MEIN BUCHJAHR 2020, DIE BESTEN BÜCHER, DIE ICH DIESES JAHR GELESEN HABE

Ein turbulentes Jahr geht zu Ende. Zu Beginn des Jahres habe ich etwas getan, was ich noch nie zuvor gemacht habe. Ich habe mir zum einen ein Leseziel gesetzt, ganze 70 Bücher wollte ich lesen. Zum Anderen habe ich mir vorgenommen, in eine mir bis dato unbekannte Welt einzutauchen; in die Welt der Mangas. Kleiner Spoiler vorab, beide Ziele habe ich erreicht.
Heute ist der 30.12.2020 und ich habe noch ein Buch, welches ich in diesem Jahr noch beenden möchte. Wenn ich das geschafft habe, habe ich 74 Bücher gelesen. Zu Büchern zähle ich auch Comics, Mangas und Graphic Novels. Hier eine genaue Aufzählung:
Anzahl gelesene Bücher: 42
Anzahl gelesene Comics: 8
Anzahl gelesene Mangas: 24

Es sind vielleicht nicht so viele Bücher an sich, doch für mich ist das schon eine ganze Menge. Auch wenn man bedenkt, dass ich in einem Monat, kein Buch, sondern nur Mangas gelesen habe. Außerdem fehlt der gesamt Monat Januar, da habe ich noch kein Lesetagebuch geführt.

Beginnen wir erstmal mit den Büchern, die mir leider nicht besonders gefallen haben:
1) Die namenlose Königin von Rebecca Mclaughlin
5) Schattenwesen: zwischen Dunkelheit und Licht von Alisa J. Dorn
6) Die Tribute von Panem X: Das Lied von Vogel und Schlange von Suzanne Collins
7) Goldene Flammen von Leigh Bardugo
8) Ophelia Scale – die Sterne werden fallen von Lena Kiefer

Dabei sind das nicht alle Bücher, die 3 Sterne oder weniger haben. Es sind einfach Bücher, die mich nicht überzeugen konnte; dem Hype, der sie umgibt, nicht gerecht geworden sind oder mich enttäuscht haben. Die restlichen Bücher, die für mich nur 3 Sterne haben, waren zwar nicht unbedingt gut, aber sie waren auch nicht so schlecht, um in dieser Liste zu stehen.

Von den Schlechten zu den besonders guten, hier sind meine absoluten Highlights aus diesem Jahr:
1) Neon Birds – Cyber Trips – Beta Hearts von Marie Graßhoff
2) Das neunte Haus von Leigh Bardugo
3) Edelstein – Trilogie von Kerstin Gier
4) One-Punch man von ONE und Yusuke Murat (Band 1 bis 8)
5) Dragon Ball von Akira Toriyama (Band 1 bis 5)
6) Noragami von Adachitoka (Band 1 bis 4)

Die hier genannten Bücher und Reihen haben alle 5 Sterne. Sie konnten mich rundum überzeugen. Ich hatte entweder viel Spaß mit ihnen oder sie waren so spannend, dass ich sie nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Für 2021 habe ich mir noch kein festes Ziel gesetzt. Aber das wir sich spätestens morgen ändern. Ich denke, dazu wird ein extra Beitrag kommen.

Ich hoffe Euer Jahr war trotz der Umstände schön, ich wünsche Euch einen guten Rutsch und bis nächstes Jahr.

Splitter aus Silber und Eis

SPLITTER AUS SILBER UND EIS

von Laura Cardea

ist am 01.10.2020 beim Carlsen Verlag erschienen. Der Roman wird ab einem Alter von 16 Jahren empfohlen. Splitter aus Silber und Eis ist als Taschenbuch für 14,00 Euro oder als eBook für 1,99 Euro erhältlich. Das Buch hat als Taschenbuch circa 400 Seiten.

