GrishaVerse3-Lodernde Schwingen

LODERNDE SCHWINGEN

TEIL 3 DES GRISHAVERSE
Von Leigh Bardugo

Hierbei handelt es sich um das Finale der Legende der Grisha- Reihe oder wie viele von euch es kennen werden, das GrishaVerse. Wie auch bei den vorherigen Teilen gibt es verschiedene Ausgaben, mit verschiedenen Covern von unterschiedlichen Verlagen, mit dem gleichen Inhalt. Meine Version ist vom Knaur-Verlag und ist am 04.05.2020. Die Version des Carlsen-Verlags gibt es schon wesentlich länger. Das Buch hat 432 Seiten und ist als Taschenbuch für 12,99 Euro oder als eBook für 9,99 Euro erhältlich.

Inhaltsangabe:
Tief unter der Erde erholt sich Alina von ihrem verlorenen Kampf gegen den Dunklen, der nun endgültig die Macht über Ravka an sich gerissen hat. In den Höhlen hat sich ein Kult versammelt, der Alina als Sonnenheilige verehrt – doch dort kann sie ihre Kräfte nicht anrufen. Gemeinsam mit Maljen macht sie sich auf die Suche nach dem legendären Feuer vogel, um mithilfe seiner uralten Magie dem Dunklen ein letztes Mal entgegenzutreten. Doch was der Feuervogel fordert, könnte alles zerstören, wofür Alina kämpft …

Meine Gedanken und Meinung:
Wie auch beim zweiten Band hatte ich große Hoffnungen an diesen Teil, ich will wirklich verstehen, warum so viele diese Trilogie so mögen. Deshalb und weil ich neugierig auf das Ende war, wollte ich einfach wissen wie es mit Alina, Mal und dem Dunklen zu Ende geht. Aber leider konnte mich das Ende einfach nicht mitreißen, es hat mich einfach nicht überzeugt. Die erste Hälfte des Buches passiert, für meinen Geschmack und für das Finale einfach zu wenig. Erst sitzen die Figuren in einer unterirdischen Höhle fest und dann in einer Berghöhle. Es gibt nur wenige Szenen, die für Spannung sorgen oder uns mit neuen Informationen versorgen. Teilweise hatte ich auch das Gefühl, dass die Figuren ein bisschen dumm sind (ich finde, gerade einfach kein netteres Wort dafür). Oder sie müssen von irgendjemandem gerettet werden. Hätte sie nicht so verdammtes Glück, wären sie schon lange zum Dunklen gebracht haben. Das bringt mich zum Positiven am Buch und auf seltsame Weise auch zum Negativen des Buches. Es spricht in meinen Augen nicht besonders für die Protagonisten, wenn der Leser auf der Seite des Antagonisten steht und am liebsten nur Szenen mit ihm hätte. Darin müssen nicht mal die eigentlichen Protagonisten vorkommen. Das Verhältnis zwischen ihnen und mir wird auch immer schlechter. Ich kann sie nicht verstehen, habe jegliche Sympathie für sie verloren. Mal mochte ich ja nie besonders, das wird sich auch nicht mehr ändern. Nikolai, den ich im letzten Band sehr sympathisch fand, verliert auch hier ein wenig davon, leider kann ich nicht genau sagen an welcher Stelle. Es ist mehr ein Prozess über die Dauer der Zeit. In der zweiten Hälfte passiert dann endlich mehr. Endlich gehen sie auf die Suche nach dem dritten Kräftemehrer. Was sich dann als absolut unnötig herausstellt. Und darauf habe ich so lange gewartet und so viele Hoffnung darauf gesetzt. Aber gut, dann hatten sie halt einen netten Campingausflug. So langsam steuert dann auch die gesamte Handlung auf das große Finale hinzu. Leider auch eine Enttäuschung, zumindest für mich. Den Plan, den sie aushecken, sie direkt zum Scheitern verdammt, das hätte ich den Protagonisten auch sagen können, als sie ihn sich besprochen haben, aber gut. Das mit dem dumm hatte ich ja schon angesprochen. Und jetzt zu dem, was mich am meisten stört und was mich richtig aufgeregt hat. Die meisten von euch wird das jetzt schocken und es werden wahrscheinlich nicht verstehen. Hier kommt es: Meiner Meinung nach hätten Alina und Mal beim Kampf gegen den Dunklen sterben sollen. Damit hätte ich mich versöhnen können. Das klassische Ende, wie es im Buch beschrieben wird, ist für mich genauso stereotyp wie die gesamte Trilogie. Ein schockierendes Ende wäre da genau das richtige.
Ich werde einfach nicht warm mit der Reihe. Nein, so stimmt das nicht, ich werde nicht mit den Protagonisten warm und der zu stereotypen Handlung. Die Welt mag ich wirklich, ich mag den Dunklen, ein Buch über ihn würde mir gefallen. Aber mit Alina und Mal kann ich nichts anfangen. Ich gebe den lodernden Schwingen 2 von 5 Sternen. Einen für den Dunklen und einen für die Welt.

