Die Flüsse von London - Peter Grant Reihe

DIE FLÜSSE VON LONDON

Die magischen Fälle des Peter Grant Band 1

VON BEN AARONOVITCH

Hierbei handelt es sich um eine bis jetzt 8 Bände der Hauptreihe, dazu kommen 2 Novellen und 6 Bände von Graphic Novels, allerdings ist hier ein weiterer in Vorbereitung. Der Autor der Reihe ist Ben Aaronovitch, ein britischer Schriftsteller, der mit dieser Reihe bekannt geworden ist. Die deutsche Erstausgabe erschien am 01. Januar 2012. Das Taschenbuch umfasst 480 Seiten und kostet 10,95 Euro. Das eBook ist etwas günstiger und kostet 8,99 Euro. Die gesamte Reihe erschien im dtv-Verlag.

Inhaltsangabe:
»Mein Name ist Peter Grant. Ich bin seit Neuestem Police Constable und Zauberlehrling, der erste seit fünfzig Jahren. Mein Leben ist dadurch um einiges komplizierter geworden. Jetzt muss ich mich mit einem Nest von Vampiren in Purley herumschlagen, einen Waffenstillstand zwischen Themsegott und Themsegöttin herbeiführen, Leichen in Covent Garden ausgraben. Ziemlich anstrengend, kann ich Ihnen sagen – und der Papierkram!«
Peter Grant ist Police Constable in London mit einer ausgeprägten Begabung fürs Magische. Was seinen Vorgesetzten nicht entgeht. Auftritt Thomas Nightingale, Polizeiinspektor und außerdem der letzte Zauberer Englands. Er wird Peter in den Grundlagen der Magie ausbilden. Ein Mord in Covent Garden führt den frischgebackenen Zauberlehrling Peter auf die Spur eines Schauspielers, der vor 200 Jahren an dieser Stelle den Tod fand.

Meine Gedanken und Meinung:
Vorweg es ist schon eine Weile, dass ich das Buch gelesen habe. Wobei es richtiger wäre, zu sagen gehört habe. Da ich die Hörspielversion auf audible gehört habe. Da es sich um die ungekürzte Version handelt, bin ich in den vollen Genuss des Buches gekommen. Außerdem ist noch zu erwähnen, dass ich vor Jahren, ich schätze ca. 5 -7, das Buch lesen wollte, allerdings nach der Hälfte abgebrochen habe. Das Hörbuch hat mir in diesem Sinne geholfen, das Buch für mich neu zu entdecken. Bis zu dem Zeitpunkt, in dem ich das hier schreibe, habe ich die ersten 3 Fälle auf audible gehört. Den Vierten habe ich noch vor mir, danach werde ich wohl auf die Bücher umschwenken. Da es, bis jetzt, noch keine weiteren Teile als Hörspieledition verfügbar sind. Wer ebenfalls Interesse an den Hörspielen hat, sollte unbedingt die Hörspiele hören, diese sind ungekürzt und durch die Sprecher mangelt es ihnen nicht an Charme.
Nun zu den Figuren, Peter Grant ist neu bei der Polizei und erhält nicht die Stelle, auf die er gehofft hatte. Stattdessen wird er zum neuen Zauberlehrling Londons. Klingt skurril, ist es auch. Die Hauptfigur strotzt nur so vor Charme, Neugier und interessanten Fakten zur Londoner Architektur. Ebenso eigen, wie er ist, sind auch die restlichen Figuren, allen voran, der letzte Zauberer Londons, Thomas Nightingale. Mit seiner ruhigen Art und seinem Wissen ist er der ideale Lehrmeister. Ich mag ihn und seinen klassischen Gentlemancharakter sehr gerne. Ich möchte die restlichen Figuren nicht vernachlässigen, allerdings auch nicht jeden explizit erwähnen. Es lässt sich allerdings nur Gutes über sie sagen. Mir sind sie sympathisch und ich habe sie ein stückweit ins Herz geschlossen.
Weiter mit dem Inhalt. Der Fall ist spannend, hat einige, für mich unvorhergesehene Wendung. Bringt aber trotzdem, die Ernsthaftigkeit mit einer ordentlichen Portion Sarkasmus, Ironie und Humor rüber.

Ich vergebe, insgesamt 4 von 5 Sternen. Die Reihe kann ich nur an Fantasy-Krimi-Fans empfehlen.