Inhaltsangabe:
Wie weit wirst du gehen, um das Eis in den Herzen zum Schmelzen zu bringen?
Veris ist die Prinzessin des Ewigen Frühlings – und die Schönste im ganzen Reich. Doch als solche trägt sie eine schwere Last: Sie allein soll ihr Volk vor dem Prinzen des Winters schützen, der mit eisigen Splittern die Herzen der Menschen vergiftet. Der Preis aber ist hoch. Als Auserwählte muss sie in den Palast der Winter-Fae, aus dem keines der geopferten Mädchen je zurückgekehrt ist. Dort trifft sie auf den grausamen Prinzen. Und trotz der unendlichen Kälte, die er ausstrahlt, fragt sie sich, ob tief in seinem Inneren nicht doch ein warmes Herz schlägt.

Meine Meinung und Gedanken:

Ich muss schon sagen, den Beginn bis ungefähr der Hälfte fand ich persönlich nicht besonders prickelnd. Das lag vor allem an der Ähnlichkeit zu einer anderen Romanreihe (Der Winter erwacht, Wenn der Sommer stirbt). Die zwei sind nicht nur inhaltlich ziemlich nahe aneinander, sondern ich werfe auch ständig die Titel der Romane durcheinander. Zu Splitter aus Silber und Eis, möchte ich immer Splitter aus Eis und Silber sagen, zu der Winter erwacht, wenn der Sommer stirbt, möchte ich, immer wenn der Winter erwacht, der Sommer stirbt sagen. Ihr merkt schon, ich habe ähnliche Probleme mit beiden Büchern, beziehungsweise mit den drei. Aber jetzt zurück zum eigentlichen Thema: Splitter aus Silber und Eis. Wie schon angesprochen beginnt der Roman sehr typisch für sein Genre. Eine Prinzessin wird in ein fremdes Königreich geschickt, um eine Mission zu erfüllen. Sie kommt an den Hof des fremden Herrschers und sie können sich zu Beginn wirklich nicht leiden, doch wie die Zeit so spielt Gewöhnen sich die beiden aneinander und werden sich mit jedem Tag sympathischer. Ihr habt vielleicht schon an meiner kurzen Nacherzählung, wie nicht gerade begeistert ich von der Handlung war. Ja, die Charaktere sind gut geschrieben und ich kann sie auch gut leiden, allerdings, sind sie nicht so geschrieben, dass sie mich völlig in ihren Bann ziehen. Ich habe tatsächlich überlegt, nach der Hälfte abzubrechen und ein anderes Buch zu lesen. Aber dann. Dann kam diese eine Szene, bei der sich die Handlung um 180 Grad gedreht hat und sie mich erst richtig gepackt hat. Die zweite Hälfte habe ich dann auch sehr viel schneller gelesen als die erste. Die Charaktere, vor allem die Hauptfigur Veris, hat mich viel mehr gepackt. Ihr wurden mehr Dimensionen gegeben und auch der männliche Hauptcharakter hat mehr Charakter und Hintergrundgeschichte bekommen. Eine Nebenfigur, die bisher nur wenige Augenblicke gewidmet bekommen hat, wird näher beleuchtet. Das hat mir sehr gut gefallen. Das Ende war dann auch ein bisschen anders, als ich erwartet hatte, aber nicht viel.
Nun, noch ein paar Worte zum Schreibstil und der Welt, in der die Geschichte spielt. Der Schreibstil ist klar und sehr gut verständlich, mit nachvollziehbaren Satzbau. Die Welt ist eine typische Fantasy-Welt, es gibt Magie und magische Kreaturen. Ich fand sie schön, aber nicht besonders.

Fazit:
Es ist eine gute Geschichte mit einem coolen Twist in der Mitte.
Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Der schwarze Thron - Die Kriegerin

DER SCHWARZE THRON

Die Kriegerin

Von Kendare Blake

ist der dritte Teil der vierteiligen Reihe. Der englische Originaltitel erschien am 4. September 2018 im Harper Teen Verlag. Im Deutschen erschien der Titel am 25. März 2019 wieder beim penhaligon-Verlag, der zur randomhouse-Verlagsgruppe gehört. Charlotte Lungstrass-Kapfer hat den Roman übersetzt, der sich über 512 Seiten zieht. Wie schon die beiden anderen Bände kostet auch dieser 15,– Euro und kommt in gedruckter Version als Paperback.