Kleiner Nachtrag: So sehr mich die Trilogie auch enttäuscht hat, so wenig lässt mich Ravaka und die Grishas los. Seit einiger Zeit ringe ich mit mir, ob ich die beiden Dilogien lesen möchte. Eigentlich möchte ich es, aber ich will auch nicht wieder so bitterenttäuscht werden. Denn wie auch bei dieser Trilogie werden die Dilogien gelobt und von vielen gehypt. Mal sehen, was die Zukunft bringt. Ich halte euch auf dem Laufenden.

GrishaVerse Eisige Wellen

EISIGE WELLEN

LEGENDE DER GRISHA TEIL 2
Von Leigh Bardugo

Ist der zweite Teil der Legende der Grisha bzw. GrishaVerse Trilogie. Es gibt hier zwei verschiedene Versionen, die eine ist schon 2013 beim Carlsen-Verlag erschienen und eine zweite Version (diese habe ich), die beim Knaur-Verlag am 01.04.2020 erschienen ist. Leider weiß ich nicht, ob die Version des Carlsen-Verlags noch erhältlich ist. Ich denke aber nicht, dass sich der Inhalt unterscheidet. Eisige Wellen hat 448 Seiten und kostet als Taschenbuch 12,99 € und als eBook 9,99 €. Die Angaben beziehen sich auf den Knaur-Verlag.

Inhaltsangabe:
Nach ihrem furchtbaren Kampf gegen den Dunklen, den ältesten und mächtigsten der Grisha, mussten Alina und Mal aus Ravka fliehen. Doch selbst jenseits der Wahren See sind sie nicht sicher: Der Dunkle hat überlebt und ist entschlossener denn je, sich Alinas besondere Kräfte zunutze zu machen. Denn nur mithilfe ihrer Magie kann es ihm gelingen, den Thron von Ravka an sich zu reißen.
In die Enge getrieben, bittet Alina schließlich den berüchtigten Freibeuter Stormhond um Hilfe und macht sich auf, die Armee der Grisha anzuführen.

Meine Meinung und Gedanken:
Wer meine Rezension zum ersten Teil noch nicht gelesen hat, sollte das auf jeden Fall noch machen.
Da jetzt alle mit meiner Meinung zum ersten Teil vertraut sind, können wir ja jetzt über den zweiten Teil sprechen. Und da muss ich direkt am Anfang sagen, dass sich meine Meinung zu der Reihe nicht wirklich gebessert hat. Der Roman hat einige Lichtblicke, auch der anderen Seite aber auch viele negative Punkte. Fangen wir auch direkt mit dem Negativen an, damit ich mir das von der Seele schreiben kann. Das was mich, nachdem ich den Teil komplett gelesen habe, am meisten gestört hat, ist tatsächlich die Handlung, die uns im Gesamten nicht weiterbringt. In meinen Augen endet der zweite Teil in seinen Grundzügen genau wie der erste Teil und in der Zwischenzeit passiert auch nicht wirklich viel. Die spannenden oder einprägsamen Szenen lassen sich bei diesem Buch an einer Hand abzählen. Bei einer Dicke von knapp 450 Seiten bedauerlich. Auch die Konstellation der Figuren und die Hauptfiguren im Allgemeinen habe mich auch hier nicht richtig überzeugen können. Meine Lieblingsszenen beinhalten allesamt den Dunklen. Können wir noch kurz darüber reden, dass der Hauptbösewicht der Reihe „der Dunkle“ genannt wird und ständig schwarz trägt. Das ist in meinen Augen die Höhe der Stereotypen und ich musste wirklich sehr oft die Augen dabei verdrehen. Das sage ich als Person, deren Kleiderschrank zu 90% aus schwarzen Klamotten besteht. Vom Dunklen hätte ich gerne noch mehr gelesen, doch er wird hier zur Nebenfigur und dem absolut Bösen und Verrücktem degradiert, der keine wirkliche Motivation mehr hat. Die Szenen zwischen ihm und Alina waren für mich Lichtblicke. Auch wenn ich persönlich Alina nur so semi gut finde. Sie tritt in diesem Band auf der Stelle und die neu eingeführten Charaktere neben ihr sind um einiges spannender. Eine weitere Figur, mit der ich nichts anfangen kann, ist Mal. Mit ihm wurde ich nie richtig warm und die Beziehung zwischen Alina und Mal fand ich sehr erzwungen. Aber erstmal genug vom Negativen noch schnell etwas Positives. Die neu eingeführte Person Sturmhond und dessen Mannschaft sind wirklich gut gelungen und ich finde sie mittlerweile besser als die eigentlichen Hauptpersonen. Das zweite Positive an dem Buch, ist die Welt, in der die Geschichte spielt. Mit ihrer Gesellschaft und dem Geflecht der verschiedenen Länder und Kulturen finde ich wirklich schön und ich kann mich darin verlieren, leider stören die Figuren und die Handlung das Bild etwas.

