelungen finde. Die ruhigen Momente geben Zeit zum Verarbeiten und die Charaktere haben Zeit, miteinander zu sprechen, oder in ihrer Vergangenheit abzudriften, wodurch wir diese und ihre Motivationen noch besser verstehen können. Damit ist auch die Handlung ein Pluspunkt, zumindest für mich. Zu der Handlung gehören für mich auch immer die Orte, an dem die Handlung spielt. Wie im ersten Buch bereisen wir mit den Protagonisten auch hier wieder verschiedene Orte. Alte Orte, neu Orte, geheimnisvolle Orte. Auch hier für mich wieder ein Pluspunkt. Da es sich um ein spannendes Buch handelt, welches man am besten selbst von Anfang bis Ende erlebt, möchte ich nicht auf einzelne Handlungselemente eingehen. Taucht selbst in den zweiten Band ab und erlebt Abenteuer mit Erin, Jordan und Rune.
Mein Fazit, bei dem Blut des Verräters handelt es sich um eine gelunge Fortsetzung, die einen mit Spannung auf das Finale blicken lässt. Ich vergebe in diesem Fall 4 von 5 Sternen.

Ophelia Scale - die Sterne werden fallen

OPHELIA SCALE

Die Sterne werden fallen

Von Lena Kiefer

Ist der dritte und finale Band der Ophelia-Scale-Trilogie. Wie schon die beiden ersten Teile ist auch dieser Teil beim cbj-Verlag erschienen (gehört zum Randomhouse-Verlagshaus) und das am 11. November 2019. Den Titel gibt es bis jetzt nur als Hardcover mit 512 Seiten. Die Trilogie gehört in das Genre Science-Fiction und ist eher für Heranwachsende geschrieben. Das Buch kostet 18,00€.

Hier der Klappentext:

Kann ihre Liebe dem Hass trotzen und den Tod besiegen?

Ophelia befindet sich nun endgültig zwischen den Fronten. Die regierungstreuen Anhänger der Abkehr von jeder Technologie und die Widerstandsgruppe ReVerse bekämpfen sich mit allen Mitteln. Letztere wird inzwischen vom mächtigsten Gegner der königlichen Familie angeführt. Als die Stimmung in der Bevölkerung umzuschlagen droht, muss der König alles auf eine Karte setzen. Und Ophelia muss sich entscheiden, was sie bereit ist zu opfern, wenn sie ihre große Liebe und ihr Land retten will.

Meine Meinung:

Erstmal muss ich erwähnen, dass ich die ersten beiden Teile unglaublich gut fand und daher, hatte ich auch sehr hohe Erwartungen an das Finale. Als ich mit lesen anfing war ich hin und weg, die erste Hälfte war wirklich traumhaft und ich war in der Welt drin und wer die Vorgängerteile kennt, weis wie gut und realistisch und detailliert die Zukunft aufgebaut ist. Die Charaktere waren immer noch die wunderbaren Charaktere, welche ich kennen und lieben gelernt habe. Es war wirklich schön. Aber dann ging es, zumindest für mich, immer mehr bergab. Warum ich so gefühlt habe, lässt sich aber nicht ohne Spoiler erklären. Für die, die keine Spoiler wollen, bekommen hier meine endgültige Bewertung von

3 von 5 Sternen. Ich war wirklich enttäuscht von den Entwicklungen zum Ende hin, es wurden Charaktere wird eingeführt, die ich schon verabschiedet hatte und ich es für notwendig entschieden habe. Vergangen Ereignisse ständig erwähnt, aus denen, dann aber nicht wirklich etwas gemacht wurde. Das letzte Kapitel hat mir dann den Rest gegeben, da saß ich kopfschüttelnd davor.