Hier eine kurze Zusammenfassung des Inhalts:

Ihr Leben lang hat die Giftmischerkönigin Katharine darauf gewartet: Sie trägt die Krone des Inselreichs Fennbirn. Doch ihre Herrschaft ist grausam und wird angefochten – Gerüchte dringen zu ihr durch, dass ihre Schwestern noch am Leben sind und Katharine stürzen wollen. Tatsächlich haben Mirabella und Arsinoe überlebt und verstecken sich auf dem Festland. Doch sie sind nicht in Sicherheit: Arsinoe wird von schrecklichen Träumen heimgesucht. Die Blaue Königin, eine Gestalt aus den Legenden Fennbirns, drängt sie, auf die Insel zurückzukehren. Denn es ist nicht Katharine, durch die das Reich unterzugehen droht – es ist der unheimliche Nebel vor seiner Küste, der sie alle in Gefahr bringt…

Voranmerkung:

Zu dem Zeitpunkt, an dem ich das hier schreibe, bin ich erst auf Seite 90, doch ich habe jetzt schon eine Ahnung, was vielleicht passieren könnte. Um meine Theorie überprüfen zu können, schreibe ich sie auf. Hier ist sie nun:

Ich vermute, dass sich Mirabella und Arsinoe auf den Weg machen und nach Königinnen suchen, die auf dem Festland leben, aber nichts von ihrer wahren Herkunft wissen. Ich denke, sobald diese gefunden wurden und überzeugt wurde, wer sie in Wahrheit sind, werden alle zusammen mit Billy wieder nach Fennbirn segeln. Dort werden sie Katharine konfrontieren, es kommt wahrscheinlich zu einer Katastrophe, wobei vielleicht ein oder zwei Königinnen ihre Leben lassen werden. Auf der Insel hingegen folgen wir Jules, die ihre Kriegergabe akzeptieren wird und den Bann aufheben lassen wird. Während Emilia viel versuchen wird, um Jules zur Königin von Fennbirn zu machen.

Nun, zu meiner Meinung, nachdem ich das komplette Buch gelesen habe:

Meine Vermutung war zwar nicht ganz richtig, aber nicht ganz zu treffend. Die Wahrheit war dann doch nicht ganz so melodramatische, wie ich es mir vorgestellt habe. Die Insel lässt die geflohenen Königinnen einfach nicht los, und die Königin, die gekrönt wurde, hat auch ihre ganz eigenen Probleme. Die ersten 90 Seiten waren erstmal nicht super. Aber ich habe sie ja dann nochmal gelesen und das zweite Mal fand ich sie wirklich gut. Die Geschichte hat mich wieder eingefangen und abgeholt. Es häufen sich die Probleme. Arisnoe wird von einer Königin verfolgt, von einer anderen träumt sie. Katharine hat zwei Probleme, der Nebel tötet ihre Untertanen und ihre Untertanen haben Angst vor ihr, ihrer untoten Königin. Das Setting, das in den ersten circa 100 – 150 Seiten aufgebaut wird, finde ich sehr viel versprechend, gerade in Hinblick darauf, dass sich ja noch ein vierter Band zur Lösung Zeit genommen werden kann. Das merkt man dem Buch auch sehr an, alles entwickelt sich sehr organisch, nichts wird gehetzt oder schnell erzählt, damit man es hinter sich hat. Ein großer Pluspunkt, es wird sich sehr viel Zeit genommen. Gelichzeitig hat man aber nicht das Gefühl, dass nichts passiert oder das sich die Dinge ziehen. Das große Finale dieses Bandes endet dann natürlich in einem richtig großen Cliffhanger. Ein Glück, dass ich schon den vierten Band zu Hause habe. Mehr will ich auch gar nicht zu allem sagen, nur das ich mich riesig auf das Finale freue und hoffe, dass es genauso gut ist wie der erste, zweite und dritte Teil.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Der letzte Sonnenengel

DER LETZTE SONNENENGEL

Von Constanze Hoffmeyer

*REZENSIONSEXEMPLAR*

Ist ein Buch das im eBook-Format und nur im Kindle-Shop verfügbar ist. Dort ist es entweder im Abo (kindleunlimited) oder für 0,99€ erworben werden. Das eBook ist am 22.11.2020 erschienen. Der Roman hat ca. 219 Seiten und wird ab einem Alter ab 12 Jahren empfohlen. Ich würde es dem Genre der Fantasy zuordnen.