Mein Fazit fällt leider sehr gemischt aus, rückblickend finde ich den zweiten Teil von der Handlung her schlechter als den ersten Teil. Die neuen Figuren können aber einen zusätzlichen Stern ergattern, wodurch die Bewertung nicht ganz so schlecht ausfällt. Den Hype um die Reihe verstehe ich leider immer noch nicht. Ich vergebe 2,5 von 5 Sternen.

Kleiner Zusatz, ich habe zuhause bereits den dritten Teil, den werde ich wahrscheinlich auch lesen. Vielleicht kann ich danach den Hype verstehen und meine Sicht auf die Trilogie ändert sich noch.

GrishaVerse Goldene Flammen

GOLDENE FLAMMEN

LEGENDE DER GRISHA TEIL 1

von Leigh Bardugo

Ein paar allgemeine Infos:

Goldene Flammen ist der erste Band der „Legenden der Grisha“-Trilogie. Dieses Buch ist nicht das Erste, welches uns in die Welt der Grisha entführt. Allerdings ist es nicht nötig, vorher irgendetwas von der fantastischen Welt zu wissen. Das Buch ist erstmals am 02.03.2020 in deutscher Sprach erschienen. Verlegt wird es vom Knaur-Verlag, das Taschenbuch hat 352 Seiten und kostet 12,99 Euro.

Klappentext:

Alina ist eine einfache Kartografin in der Ersten Armee des Zaren von Ravka. Jemand, der entbehrlich ist – ganz anders als ihr Kindheitsfreund Maljen, der erfolgreiche Fährtenleser und Frauenschwarm. Auf keinen Fall soll Maljen merken, dass Alina in ihn verliebt ist! Doch als sie ihm auf unerklärliche Weise das Leben rettet, zeigt sich, dass Alina über besondere Kräfte verfügt. Man schickt sie ins Trainingslager der Grisha, der magischen und militärischen Elite Ravkas. Dort nimmt sich besonders einer Alinas an: Der Dunkle, ältester und mächtigster der Grisha …

Kurze Vorgeschichte, wie ich zu dem Buch kam und meine Erwartungshaltung dazu:

Das erste Mal gesehen hatte ich das Cover auf Instagram bei einer Buchbloggerin, an die ich mich nicht mehr erinnern kann und nach und nach tauchte es immer öfter in meinen Feed auf. Da ist es nicht verwunderlich, dass, als ich das nächste Mal in meiner Lieblingsbuchhandlung war, gar nicht anders konnte, als einen genaueren Blick auf dieses Buch zu werfen. Da ich mit Instagram Empfehlungen bisher keine wirklich schlechten Erfahrungen gemacht hatte und sich der Klappentext viel versprechend anhörte, nahm ich es einfach mit. Ich habe mich wirklich gefreut, in die Welt von Ravka einzutauchen. Den Schreibstil der Autorin kannte ich schon, von ihr steht „Das neunte Haus“ in meinem Regal, das finde ich wirklich große Klasse. Dementsprechend hohe Erwartungen hatte ich an meinen Neuzugang. Aber dazu später mehr, jetzt tauchen wir erstmal in meine Gedanken während der ersten Kapitel ein…

Meine Meinung: (Achtung, enthält Spoiler)

