LODERNDE SCHWINGEN

TEIL 3 DES GRISHAVERSE
Von Leigh Bardugo

Hierbei handelt es sich um das Finale der Legende der Grisha- Reihe oder wie viele von euch es kennen werden, das GrishaVerse. Wie auch bei den vorherigen Teilen gibt es verschiedene Ausgaben, mit verschiedenen Covern von unterschiedlichen Verlagen, mit dem gleichen Inhalt. Meine Version ist vom Knaur-Verlag und ist am 04.05.2020. Die Version des Carlsen-Verlags gibt es schon wesentlich länger. Das Buch hat 432 Seiten und ist als Taschenbuch für 12,99 Euro oder als eBook für 9,99 Euro erhältlich.

Inhaltsangabe:
Tief unter der Erde erholt sich Alina von ihrem verlorenen Kampf gegen den Dunklen, der nun endgültig die Macht über Ravka an sich gerissen hat. In den Höhlen hat sich ein Kult versammelt, der Alina als Sonnenheilige verehrt – doch dort kann sie ihre Kräfte nicht anrufen. Gemeinsam mit Maljen macht sie sich auf die Suche nach dem legendären Feuer vogel, um mithilfe seiner uralten Magie dem Dunklen ein letztes Mal entgegenzutreten. Doch was der Feuervogel fordert, könnte alles zerstören, wofür Alina kämpft …

Meine Gedanken und Meinung:
Wie auch beim zweiten Band hatte ich große Hoffnungen an diesen Teil, ich will wirklich verstehen, warum so viele diese Trilogie so mögen. Deshalb und weil ich neugierig auf das Ende war, wollte ich einfach wissen wie es mit Alina, Mal und dem Dunklen zu Ende geht. Aber leider konnte mich das Ende einfach nicht mitreißen, es hat mich einfach nicht überzeugt. Die erste Hälfte des Buches passiert, für meinen Geschmack und für das Finale einfach zu wenig. Erst sitzen die Figuren in einer unterirdischen Höhle fest und dann in einer Berghöhle. Es gibt nur wenige Szenen, die für Spannung sorgen oder uns mit neuen Informationen versorgen. Teilweise hatte ich auch das Gefühl, dass die Figuren ein bisschen dumm sind (ich finde, gerade einfach kein netteres Wort dafür). Oder sie müssen von irgendjemandem gerettet werden. Hätte sie nicht so verdammtes Glück, wären sie schon lange zum Dunklen gebracht haben. Das bringt mich zum Positiven am Buch und auf seltsame Weise auch zum Negativen des Buches. Es spricht in meinen Augen nicht besonders für die Protagonisten, wenn der Leser auf der Seite des Antagonisten steht und am liebsten nur Szenen mit ihm hätte. Darin müssen nicht mal die eigentlichen Protagonisten vorkommen. Das Verhältnis zwischen ihnen und mir wird auch immer schlechter. Ich kann sie nicht verstehen, habe jegliche Sympathie für sie verloren. Mal mochte ich ja nie besonders, das wird sich auch nicht mehr ändern. Nikolai, den ich im letzten Band sehr sympathisch fand, verliert auch hier ein wenig davon, leider kann ich nicht genau sagen an welcher Stelle. Es ist mehr ein Prozess über die Dauer der Zeit. In der zweiten Hälfte passiert dann endlich mehr. Endlich gehen sie auf die Suche nach dem dritten Kräftemehrer. Was sich dann als absolut unnötig herausstellt. Und darauf habe ich so lange gewartet und so viele Hoffnung darauf gesetzt. Aber gut, dann hatten sie halt einen netten Campingausflug. So langsam steuert dann auch die gesamte Handlung auf das große Finale hinzu. Leider auch eine Enttäuschung, zumindest für mich. Den Plan, den sie aushecken, sie direkt zum Scheitern verdammt, das hätte ich den Protagonisten auch sagen können, als sie ihn sich besprochen haben, aber gut. Das mit dem dumm hatte ich ja schon angesprochen. Und jetzt zu dem, was mich am meisten stört und was mich richtig aufgeregt hat. Die meisten von euch wird das jetzt schocken und es werden wahrscheinlich nicht verstehen. Hier kommt es: Meiner Meinung nach hätten Alina und Mal beim Kampf gegen den Dunklen sterben sollen. Damit hätte ich mich versöhnen können. Das klassische Ende, wie es im Buch beschrieben wird, ist für mich genauso stereotyp wie die gesamte Trilogie. Ein schockierendes Ende wäre da genau das richtige.
Ich werde einfach nicht warm mit der Reihe. Nein, so stimmt das nicht, ich werde nicht mit den Protagonisten warm und der zu stereotypen Handlung. Die Welt mag ich wirklich, ich mag den Dunklen, ein Buch über ihn würde mir gefallen. Aber mit Alina und Mal kann ich nichts anfangen. Ich gebe den lodernden Schwingen 2 von 5 Sternen. Einen für den Dunklen und einen für die Welt.

Kleiner Nachtrag: So sehr mich die Trilogie auch enttäuscht hat, so wenig lässt mich Ravaka und die Grishas los. Seit einiger Zeit ringe ich mit mir, ob ich die beiden Dilogien lesen möchte. Eigentlich möchte ich es, aber ich will auch nicht wieder so bitterenttäuscht werden. Denn wie auch bei dieser Trilogie werden die Dilogien gelobt und von vielen gehypt. Mal sehen, was die Zukunft bringt. Ich halte euch auf dem Laufenden.