Hier die Inhaltsangabe:

Ein Inselreich hoch über der Erde; ein Pavillon aus Elfenbein und Bernstein; ein Engel mit der Kraft der Sonne in sich.

Die Wächterin Amalhya Elissidar ist die Letzte ihrer Art, seit ein schreckliches Inferno ihre Heimat zerstörte. Ihre einzige Gesellschaft ist die Sonne, ihre Tage zerfließen in Einsamkeit – die ein jähes Ende findet:

Im Traum ruft ein Fremder um Hilfe, und ein goldener Adler erscheint. Nicht nur ihre verloren geglaubte Heimat, auch die Erde steht ihr nun offen. Amalhya beschließt, nach dem Fremden zu suchen – und stößt auf ein mächtiges Geheimnis. Das Schicksal der ganzen Welt liegt plötzlich in ihren Händen.

Meine Gedanken und Meinung:

Beginnen wir mit dem Schreibstil, dieser ist sehr klar und zielstrebig, dabei werden aber nicht an Details gespart. Generell ist die Atmosphäre des Buches sehr ruhig, gerade auf Grund der Situation von Amalhya und ihrem Schicksal. Ich habe das Buch immer abends gelesen und da war die ruhige Art manchmal schon etwas zu viel und etwas einschläfernd. Die Erzählung hat mich auch sehr an ein Märchen erinnert, was nichts Schlechtes ist, ich finde es nur erwähnenswert. Gehen wir weiter zu den Charakteren, allen voran die Hauptfigur Amalhya Elissidar. Mit ihr konnte ich mich gut identifizieren und eine Verbindung zu ihr aufbauen. Gerade, da sie zu Beginn einsam ist, und ich denke, dass wir alle uns schon einsam gefühlt haben. Ich mag auch ihr weiches Herz, auch wenn es mir teilweise zu weich ist. Dann geht es weiter mit Felio, ein Mensch, ihn finde ich okay. Er stört mich nicht und ist eine Hilfe für Amalhya. Die restlichen Figuren sind alle in Ordnung und haben eine Aufgabe. Eine Figur muss ich noch herausstellen, er heißt Pan und den mag ich wirklich. Nach dem Positiven geht’s zum eher Negativen. Trotz der Kürze von knapp 200 Seiten ist mir die Erzählung an manchen Stellen zu langatmig. Generell mangelt es mir an manchen Stellen an Konsequenz. Es gibt schlimme Dinge, die passieren, die aber entweder 2 Szenen später wieder revidiert werden oder dann doch gar nicht so schlimm waren.

Fazit:

Ich finde, „der letzte Sonnenengel“ ist ein nettes Märchen, eine gemütliche Unterhaltung für zwischendurch. Mich hat es nicht zu hundert Prozent überzeugen können.

Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

(Das eBook wurde mir als Rezessionsexemplar von Buch-Luchs PR zur Verfügung gestellt)

Kochenfeuer - Das Geheimnis hinter den goldenen Augen

KNOCHENFEUER

DAS GEHEIMNIS HINTER DEN GOLDENEN AUGEN

Von Jenny Pieper

Ist am 03. Oktober 2020 erschienen. Der Drachenmond Verlag hat das Buch veröffentlicht. Hier handelt es sich um einen Einzelband. Der Roman gehört zum Genre der High Fantasy. Das Buch hat ca. 400 Seiten und kostet als Softcover 14,90 €.

Der Klappentext:

Ein Mädchen, in dem das Feuer des Sommerdrachen lodert.