Die ersten Kapitel fand ich wirklich wunderbar, ich habe sie regelrecht verschlungen, das Lesen war eine wahre Freude. Das Worldbuilding, die anschaulichen Erklärungen über diese Welt voller Magie, die doch so realistisch schien, mit ihrem Dreck, den unterschiedlichen Lebensweisen und der großen dunklen Bedrohung. Mittendrin unser Hauptcharakter, eine junge Frau, die sich noch nicht richtig gefunden hat, verliebt in den besten Freund, der sie einfach nicht so wahrnimmt, wie sie ihn. Das fand ich wirklich typisch und eine wenig zu klischeehaft, aber das muss ja nichts Schlechtes sein. Also ging die Reise weiter, Alina hat magische Kräfte, große Überraschung und kommt zum Obergrisha (er heißt nicht wirklich so, aber ich finde es passend). Der findet sie natürlich super interessant und nicht nur, weil sie leuchtende Hände hat (die haben mich auch in einem anderen Zusammenhang aufgeregt, aber mehr dazu in einem Gedankenartikel zu „Die Erben der Nacht“). Sie wird also zu den Grisha gebracht und soll dort ausgebildet werden. Aber natürlich ist sie furchtbar schlecht, hat keinen richtigen Anschluss und freundet sich mit einem anderen Außenseiter an. Noch mehr Klischees und typisches, was so in fast jeden zweiten Fantasy Buch vorkommt. Aber gut, die Handlung war ja trotz der ganzen Stereotypen interessant, ich hatte einige Fragen, die auf eine Antwort warteten. Wer ist Alinas Lehrerin? Ist der Obergrisha (eigentlich heißt er der Dunkle) wirklich so, wie er sich gibt? Und weitere, die ich vergessen habe, weil der Rest des Buches mich dann doch aufgeregt hat. Es stellt sich dann heraus, dass der Dunkle böse ist und Alinas Macht für teuflisches missbrauchen möchte (wer hätte bei diesem Namen und den Fähigkeiten auch etwas anders ahnen können, also ich eigentlich ich, weil ich die Hoffnung hatte, das nur weil jemand nicht strahlendhelle Kräfte hat böse ist, sondern, dass auch er Gutes im Sinn hat. Es wäre ein schönes Spiel mit den Erwartungen der Leser gewesen.) Die Lehrerin ist seine Mutter und wusste von Anfang hat, was er vorhat, sagt das aber niemand, weil Gründe. Natürlich kommt der Typ vom Anfang, den Alina so toll findet und rettet sie. Dann fliehen sie und irgendwann gibt es noch einen kleinen Kampf. Das ist so ziemlich alles, was bei mir hängen geblieben ist.

Personenkonstellationen, die ich schon unzähligen Male in anderen Büchern hatte.

Eine typische Heldenreise.

Für mich, teilweise unlogische Handlungen, viel Klischee und Stereotypen.

Ich bin nicht begeistert von dem Buch (im Gegensatz zu vielen Instagram Bloggern)

Ich weiß, ehrlich gesagt noch nicht, ob ich mir die beiden anderen Teile lesen werden. Wobei es mich schon interessieren würde, ob die auch so 08/15 weitergehen. Außerdem ist es immer schön eine vollständige Trilogie im Regal stehen zu haben.

Zum Schluss noch etwas Positives, man kann das Buch wirklich sehr gut an einem Wochenende durchlesen und es ist auch in seiner einfachen Art und keinen großen Wendungen unterhaltsam.

3 von 5 Sternen

Das neunte Haus

DAS NEUNTE HAUS

Das neunte Haus wurde von Leigh Bardugo geschrieben, das ist eine amerikanische Schriftstellerin, die zuvor schon einige Romane veröffentlicht hat. Der Roman erschien auf Deutsch am 03.02.2020 im Knaur Verlag und hat 528 Seiten. Im englischen Original wurde er schon am 08.10.2019 unter dem Titel „Ninth House“ veröffentlicht.

