Das Buch der gelöschten Wörter - Der erste Federstrich

DAS BUCH DER GELÖSCHTEN BÜCHER
DER ERSTE FEDERSTRICH
Von Mary E. Garner

Ist der erste Teil der abgeschlossenen „Die Chronik der Bücherwelt“-Trilogie, das Buch erschien am 30. April 2020 beim Lübbe Verlag und gehört in den Bereich Fantasy, es ist erhältlich als Taschenbuch (14,00 Euro, 412 Seiten), als eBook (9,99 Euro) und als ungekürzten Hörbuch-Download (13,99 Euro, 681 Minuten), empfohlen wird der Roman ab 16 Jahren.

Inhalt:
Nichts ist für die Londonerin Hope Turner schöner, als sich in die Bücher ihrer Lieblingsautorin Jane Austen zu träumen. Denn ihr eigenes Leben ist alles andere als spannend und romantisch. Das ändert sich, als sie sich eines Tages in die Buchhandlung „Mrs. Gateway’s Fine Books“ verirrt und dort einem mysteriösen Gentleman begegnet. Der attraktive Fremde geht ihr nicht mehr aus dem Kopf. Doch da ist auch der grimmige und unnahbare Rufus Walker, der sie regelrecht zu verfolgen scheint. Bis er ihr schließlich Unglaubliches offenbart: Der Buchladen ist das einzige Portal in die Welt der Bücher, in der die Romanfiguren ein Eigenleben führen. Doch diese Welt ist in Gefahr …
(Quelle: Website Lübbe Verlag)

Meine Gedanken und Meinung:
Das Buch der gelöschten Wörter stand schon eine ganze Weile auf meiner Wunschliste und, ich muss zugeben auch schon recht lange in meinem Regal, ungelesen. Im Februar habe ich mich dann endlich daran gesetzt und mich über mich selbst geärgert, dass ich es nicht schon früher gelesen habe. Die Handlung fließt zu Beginn recht langsam vor sich hin. Wir als Leser verbringen viel Zeit, damit die Protagonisten kennenzulernen. Gemeinsam erkunden wir zusammen die neue Welt, in die wir geworfen wurden. Mit dieser Herangehensweise fühle ich mich mit Hope richtig verbunden. Sie ist mir wirklich ans Herz gewachsen. Aber nicht nur habe kann ich nach diesem Buch einschätzen, sondern auch die meisten der anderen Charaktere. Es gibt aber auch Ausnahmen, wie der Cliffhanger zum Ende beweist. Dieser macht auch wahnsinnig Lust auf den nächsten Teil. Am liebsten hätte ich direkt mit dem nächsten Band weitergemacht, allerdings befindet dieser sich noch nicht in meiner Sammlung und ich muss mich noch etwas gedulden. Was mir an Hope noch gefällt, ist der Fakt, dass sie nicht die typische Mitte 20 Protagonistin ist und sich noch finden muss. Sie ist eine gestandene Frau, sie hat Erfahrung im Leben und auch schon einige Herausforderungen bewältigt. Über die restlichen Charaktere möchte ich nicht so viel verraten, da ich der Handlung nicht vorweggreifen möchte. Die Handlung kommt erst gegen Ende des Buches so richtig in Fahrt. In anderen Rezensionen habe ich gelesen, dass das Buch damit langweilig ist, das widerspricht meiner Ansicht. Durch die etwas langsamere Erzählweise wird einem die Buchwelt so vertraut wie die Welt vor der eigenen Haustüre. Der Schreibstil ist wunderbar und strukturiert, aber auch voll von Gefühl und Details für die Charaktere und die Welt.
An dieser Stelle möchte ich noch mal eine klare Leseempfehlung für den ersten Teil der Reihe aussprechen. Ein wirklich gelungener erster Band, der es schafft die Welt neben unserer Welt gut aufzubauen, zu erklären und mich träumen zu lassen.