Ein Junge, der die Welt nur aus Geschichten kennt.

Mit ihren goldenen Augen unterscheidet sich Kindra von den nichtmagischen Bewohnern des Gezeitenreiches. Die Magie, die in ihrem Körper schlummert, gefährdet ihr Leben: Die Einwohner der benachbarten Eisendynastie jagen sie, gieren nach der Kraft, die die Magier durch sie erlangen können.

Kurz nach ihrem 18. Geburtstag wird Kindra aus ihrem Dorf entführt und muss sich ihrem ärgsten Feind entgegenstellen – der eisernen Königsfamilie.

Ihre große Liebe, Saki, bleibt zwischen den Trümmern seiner Heimat zurück und trifft eine gefährliche Entscheidung.

In einer Welt, in der die Drachen verschwunden sind und die Magie verblasst, suchen sie nach einem Weg, zusammen zu sein. Werden sie einander finden – oder sich bei dem Versuch selbst verlieren?

Meine Gedanken dazu:

Der Einstieg ins Buch fiel mir nicht ganz leicht, ich brauchte mindestens 30 Seiten, bis ich vollständig in der Handlung drin war. Allerdings muss ich in Retrospektive sagen, dass das erste Kapitel gut und auch in gewisser Weise notwendig war. Auch deshalb, um mit Kindra eine bessere Bindung aufbauen zu können. Etwas Ähnliches hätte ich für Saki auch gebraucht; denn mit ihm konnte ich mich zu Beginn wirklich nicht identifizieren. Er erlebt zwar eine echte markerschütternde Katastrophe, doch dadurch wie wenig Zeit ich mit ihm hatte, ging er mir etwas auf die Nerven. Seine Rachemission ist verständlich, seine Verbitterung spürbar. Kindra ist in einer anderen Situation, sie hat nur ein Ziel vor Augen – überleben. Die Kapitel mit ihr gefallen mir wirklich gut, gerade wenn der Prinz dabei ist, der ist wirklich eine Medaille. Eine Seite ist warm, einfühlsam und möchte Dinge verändern; die andere ist hart und kennt kein Mitleid. Als er eingeführt wurde, hatte ich die Sorge, dass es ein Liebesdreieck zwischen Kindra, Saki und dem Prinzen geben würde. Diese Sorge war unbegründet, ein echter Pluspunkt. Generell der Umgang mit romantischen Beziehungen hat mir wirklich gefallen, sie sind vorhanden, stehen aber nicht im Vordergrund. Eine Figur, die mich nicht gereizt hat, ist der König der Eisenmänner. Dieser war mir zu flach und eindimensional. Er wird nur als schlecht dargestellt, an ihm gibt es nichts Gutes, etwas schade. Aber nun wieder zu den positiven Dingen. Die Reise auf die Kindra während der restlichen Handlung geschickt wird. Sie ist facettenreich und voller Abenteuer. Doch gerade zum Schluss fehlt mir eine zeitliche Einordnung, ich konnte einfach nicht sagen, wie viel Zeit vergangen war. Da ich davor keine Probleme hatte, war das etwas nervig. Von der Reise zu ihrem Ende, das fand ich etwas gehetzt und zu schnell beendet. Auch hier hätte ich mir mehr erhofft. Doch wenigsten bekommen wir zum Schluss noch eine Lektion erteilt: Alles hat seinen Preis.

Alles in allem mochte ich das Buch wirklich, es hat ein paar Höhen und Tiefen, doch es hat mich durchgehend unterhalten und in eine fremde, magische Welt entführt.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Die Meisterin - Spiegel & Schatten

DIE MEISTERIN

SPIEGEL & SCHATTEN

Von Markus Heitz

Ist der zweite Teil der Meisterin Trilogie. Wie schon der erste Teil ist auch dieser bei Knaur-Verlag erschienen. Der Band erschien am 20.08.2020 und hat 448 Seiten. Der Roman ist in verschiedenen Formaten erhältlich, als Taschenbuch (14,99€), als eBook (12,99€) und als Hörbuch (19,95€) bei audible.