Hier eine kurze Zusammenfassung des Inhalts:

Mors vincit omnia – der Tod besiegt alles; der Wahlspruch von Haus Lethe

Acht mächtige Studenten-Verbindungen beherrschen nicht nur den Campus der Elite-Universität Yale, sondern nehmen seit Generationen Einfluss auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der USA – das neunte Haus jedoch überwacht die Einhaltung der Regeln. Denn die Macht der Verbindungen beruht auf uralter, dunkler Magie: So können die Mitglieder der »Skull & Bones« die Börsenkurse aus den Eingeweiden lebender Opfer vorhersagen, während Haus Aurelian durch Blutmagie Einfluss auf das geschriebene Wort nehmen kann – ebenso hilfreich für Juristen wie für Bestseller-Autoren. Als auf dem Campus von Yale eine Studentin brutal ermordet wird, sind die Fähigkeiten der Außenseiterin Alex Stern gefragt, die eben erst vom neunten Haus rekrutiert wurde: Nur Alex ist es auch ohne den Einsatz gefährlicher Magie möglich, die Geister der Toten zu sehen. Um eine Verschwörung aufzudecken, die weit über 100 Jahre zurückreicht, muss Alex ihre Fähigkeiten bis aufs Äußerste ausreizen.

Meine Gedanken zu dem Roman:

Hört sich super an und ich wollte das Buch direkt lesen. Allerdings machte mich etwas stutzig. Auf der Rückseite des Romans ist ein Zitat von Stephen King: „Der beste Fantasy-Roman, den ich seit Jahren gelesen habe.“ Das hat bei mir die Erwartungen extrem nach oben getrieben. Wenn ich schon so etwas lese, habe ich entweder keine Lust mehr ein Buch zu lesen oder wenn ich es doch möchte, dann muss das Buch echt richtig, richtig gut sein, um mich zu überzeugen. Und eins kann ich vorwegnehmen, der Roman ist echt gut. Doch alles von Anfang an, denn als ich begann das Buch zu lesen, war meine Meinung noch eine andere. Den Beginn, also in etwa die ersten hundert Seiten, hab ich mich etwas gequält. Ich hab nur die Hälfte von dem verstanden was ich gelesen haben. Vielleicht wollte ich auch aus Prinzip, dass der Roman nicht so gut ist, wie das Cover es verspricht. Aber ich wollte dann doch wissen was sowohl in der Vergangenheit passiert ist als auch was in der Zukunft passieren wird. Wir lernen zusammen Alex Stern kennen, die eigentlich Galaxy heißt, was mich am Anfang ein wenig verwirrt hat. Aufgrund ihrer außergewöhnlichen Fähigkeiten hat sie ein Stipendium für die Yale Universität bekommen und versucht nun mit ihrer neuen Situation und der Umgebung, die mich genauso orientierungslos zurück gelassen hat wie Alex. Sie ist in der Lage Tote zu sehen, ohne zusätzliche magische Mittel, das macht sie besonders. Sie wird der neue Dante des neunten Hauses von Lethe, das Haus, welches die anderen überwacht. Zu Beginn ist sie sich noch unsicher, ob sie dieser Aufgabe gewachsen ist. Doch Alex ist nicht allein, sie hat ihren Vergil, ja wie Dantes Führer in der göttlichen Komödie. Alexs´ Vergil heißt Darlington, eigentlich Daniel Arlington, was mich auch bisschen verwirrt hat. Wieso braucht jeder einen zusätzlichen Namen oder eine Abkürzung, da verliert man doch irgendwann den Überblick. Jedenfalls ist er genau wie Alex Student in Yale. Die beiden haben eine Gemeinsamkeit, die Vergangenheit von beiden ist für den Leser erst einmal ziemlich im Nebel. Je mehr wir als Leser von dem Roman lesen umso ein besseres Bild wird von den beiden offenbart. Doch dazu komme ich später im Spoilerteil. Das sind die beiden Figuren, die mit den größten Teil haben, doch es gibt noch mehr Personen, die eine wichtige Rolle spielen. Zum Beispiel Pamela Dawes, die der Oculus des Hauses Lethe ist. Schon wieder so ein zusätzlicher Name, für alle die nichts mit den Verbindungen zu tun haben, sie ist eine Forschungsassistentin und ersucht gerade ihre Doktorarbeit zu schreiben. Zu Beginn ist das Verhältnis zwischen ihr und Alex schwer wird aber besser, Dawes und Darlington haben schon zu Beginn ein gutes Verhältnis, die beiden kennen sich aber auch schon länger, schließlich war Darlington vor Alex der Dante von Lethe. Eine andere Person ist der Centurion, die Verbindungsperson zwischen der Polizei und den Verbindungen, er wird wichtig, als auf dem Universitätsgelände eine junge Frau tot aufgefunden wird. Er heißt auch nicht Centurion, das ist nur seine Position, sondern Abel Turner und als er und Alex sich begegnen sind die beiden definitiv keine Freunde. Doch beide haben ein Ziel, den Mord aufklären. Es kommen noch mehr Figuren vor, die eine Rollen spielen wie der Dekan Sandow oder die Professorin Belbam. Die hier nicht näher beleuchtet werden sollen.