DAS GESTÄNDNIS DES MONSIEUR MAVAILLIER

Von H. D. Grochowski

*REZENSIONSEXEMPLAR*

Ist ein etwas anderer Kriminalroman, bei dem nicht erst der Mörder gefunden werden muss, sondern bei dem der Mörder seine Taten gesteht. Das Buch ist als eBook und Taschenbuch erhältlich. Das Buch hat 248 Seiten, als elektronische Ausgabe und als Papierform 528 Seiten. Es ist beim Traum3- Verlag erschienen. Der Roman erschien am 08.01.2020 und wird ab einem Alter von 18 Jahren empfohlen.

Inhaltsangabe:
Der Name eines Herrn Mavaillier ist den Zollbeamten im schweizerischen Chancy zweifelsohne bekannt, als diese ihn an der Grenze empfangen. Schließlich hat die ganze Welt bereits von dem berühmten Maler und seinen außergewöhnlichen Kunstwerken gehört. Als jedoch eben jener Mann, der Michelangelo seiner Zeit, urplötzlich in Tränen ausbricht, wissen sich die Beamten nicht zu helfen. Mavaillier gesteht – er gesteht, welche Opfer er gebracht hat, unter welchen übermenschlichen Anstrengungen er gelitten hat, welche niederträchtigen Tyrannen er bezwingen musste, und wer Opfer der Verbrechen seinerseits wurde, um unendlichen Reichtum und ewigen Ruhm zu erlangen.
Die Offenbarung eines Mannes zwischen Genie und Wahnsinn.

Meine Meinung und Gedanken:
Für mich war das Buch ein Ausflug in eher unbekannte Gefilde, ich habe es im Normalfall nicht so sehr mit Krimiroman, zumindest nicht ohne einen großen Fantasyanteil. Aber man muss auch mal aus seiner Komfortzone ausbrechen. Ich jedenfalls für meinen Teil bereue es nicht. Zurück zum Buch. Beginnen wir mit dem, auf das ich mich am meisten einstellen musste: der Schreibstil. Er ist passend zur viktorianischen Zeit, in der die Handlung spielt. Mich hat es an „Stolz und Vorurteil“ erinnert. Da ich das Buch sehr gerne mag, hatte ich kein Problem damit. Wer allerdings mit ausgeschmückter Sprache und hochgestochenen Dialogen nichts anfangen kann, sollte die Finger hiervon lassen. Ansonsten habe ich zum Schreibstil nicht mehr viel zu sagen, er ist flüssig und wirklich gut zu lesen. Man kann sich jede Situation gut bildlich vorstellen. Weiter zu dem Setting und der Handlung. Zum Setting kann ich nicht besonders viel sagen. Ich kenne mich mit dem viktorianischen England nicht besonders gut aus, doch ich hatte den Eindruck, dass es nicht an Authentizität fehlt und, zum Beispiel, die gesellschaftliche Hierarchie sehr akkurat wiedergeben wurde. Viel mehr kann ich dazu nicht sagen. Deshalb weiter zu der Handlung. Zu Beginn habe ich nicht wirklich viel erwartet, ich hatte keine richtige Vorstellung, von dem, was ich erwarten sollte. Meines Erachtens nach braucht die Handlung ein wenig Zeit, um sich in ihrer ganzen Pracht zu entfalten, danach wird es aber wirklich gut und die Handlung hat mich in ihren Bann gezogen. Gerade durch die Schilderung des Protagonisten, der natürlich komplett aus seiner Sicht, erzählt. Wiedergegeben von einem Zollbeamten. Die Geschichte erhält so noch eine äußere Rahmenhandlung, das hat mir gut gefallen. Auch die Figuren, die geschildert werden sind interessant und haben ihren eigenen Charme, jedoch werden alle überschattet von der Hauptfigur. Sie ist charismatisch auf ihre Weise, aber auch sehr fokussiert auf sein Ziel, welches er mit allem Mitteln erreichen möchte. Man kann nie genau sagen, ob er ein Genie ist, oder ob doch ein wenig Wahnsinn in ihm haust.

Abschließend möchte ich sagen, dass mir das Buch überraschend gut gefallen hat und ich es Krimifans empfehlen kann, aber auch allen, die gerne historische Romane lesen. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Das eBook wurde mir als Rezensionsexemplar von Buch-Luchs PR (besteman.de) zur Verfügung gestellt.

Im Zeichen der Mohnblume - die Schamanin

IM ZEICHEN DER MOHNBLUME


DIE SCHAMANIN
von R. F. Kuang

Ist das Fantasydebüt der Autorin R. F. Kuang. Sie ist eine amerikanische Schriftstellerin, die chinesische Wurzeln hat. Ihr Debüt, im englischen „The Poppy War“ ist schon 2018 erschienen. In Deutschland erschien das Buch erst am 20. Januar 2020 beim blanvalet-Verlag. Die Übersetzerin ist Michaela Link. Das Paperback hat 672 Seiten und kostet 16,00 Euro.