Inhaltsangabe:

Die Heilerin Geneve ist die letzte Nachfahrin der Scharfrichter-Dynastie Cornelius. Als in ihrer Wahlheimat Leipzig eine junge Frau ermordet wird, führt die Spur direkt zu Geneve. Die Ermordete war Mitglied des Londoner Wicca-Covens und extra nach Leipzig gereist, um Geneves Rat einzuholen – offenbar wollte sie die Heilerin zu einer antiken Spiegel-Scherbe befragen. Geneve kontaktiert ihren Freund, den Vatikan-Polizisten Alessandro Bugatti. Gemeinsam versuchen sie, den Mord an der jungen Wicca aufzuklären und Licht in die Hintergründe des Verbrechens zu bringen. Schnell sehen Geneve und Alessandro sich schier übermächtigen Gegnern gegenüber. Um gegen dieses tödliche Bündnis anzukommen, müssen sie einander bedingungslos vertrauen – doch ihrem Feind ist es längst gelungen, in Geneve Zweifel an Alessandros Aufrichtigkeit zu säen. Auch vor hunderten Jahren stand Geneve einst einer mörderischen Kreatur gegenüber, die bis dahin keinen Fuß auf das Festland gesetzt hatte. Hängen Gegenwart und Historie einmal mehr zusammen?

Ihr solltet nur weiterlesen, wenn ihr mit dem ersten Teil vertraut seid.

Meine Meinung und Gedanken:

(aber nur relativ kurz)

Mir hat der zweite Band super gefallen, es gibt wieder viele Rätsel, bei deren Lösung man einfach nur miträtseln und spekulieren kann. Das Buch ist super für den Herbst mit seiner Gruselstimmung und dem fast unsichtbaren Schrecken, den unsere Protagonisten jagen. Gerade sich der Grusel eigentlich direkt vor einem befindet, es aber eine Weile dauert, bis man ihn als solchen erkennt. Die Reise, auf welche sie sich gegeben ist wirklich lang und sehr schon ausführlich beschrieben.

Allerdings muss ich sagen, dass mir die Auflösung dann doch sehr rasant war und auf wenigen Seiten abgehandelt wurde, wobei es dann noch von anderen Problemen überlagert wurde. Das fand ich echt schade und der Problematik etwas unwürdig. Da hätte ich es mir doch etwas ausführlicher gewünscht. Aber, es ist trotzdem ein wirklich gelungener zweiter Teil, nachdem ich unbedingt den dritten Teil lesen möchte und es kaum erwarten kann bis er erscheint.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Der Übergangsmanager - Besser stirbt man nicht

DER ÜBERGANGSMANAGER

Besser stirbt man nicht

Von Karen Elste

Ist ein audible-Original-Hörspiel, gesprochen wird es von Hanno Koffler. Das Hörbuch hat eine Spieldauer von 9 Stunden und 52 Minuten.

Inhaltsangabe:

Der Tod mag früher einmal ein Mann mit langem Umhang und Sense gewesen sein – heute ist es der Übergangsmanager, der im zeitlosen schwarzen Einreiher seine Klienten mittels App über eine Rolltreppe in die Reinkarnationslotterie schickt. Doch eins ist gewiss: Einen stressfreien Job hat er nicht gerade. Er kann sich nicht genau erinnern, wie lang er schon die Seelen der gerade Verstorbenen mit einer höflichen Standardfloskel auf den Weg in eine neue Dimension schickt. Denn mit dem Tod wurden auch seine Erinnerungen an die Vergangenheit ausgelöscht, Erinnerungen, die sich ihm allerdings immer wieder bruchstückhaft aufdrängen – wer war er, woher kommt er? Als sich die attraktive Erzieherin Feline aus Liebeskummer die Pulsadern aufschneidet, ist der Übergangsmanager zur Stelle, um sie via Rolltreppe ins Jenseits zu befördern. Doch auch auf dem Weg ins Jenseits bleiben technische Probleme nicht aus. Wenn ständig etwas schiefgeht, man warten muss, kommt man zwangsläufig ins Gespräch und damit kommen auch einige Fragen auf. Was passiert nach dem Tod? Was heißt Reinkarnation? Eigentlich ist es ihm nicht gestattet, dies zu beantworten. Doch auch der Tod widersetzt sich den vorgeschriebenen Regeln und so wird dies eine Begegnung, die das Dasein des Übergangsmanagers grundlegend verändern wird.