Schreibstil und Erzählstrukutr:

Der Roman beginnt mit einem Prolog. Dieser hat mich etwas verwirrt, ich hatte das Gefühl, nicht den Anfang des Romans zu lesen, sondern einen Teil aus dem vielleicht letzten Drittel, also schon mal ein, für mich, nicht besonders guter Anfang. Ich mag nämlich Struktur, das ist mir wichtig und hilft mir den Überblick zu behalten. Zudem ist es einfacher hinterher etwas zum Buch zu schreiben. Wie schon oben gesagt, die ersten hundert Seiten des Buches war ich nicht besonders angetan davon. Es gab mir zu viele Dinge, die einfach so ohne Erklärung gesagt wurden. Außerdem war mir die Erzählstruktur zu durcheinander, zu sprunghaft. Es ist nämlich so, dass ein Kapitel in der Gegenwart erzählt wird und das nächste Kapitel wird in der Vergangenheit erzählt. Eigentlich ein ganz einfaches System, doch zu Beginn konnte ich mich persönlich nicht damit anfreunden. Doch je weiter ich in die Welt der Verbindungen von Yale eintauchte, umso mehr freundete ich mich mit der Struktur der Erzählung an. In jedem Kapitel aus der Gegenwart wurde etwas Neues enthüllt und mit jedem Kapitel aus der Vergangenheit wurde auf einen Aspekt Licht geworfen. Denn es ist nicht alles so wie es schient und nicht alle sind wirklich so, wie sie sich geben. An dieser Stelle möchte ich nichts verraten, deswegen werde ich hier keine Namen oder Situationen nennen. Was mir gut gefallen hat ist, dass viele Details beschrieben werden, die durch den super klaren Schreibstill einem vor Augen geführt werden. Soweit zum Haupterzählstrang, zu den kleineren Strängen möchte ich mich hier nicht äußern, nur so viel, sie machen die ganzen Geschichten noch runder und interessanter.

Fazit:

Wer sich nicht von der ersten Verwirrung und einigen Unklarheiten aufhalten lässt, wird mit diesem Buch wirklich viel Spaß haben. Der klare Schreibstil ist wirklich gut zu lesen, auch der Satzbau ist einfach und verständlich. Steve King hat mich nicht enttäuscht, das ist wirklich eines der besten Fantasy-Büchern, dass ich seit längerem gelesen habe. Die Charaktere sind super realistisch und echt und wirklich menschlich, mit allen Höhen und allen Abgründen, geschrieben. Ich habe mit ihnen gelacht und mich gefürchtet, Freude und Leid mit ihnen geteilt. Für mich haben sich diese fiktionalen Figuren wie richtige Menschen angefühlt.

Zum Schluss noch ein paar Gedanken, die mit Spoiler verbunden sind – ihr seid gewarnt:

Meine Güte was war das für ein Ende. Ich war total geflasht. Alex kann Graue in sich hineinziehen und ihre Kraft nutzen und fühlt was sie fühlen, was für eine Wendung, damit hätte ich nicht gerechnet. Aber es ist eine super Wendung. Auch wie ein Mord, der sich vor über hundert Jahren ereignet hat und seine Spuren bis in die Gegenwart zieht ist einfach grandios. Das die nette Professorin Belbam am Ende doch nicht so nett ist und sogar Graue sehen kann, genau wie Alex, kam ebenfalls unerwartet. Genauso wie die Entdeckung warum an manchen Orten, Verbindungen Magie wirken können und an anderen nicht und wie diese zustande gekommen sind. Ich war ziemlich überrascht davon. Es ist nämlich so, dass jemand wie Belbam oder Alex / Galaxy eine Seele in sich ziehen können und somit die Lebensenergie in sich aufnehmen, ihre eigene Lebensspanne verlängert sich damit. Ich freu mich jetzt schon auf den zweiten Teil, an dem es wie es den Anschein hat, in die Hölle gehen, um Darlington zu befreien, der dort gefangen gehalten wird. Das hört sich für mich ziemlich cool an, ein Ausflug in die Hölle.