Berlin Monster - Nachts sind alle Mörder grau

BERLIN MONSTER

Nachts sind alle Monster grau
Von Kim Rabe

Ist der erste Band der „Die Monster von Berlin“-Reihe von Kim Rabe. Diese schreibt nicht nur unter diesem Namen sonder auch unter dem Pseudonym Natalie Speer und Christiane Spies. Das Buch erschien am 27.08.2021 beim Lübbe Verlag. Der Verlag empfiehlt das Buch ab einem Alter von 16 Jahren. Der Roman hat 412 Seiten und als Paperback (15 Euro), eBook (9,99 Euro) und als Hörbuch-Download (13,99 Euro) verfügbar.
Mein Paperback wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür. (Rezensionsexemplar)

Inhaltsangabe:
Privatdetektivin Lucy hat sich auf übernatürliche Fälle spezialisiert. Und von denen gibt es so einige in Berlin, wo es von übersinnlichen Phänomenen nur so wimmelt. Denn vor dreißig Jahren ließ die Strahlung einer Bombe den Aberglauben der Menschen lebendig werden. Heute brüten Dschinns in Kreuzberger Shisha-Cafés, Feen tanzen in Friedrichshainer Clubs, und Hipster-Kobolde sind die Herren der Kneipen von Neukölln. Während Lucy eine Fee aufspüren soll, erschüttert eine Mordserie die Stadt. Hat ihr Verschwinden etwas damit zu tun? Immer tiefer taucht Lucy in den Fall ein, und bald schwebt nicht nur sie in Gefahr, sondern auch jene, die ihr am nächsten stehen…
(Quelle: Lübbe Internetverlagsseite; hier geht´s zum Buch)

Meine Gedanken und Meinung:
Das ist jetzt der vierte Anlauf, den ich unternehme diese Kritik zu starten. Theoretisch ist alles, was ich sagen will in meinen Kopf, nur wollen sich keine rechten Sätze formulieren. Mein Kopf schwankt ständig zwischen verschiedenen Ansätzen und Idee, die Meinung über das Buch ändert sich mit jedem neuen Gedanken, den ich fasse. Gefällt es mir oder gefällt es mir nicht. Wenn es mir gefällt, wie sehr gefällt es mir dann. Was gefällt mir, was stört mich. Würde ich einen zweiten Teil lesen oder lieber nicht. Alles Fragen, die in meinen Kopf kreisen. Also dann, werde ich jetzt den Versuch beginnen, sie alle zu beantworten. Beginnen wir mit der ersten Frage, welche sich jeder Leser stellt: Hatte ich Spaß beim Lesen? Hat mir das Buch in seiner Gesamtheit gefallen? Meine Antwort auf diese Frage kann ich mit einem klaren Ja beantworten. Im Großen und Ganzen mochte ich das Buch, die Handlung ist spannend, die erdachte Welt interessant. Besonders mochte ich, was es alles für Gestalten gibt, die sich in Berlin herumtreiben. Dass es sich nicht auf Mythengestalten beschränkt hat, sondern das auch der Glaube der Menschen berücksichtigt wurde. Nun, zum Fall, dem Lucy sich widmet. Die Auflösung dessen verrate ich natürlich nicht, allerdings so viel, ich fand sie logisch und auch so weit in Ordnung. Apropos Lucy, sprechen wir, damit meine ich, ich schreibe einfach meine Gedanken auf, über die Hauptfigur des Fantasy-Romans. Zu Beginn mochte ich sie. Ihre draufgängerische Art und die Liebe zu ihrem Beruf sind Charaktereigenschaften, mit denen ich mich identifizieren kann. Allerdings hielt dies nicht bis zum Schluss an. Zum Schluss war ich etwas genervt von ihr. Das liegt an Folgendem, sie schafft es nicht, sich an Abmachungen zu halten. Sie löst ihre Probleme damit zu trinken und dann darauf zu warten, dass andere ihre Recherche zu ihr bringen. Außerdem ist sie ein bisschen sehr kaputt. Was hat es damit auf sich, dass Protagonisten in diesen Büchern immer entweder kaputt sind oder eine geheime Identität haben. Normal habe ich kein Problem damit, doch hier finde ich es übertrieben. Es war mir schlicht zu viel. Dann noch die Beziehung zu ihren Mitbewohnern, in dieser Hinsicht finde ich ihr Verhalten einfach nur scheiße und echt egoistisch. Okay, soweit mal das, was mich gestört hat. Aber es ist ja nicht immer alles schlecht, ein paar gute Punkte habe ich ja oben schon angesprochen. Etwas Positives möchte ich noch ansprechen, und zwar die Nebenfiguren, diese habe mir um einiges mehr zu gesagt als die Protagonistin.
Zusammengefasst hat der Roman Schwächen (Protagonistin und teilweise echt schwache Wesen), aber auch Stärken (die Idee an sich und die Nebenfiguren), dazu noch etwas durchschnittliches (der Fall), damit gibt es von mir 3 von 5 Sterne.