Meine Meinung:

Vor weg erst einmal etwas zur allgemeinen Stimmung des Hörspiels, sie ist eher ruhig und gemächlich. Man darf nicht auf zu viel Action hoffen. Im Grunde besteht jedes Kapitel des Buches aus einer Begegnung des Todes mit einem oder einer frisch Verstorbenen. Wenige davon triff er wieder, die meisten gehen einfach in die Lotterie und bekommen ein neues Leben. Die Handlung verfolgt auch kein richtiges Ziel, es geht um den Weg und um die Gespräche, die Personen, die man auf dem Weg dorthin trifft. Die unterschiedlichsten Charaktere, jeder mit seiner eigenen Geschichte, mit einem Leben, dass jetzt nicht mehr ist. Dabei werden verschiedene Aspekte des Lebens, des Sterbens und dessen was danach kommt betrachtet. Mir hat das Hörspiel viel Freude bereitet. Nach einem anstrengenden Tag war es genau das richtige. Eine entspannende Episode mit einem leicht depressiven und melancholischen Tod. Den finde ich übrigens eine super Figur. An manchen Tag empfinde ich genau wie er, nur das ich lieber ein Buch lese, statt Serien zu streamen. Was mir auch gut gefallen hat, dass die einzelnen Episoden in sich geschlossen sind und man immer einen guten Zeitpunkt hat um die Erzählung zu stoppen. Nun zu den einzelnen Personen, die der Übergangsmanager zur Reinkarnationslotterie begleitet. Da haben wir die schon oben genannte Feline. Sie hat sich umgebracht. Das ist auch Thema der Unterhaltung zwischen ihr und dem lieben Tod. Ich mag sie auch wenn ich ihre Gründe wirklich nicht nachvollziehen kann, aber da ist wohl jeder anders. Dann gibt es ein Ehepaar, die zusammen gestorben sind und die mich die meiste Zeit über, zum Schmunzeln gebracht. Sie waren wirklich die unterhaltsamten der Toten. Weiter geht es mit der Psychotherapeutin und ihrem Schicksal, sie fand ich mega gut, so stelle ich mir eine gute Therapeutin vor. Ich will nicht zu viel über den Inhalt der einzelnen Kapitel erzählen, ich will euch ja nicht die Freude nehmen, alle miteinander selbst kennenzulernen. Aber etwas möchte ich dazu noch sagen, nach diesem Hörspiel sehen ich Rehe mit in einem ganz anderen Licht.

Ein weiterer großer Pluspunkt des Hörspiels ist der Sprecher, Hanno Koffler. Mit seiner ruhigen tiefen Stimme erzeugte er eine Ruhe, die ich selten bei einem Sprecher empfunden habe.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen, es ist ein gutes Buch, es zählt aber nicht zu meinen absoluten Lieblingsbüchern.

Beta Hearts

BETA HEARTS

Von Marie Graßhoff

Band 3 der „Neon Birds“-Trilogie

Ist am 30.09.2020 erschienen. Wie auch schon seine beiden Vorgängerteile beim Bastei-Lübbe-Verlag. Das Buch ist als Paperback für 15,00€, als eBook für 9,99€ und als Hörbuch für 19,99€ erhältlich. Der Roman hat als Paperback 511 Seiten und gehört ins Science-Fiction-Genre. Der Verlag empfiehlt das Buch erst ab einem Alter von 16 Jahren zu lesen.