So aber hier werden jetzt konkrete Geschehnisse genannt:

SPOILER

Also, im letzten Teil wurde Leopold getötet, es gibt zwar keine Laiche, aber alle wissen, er ist tot und wird nicht wiederkommen. Für mich war das erst hart, aber ich fand es gut. Es war die Chance für Lucien sich charakterlich weiterzuentwickeln und an sich selbst und seinen Aufgaben zu wachsen. Aber das wurde ihm dann wieder genommen, denn Leopold wurde nur entführt und nicht getötet. Der Entführer braucht Leopold nämlich noch, warum ist mir allerdings schleierhaft, da der Entführer ja noch mehr Staatsoberhäupter entführt und sie alle braucht, was er aber außeracht lässt, ist, dass Lucien jetzt König ist, also braucht er ihn, warum dann Leopold behalten. Das hat für mich keinen Sinn ergeben, außer das Lucien von der „Last“ des Königsein befreit. War für mich einfach ein unnötiger deus-ex-machina-Moment. Es hat mich auch aus dem Realismus der Welt geholt, weil damit für mich, Ereignisse keine Konsequenzen haben und am Schluss dann doch alles genauso gut wird wie in einem Märchen. Die Bösen sind besiegt und alle leben glücklich bis ans Ende ihrer Tage, da gibt es einfach keine Tragweite mehr.

Der nächste Punkt, der mir sauer aufgestoßen ist, ist die Verbindung und die Freundschaft zwischen der OmnI und Ophelia. Im Grunde finde ich die ziemlich spannend und interessant. Allerdings ist mir das ständige bloße erwähnen zu wenig. Ein kleiner Rückblich oder eine kurze Szene wäre super um noch tiefer einzutauchen. Die Freundschaft zwischen Ophelia und OmnI war nicht wirklich greifbar. Es hat sich zum Schluss eher wie eine Legende angefühlt wie eine wahre Begebenheit. Wenigstens beim großen Aufeinandertreffen zum Schluss hätte ich eine kurze Erinnerung mit den beiden gut gefunden. Die Bindung der beiden war einfach nicht greifbar und hat sich nicht real angefühlt.

Dann mein größter Minuspunkt, das Finale, das Aufeinandertreffen von Ophelia und der großen mächtigen OmnI, fand ich ziemlich enttäuschend. Und um vollkommen ehrlich zu sein, fand ich es unlogisch. Warum hat sich die OmnI einfach ausgeschalten, nur weil Ophelia bereit war sich zu opfern, da kommt wieder der letzte Punkt ins Spiel, die beiden haben keine richtige Verbindung mehr und dann ist sie, die OmnI, einfach weg. Ziemlich enttäuschend. Mehr möchte ich dazu gerade nicht sagen, weil ich hinter der Tastatur spüren wie mich dieses Ende aufregt.

Zum runterkommen hier zwei Punkte, die mir gefallen haben:

Erstens Ophelias Rede in Brighton am Pier, die fand ich wirklich berührend und ich hatte sogar ein Tränchen im Auge, die war so gut. Der zweite Punkt sind die Gespräche zwischen Ophelia und Lynx. Lynx allgemein ist ein ziemlich guter Charakter, den ich schnell ins Herz geschlossen habe.

Nochmal meine Bewertung:

3 von 5 Sternen.

Die erste Hälfte ist wirklich gut, in der zweiten Hälfte nimmt es aber drastisch ab und zum Schluss war ich einfach enttäuscht.

Das Biest und ich - Tagebuch einer Gefangenen

DAS BIEST UND ICH

Tagebuch einer Gefangenen

Allgemeine Informationen:

Die Autorin dieses Buches heißt D.S. Wrights und ist US-Amerikanerin. Der Roman gehört in die Kategorie der Liebesromane, doch nicht nur, ich persönlich würde ihn ebenfalls in die Kategorie der Thriller mit einem Touch Fantasy werfen. Tagebuch einer Gefangenen wurde wie der Name es schon sagt in Tagebuchform geschrieben und der erste Teil einer siebenteiligen Serie. Diese kann man entweder als E-Book erwerben oder den ersten Teil auch als Taschenbuch, das kostet dann 15,99€ und ist am 29.05.2020 erschienen. Das Buch hat ca. 500 Seiten und ist in keinem großen Verlag erschienen, sondern wurde unabhängig veröffentlicht.