Der Klappentext:
Rin ist ein einfaches Waisenmädchen, das im Süden des Kaiserreichs Nikan lebt. Ihre Adoptiveltern benutzen sie als billige Arbeitskraft, und um sie herum gibt es nur Armut, Drogensucht und Ödnis. Um diesem Leben zu entfliehen, setzt sie alles daran, um an der Eliteakademie von Sinegard aufgenommen zu werden. Doch auch dort wird Rin wegen ihrer Herkunft verspottet und ausgegrenzt. Da bricht ein Krieg gegen das Nachbarreich aus. Rin muss nun kämpfen und entdeckt dabei, dass ihre Welt nie so einfach war, wie sie geglaubt hatte – und dass sie zu viel mehr in der Lage ist, als sie selbst je für möglich gehalten hätte.

Meine Meinung und Gedanken:
Ich muss zugeben, am Anfang war ich ein wenig eingeschüchtert von dem Buch, nicht wegen des Inhaltes, sondern auf Grund der Dicke und des Umfangs. Schon lange habe ich kein Paperback mehr gelesen mit so vielen Seiten. Ein wenig Sorgen, dass sich die Handlung ewig in die Länge ziehen könnte, hatte ich schon, allerdings klang die Handlung so interessant, dass ich mich von dem Umfang nicht abhalten lassen wollte. Also habe ich mich an den Wälzer gewagt, und so viel schon mal vorweg, ich wurde nicht enttäuscht. Beginnen wir aber ganz am Anfang. Hier lernt der Leser erst einmal die Protagonistin, Fang Runin, die sich selbst nur Rin nennt kennen. Wir lernen nicht nur sie kennen, sondern gleich die Umstände in der sie lebt, arbeitet und aufgewachsen ist. Es sind einfache Verhältnisse und sie muss in der Pflegefamilie hart arbeiten. Gleich in diesen ersten Seiten bekommt man ein wirklich gutes Bild von ihr und ihrem Charakter. Mich hat sie überzeugt, sie hat nicht nur „gute“ Charaktereigenschaften, sondern auch den Leichtsinn und die Ungeduld der Jugend. Auch die anderen Charaktere, die entweder hier oder später eingeführt werden, sind nach demselben Schema aufgebaut, sie sind nicht einfach nur eins, sondern haben immer noch einen Gegensatz, etwas, das sie auf dem Boden hält und menschlich macht. Das ist der erste große Pluspunkt für den Roman, sehr gut ausgearbeitete Charaktere und Figuren.
Wenn wir schon bei Pluspunkten sind, machen wir doch an der Stelle gleich mit einem weiter. Dieser zieht sich über den gesamten Verlauf des Buches. Es geht um die ungeschönte Wahrheit, die vielen Details und die Tatsache, dass keine noch so unschönen Dinge ausgelassen werden. Ich gebe zu, an manchen Stellen ist es etwas viel und ich musste das Buch kurz zur Seite legen, aber es gehört nun mal alles dazu. In der Handlung geht es um Krieg und was der Mensch alles zu tun vermag in einem Krieg, wenn er sich für überlegen hält und seine Gegner nicht als Menschen anerkennt. Es geht viel um Einstellungen und in gewisserweise auch um Ideologien. Es ist manchmal anstrengend von dem ganzen Ausmaß davon zu lesen, allerdings wenn es diese Stellen nicht gäbe, würde das Buch sich unvollständig anfühlen. Es gehört dazu, es gehört in diese Welt, die unserer in so vielen Punkte ähnlich ist.
Dieser Punkt führt mich direkt weiter zum nächsten, die Welt, in welcher die Handlung spielt. Es ist eine erdachte Welt, angelehnt an das, wie ich es nennen würde, alte China. Es gibt eine klare Hierarchie, aus der es nur einen Ausweg gibt, eine Prüfung, bei der das gesamte Wissen der Nation abgefragt wird. Überraschenderweise dürfen daran auch die Mädchen teilnehmen, das hat mir gefallen, den sonst werden Frauen nur als Heiratsware gesehen, trotz der Tatsache, dass das Reich von einer Kaiserin regiert wird. Von der Kaiserin weiter zu der Magie in dieser Welt. Sie ist eher klein und subtil, manchmal auch gefährlich. Sie hat ganz eigene Regeln und sollte nur mit Bedacht eingesetzt werden. Dieser Ansatz fand ich von Beginn an faszinierend und es hat mein Interesse geweckt. Ich wollte mehr darüber erfahren.
Doch wo viel Licht ist, muss es auch Schatten geben, zwar nicht besonders viel in diesem Fall, doch ein klein wenig. Es gibt zwei Punkt, die mir während des Lesens sauer aufgestoßen sind. Zum einen, die etwas diffuse Zeitstruktur, hauptsächlich in Teil zwei, da ich hier Schwierigkeiten damit hatte zu erkennen, wie viel Zeit vergangen ist. Auch da in relativ wenig passiert und das über einen längeren Zeitraum. Zum anderen war mir im dritten Teil zeitweise nicht klar, wohin die Reise hinführt. Nur ein kleiner Punkt, doch auch ihn wollte ich hier anführen.
Nun zu meinem Fazit, nach dieser, zugegeben, langen Rezension. Mir hat dieses Buch wirklich gut gefallen, ich habe es schnell und ohne größere Pausen gelesen. Es war fesselnd und spannend. Die Figuren sind wirklich gut beschrieben, man kann sich mit ihnen identifizieren und ich habe stets mit ihnen mitgefiebert. Für mich, ein wirkliches Lesehighlight.

Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

Stadt der Finsternis 1 - Die Nacht der Magie

STADT DER FINSTERNIS

DIE NACHT DER MAGIE

VON ILONA ANDREWS

Ist der erste Teil einer elfteiligen Buchreihe. Der erste Teil ist bereits am 09.03.2009 erschienen. Der, bis jetzt, letzte Teil erschien erst letztes Jahr. Hinter dem Namen Ilona Andrews steht das Autorenpaar Ilona und Andrew Gordon. Die Reihe erschien beim LXY-Verlag und wird ab 16 Jahren empfohlen, wo ich nur zustimmen kann. Das Taschenbuch hat 304 Seiten, das eBook, welches ich gelesen habe, hat 231 Seiten. Übersetzt wurde der Roman von Jochen Schwarzer. Ich persönlich würde es dem Genre der Krimi-Action-Fantasy.

Hier die Inhaltsangabe:
Kate Daniels verdient ihr Geld damit, übersinnliche Phänomene zu bekämpfen. Bewaffnet mit ihrem Schwert „Slayer“ und ihren magischen Fähigkeiten macht sie auf den Straßen Atlantas Jagd auf Vampire und andere finstere Kreaturen. Ihr Leben nimmt jedoch eine unerwartete Wendung, als ihr Freund Greg ermordet wird. Bei der Suche nach dem Täter stößt Kate auf Ungereimtheiten: Neben Gregs Leiche wird ein geköpfter Vampir gefunden, und alles deutet darauf hin, dass bei der Tat nekromantische Magie im Spiel war. Hat womöglich der geheimnisvolle Curran, der Anführer der Gestaltwandler, etwas mit dem Ganzen zu tun?

Meine Meinung und Gedanken:
Was mir besonders an dieser Reihe gefällt, ist die bunte Mischung aus verschiedenen Genres. Es ist nicht nur dystopische Fantasy, sondern auch ein Krimi mit Action. Es werden Rätsel gelöst, ein Mörder gesucht und wir haben eine Hauptfigur, die an sich ein einziges Mysterium ist. Das hat mir wirklich gut gefallen, ich habe direkt Lust bekommen, die restlichen zehn Teile zu lesen. Ich hoffe nur, dass sie sich nicht zu sehr in die Länge ziehen und es auf Dauer immer das Gleiche wird. Das hatte ich schon bei einigen anderen Reihe; was sie mir dann auch etwas verdorben haben. Ein weiterer Punkt, der mir an der Reihe gefällt sind die Charaktere, angefangen mit der Protagonistin, Kate Daniels. Sie ist eine starke Figur, die trotzdem nicht unnahbar ist. Sie hat auch weiche, verletzliche Seiten, nicht zu vergessen, dass sie noch dieses mysteriöses an sich, man kennt sie zwar, aber man weiß nicht alles über sie. Ihre Vergangenheit liegt zum Großteil im Schatten. Die Mischung ist wirklich gutgelungen. Dann die ganzen liebevoll, mit kleinen Macken, erdachten Nebencharaktere. Diese sind entweder so verschroben, dass man sie einfach gernhaben muss oder so cool, dass man sie nur cool finden kann. Wieder macht es die ausgeglichene Mischung. Noch ein Punkt, der mir zugesagt hat, ist die Zurückhaltung mit den Liebesbeziehungen. Sie sind vorhanden, stehen aber nicht im Vordergrund. Leider finde ich den Band etwas kurz, mehr wäre in diesem Fall wirklich mehr, im Sinne von besser.
Zusammenfassend mag ich den ersten Teil der Reihe sehr, ich freue mich auf den nächsten Teil.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.