Die Inhaltsangabe:

Im Jahr 2101 gibt eine neue Waffe abermals Hoffnung im Kampf gegen die künstliche Intelligenz KAMI. Es ist eine Person aufgetaucht, die in der Lage zu sein scheint, dem gottähnlichen Wesen die Stirn zu bieten. Doch die Zivilisation steht bereits an der Schwelle zum Untergang. Ist die Menschheit noch zu retten, und ist sie es überhaupt wert, gerettet zu werden? Die junge Kämpferin Andra zweifelt an ihrer Mission, KAMI zu vernichten …

Ihr solltet nur weiterlesen, wenn ihr die ersten beiden Teile der Trilogie schon kennt.

Meine Meinung und Gedanken:

Neon Birds und Cyber Trips sind wirklich zwei meiner Jahresfavoriten in 2020, da ist die Erwartungshaltung bei Finale natürlich extrem hoch. So viel schon mal vorweg, ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch beginnt relativ langsam, in den ersten ca. 130 Seiten wird noch einmal der Status quo besprochen und unsere Charaktere bekommen die Chance Kraft zu tanken. Das hat mir wirklich gut gefallen, zumal ich den zweiten Band schon vor einigen Monaten gelesen habe und eine kurze Auffrischung der Ereignisse ganz gutgetan hat. Auch werden hier wieder Schritte geplant wie KAMI aufgehalten werden kann. Wieder einmal trennen sich unsere Protagonisten und bekommen ihrer eigenen Handlungsstränge. Auch das gefällt mir, es werden im Prinzip mehrere Geschichten parallel erzählt, die dann zu einem großen Ganzen werden. Die Charaktere allgemein sind ein großer Pluspunkt der Handlung. Ich finde sie zu jeder Zeit unglaublich echt und nachvollziehbar. Dabei ist es auch nicht auf die „Guten“ beschränkt. Auch das vermeintlich „Böse“ in Form von KAMI ist mir im Verlauf des letzten Buches ans Herz gewachsen. KAMI ist nicht wirklich böse, sie will nur das Beste und ich kann ihren Gedankengang durchaus verstehen und nachvollziehen, davon geht ein Großteil ihrer Faszination von ihr aus. Auch der Weg, den sie einschließt, macht komplett Sinn, wenn man jedenfalls nach ihrer Meinung geht. Ein Charakter, der für mich immer in Verbindung mit KAMI steht, ist Andra. Die Yuna aus der Wüste, der alles genommen wurde und jetzt, in einer ihre fremde Welt klarkommen muss. Die beiden haben durchaus Parallelen, ich denke, auch deshalb verstehen sich die beiden so gut. Ihre Gespräche machen mir immer viel Spaß. Sie sind wirklich tief. Auch wenn ich danach nicht immer das Gefühl habe mehr zu wissen als vorher. Eine andere Richtung hingegen schlägt Okijen ein, der Kämpfer, der nicht mehr kämpfen möchte, aber einfach nicht aufhören kann. In diesem Band finde ich ihn nicht ganz so interessant wie in den Teilen zuvor, trotzdem ist er eine wichtige Person. Was mich an seinem Handlungsstrang fasziniert ist die Person, mit dem er viel Zeit verbringt. Der Älteste eines Yunadorfes, in dessen Nähe sich die Überlebenden aufhalten. Den finde ich super, er ist sehr geheimnisvoll. Weiter zum nächsten Figurenpaar, Luke und Flover. Die beiden gehören zu meinen Lieblingen, sie haben eine süße Verbindung und passen immer aufeinander auf. Weiter geht’s mit Byth, im ersten Roman kommt sie nur kurz vor, nimmt dann immer einen größeren Part ein und wird zu der fünften Hauptfigur. Es gibt noch viele weitere Figuren, aber es würde eindeutig den Rahmen sprengen sie hier alle zu behandeln.

Weiter geht es mit der Handlung, über die will ich nicht viel verraten, ihr sollt ja noch selbst Freude am Lesen haben. Nur so viel, sie macht viel Spaß, ist unglaublich interessant und schön und traurig und berührend. Ich kann einfach nicht aufhören zu schwärmen, wenn ich einmal anfange.

Ich vergebe 5 von 5 Sternen.