Klappentext:

Meg wurde entführt. Vier Tage lang hatte sie nichts, um sich bei Verstand zu halten, bis sie versprach, folgsam zu sein. Im Gegenzug erhielt sie ein Tagebuch, nichts ahnend, welche Schrecken sie bald aufschreiben würde. Denn Meg wurde an diesen unbekannten Ort nur zu einem Zweck gebracht: um ihre Entführer bei der „Sozialisierung“ eines ihrer Testsubjekte zu unterstützen. Zehn, wie sie ihn nennen, scheint weit mehr zu sein als eine primitive Bestie, die ihre eigenen Kämpfe austrägt. Meg wird bald klar, dass sie die einzige ist, die ihn zähmen kann. Und das ist anscheinend der einzige Grund, warum sie mehr oder weniger wie ein Mensch behandelt wird. Als Zehns Menschlichkeit wiederauftaucht, muss Meg die Wahrheit akzeptieren, dass die wahren Bestien nicht hinter Gittern sind. Dies ist Megs Tagebuch. Wirst Du es lesen?

Meine Meinung:

Erst einmal zu der Schreibform und der Struktur, wie schon oben beschrieben wurde der Roman in Tagebuch geschrieben. Wir lesen also alles was die Protagonistin Meg erlebt aus ihrer Perspektive. Sie schreibt alles, bzw. was ihr wichtig erscheint, in ein Tagebuch, dieses lesen wir dann. Wir haben dadurch eine eingeschränkte Sicht auf das Ganze geschehen und nehmen später auch ihre Wahrheiten an. Ich persönlich finde, die Schreibform ziemlich gut, sie macht für mich einen Teil der Faszination des Buches aus. Wir bekommen nicht alles mit, wie wissen als Leser nur so viel wie Meg und können mit ihre gemeinsam spekulieren. Das führt mich direkt zum nächsten Punkt, die ganze Situation ist ein rechtes Rätsel und Mysterium. Auch das ist ein Grund für mich, warum mir das Buch gefällt. Es ist ein Rätsel und ich mag Rätsel und eine logische Erklärung suchen und finden. Ich habe Spaß daran mit Meg zu spekulieren, warum sie entführt wurde, was das Biest eigentlich ist, warum es vielleicht erschaffen wurde und wo sie überhaupt ist. Meg ist noch ein Grund für meine vier Sterne Bewertung. In meinen Augen ist sie ein gut geschriebener Charakter, der sich im Verlauf des Buches weiterentwickelt und an sich selbst wächst. Meg lernen wir als verunsicherte und schon hilflose junge Frau kennen, doch sie schafft es immer mehr sich selbst zu helfen und eine Art Selbstbewusstsein zu entwickeln. Also noch ein Pluspunkt, ein weiterer ist der Umgang mit der menschlichen Psyche und die Abgründe, wenn eine Person eingesperrt und festgehalten wird. Aber reden wir einmal von dem titelgebenden Biest. Das lernen wir erst in der zweiten Hälfte des Buches richtig kennen. In der ersten Hälfte ist Meg im Prinzip nur ein Spielzeug für das Biest, damit es sich an ihr befriedigen kann. Zu Beginn war mein Interesse am Biest nicht besonders hoch, erst als wir mehr über ihn erfahren, zum Beispiel, seinen Namen oder einen Teil seiner Vergangenheit. Die macht ihn auch interessanter. Sprechen wir noch kurz über ein paar der anderen Figuren, eigentlich nur zwei, den mehr spielen keine wirkliche Rolle, ein bisschen wie in einem Kammerspiel. Die beiden sind ziemlich schrecklich und offenbaren den Abgrund von menschlichem Verhalten. Mehr möchte ich nicht verraten, um Euch nicht den „Lesespaß“ zu verderben.

Alles in allem finde ich das Buch gut und würde es auch weiterempfehlen, allerdings nicht an Personen unter 18 Jahren oder mit einer empfindlichen Psyche.

Exemplar bei LovleyBooks Leserunde gewonnen.