Schattenwesen zwischen Dunkelheit und Licht

SCHATTENWESEN

Zwischen Dunkelheit und Licht

Allgemeine Informationen:

Die Autorin des Romans ist Alisa J. Dorn, sie ist eine deutsche Autorin. Das Buch hat 485 Seiten und kommt entweder als Taschenbuch mit flexiblem Einband oder als E-Book (Preis: 2,99€). Es erschien nicht bei einem großen Verlag, sondern wurde „independently published“. Das Erscheinungsdatum war der 11.10.2018.

Klappentext:

Bis vor kurzem dachte ich noch, dass mein Leben völlig normal sei. Nervige Eltern, zunehmender Schulstress und lange Partynächte. Aber seit ich dieses Tattoo besitze, ist es völlig aus den Fugen geraten. Seither glaube ich an übersinnliche Wesen, magische Zauberschwerter und vor allem an die Liebe. Nie hätte ich gedacht, dass ich mich in einen Typen verliebe, der älter ist als ich. So richtig viel älter, steinalt um genau zu sein. Trotz dessen ist er einer der heißesten Typen, denen ich je begegnet bin. Und das auch im übertragenen Sinne. Allerdings hat mich diese Offenbarung in eine Welt geführt, in der es zwei Seiten gibt. Und eine davon, steht mir näher, wie mir bewusst gewesen war. Dennoch habe ich mir vorgenommen, mich für keine Seite zu entscheiden, denn dann würde ich jemanden verlieren, der mir sehr viel bedeutet…

Meine Meinung:

Ich mag das allgemeine Setting, die Figuren sind auch ganz in Ordnung geschrieben, auch wenn sie etwas platt sind. Ich finde es gut, dass es keine richtigen Teenager, sondern die Hauptpersonen sind schon 18 und 21, bzw. 103. Was mich etwas stört ist, dass die Personen Dinge einfach sehr schnell akzeptieren und einfach hinnehmen ohne nachzufragen. Als hätten sie kein funktionierendes Gehirn. Engel und Dämonen sind echt cool.

Alles in allem finde ich das Buch unterhaltsam. Nicht mehr und nicht weniger, die Geschichte ist gut zu lesen und die Handlung in seinen Grundzügen interessant, allerdings sind die Figuren an manchen Stellen zu schnell. Sie sind mit der erst besten Lösung zufrieden, es findet sich nach 2 Minuten Gespräch eine Lösung und niemand hat etwas dagegen. Was mich auch manchmal gestört hat, war das die Figuren teilweise die Absichten anderer Personen nicht in Frage gestellt haben oder ihre Aussagen ohne großes Hinterfragen hingenommen haben. Hoffentlich wird das im zweiten Teil besser.

Die Hauptcharaktere haben nicht besonders viel Tiefgang. Zum Beispiel unsere weibliche Hauptperson Jenna. In meinen Augen ist sie extrem naiv, sie schenkt so ziemlich allem Glauben ohne genauer nachzufragen oder sich selbst Gedanken darüber zu machen. An manchen Stellen hatte ich das Gefühl sie ist nur ein Papagei, der den Anderen alles nachplappert und selbst nicht die Fähigkeit besitzt, sich eine eigene Meinung zu bilden und zu reflektieren. Dann die männliche Hauptperson, Jason, der Halbdämon, der die lästige Angewohnheit hat, bei den kleinsten Problemen zu verschwinden und Jenna mit ihren Sorgen allein zu lassen. Das finde ich einen eher schlechten Charakterzug, Probleme lassen sich nicht lösen indem man von ihnen wegrennt. Dann die Nebencharaktere, von ihnen finde ich Jasons Bruder Jasper am liebsten. Er scheint nicht so „speziell“ wie sein Bruder. Er macht sich wirklich Sorgen um die Menschen, die ihm etwas bedeuten. Ein anderer Nebencharakter, der im Gegensatz zu Jasper steht, ist Jennas Freundin Carli (?), ich kann mich nicht mehr richtig an sie erinnern. Was ich noch weiß ist, dass sie super schnell damit klarkommt, dass ihre Freunde Halbdämonen sind und es diese dunklen Kreaturen wirklich gibt.

Leider kann ich daher kein besonders positives Fazit ziehen.

Der geflügelte Dolch

DER GEFLÜGELTE DOLCH

Allgemeine Informationen:

Der Autor dieses Buches ist H. J. Mayfield, dieser Roman ist sein Erstlingswerk. Es ist allerdings bei keinem traditionellen Verlag erschienen, sondern wurde selbstständig veröffentlicht. Der Roman hat in Buchform 130 Seiten und ist sowohl als E-Book als auch als Taschenbuch erhältlich. Erschienen ist es am 01. Mai 2020.

Klappentext:

„Ehre …“, knurrte Egmont bitter. „Ehre ist nur dazu da, dass junge Männer für die Sache reicher Männer sterben. „Der junge Ritter Landogar sucht seinen Platz in einer Welt, in der jüngere Söhne zahlreich und leicht zu ersetzen sind. Im Dienst des Herzogs von Kordorien muss er sich einer Bedrohung stellen, die das Herzogtum ins Chaos zu stürzen droht. Doch die Dinge sind nicht, wie sie scheinen …Ein junger Mann weiß nicht, wo sein Platz ist in einer Welt, die nicht auf seine Ankunft gewartet hat. Und findet ihn dort, wo er ihn nicht sucht. Die Mächtigen kümmern sich nicht um die, die sie beschützen sollen. Und die, die die Ordnung zu zerstören drohen, sind in Wahrheit darauf aus, sie zu retten. Ein spannendes Abenteuer im Stil von George R. R. Martins »Dunk & Egg«-Novellen. Lasst euch entführen in eine mittelalterliche Welt voller Verrat und Intrigen, Gefahr und unerwartetem Heldentum. Nehmt Teil am Schicksal ihrer Bewohner, die sich gegen eine gleichgültige Gesellschaft stemmen, um sich ihren Teil einer glücklichen Zukunft erkämpfen. Kordorien und seine Menschen werden euch nicht mehr loslassen.

Kurzmeinung und Fazit:

Das Buch hat Potenzial und der Autor kann definitiv schreiben. Ich mag die klare und verständliche Formulierung, man kommt immer mit und muss keinen Satz zweimal lesen, weil er so verschachtelt ist. Das ist ein Plus.

Doch leider habe ich auch einige kleinen Kritikpunkte, zum Beispiel das klare Schreibstil oft auch sehr karg ist, es fehlt einfach an Details. Auch wurde meiner Meinung nach nicht das volle Potenzial ausgeschöpft. Zum Beispiel hätte der namensgebende geflügelte Dolch früher vorkommen können und eine wichtigere Rolle spielen sollen. Leider waren auch keine Fantasy-Elemente zu finden.

Allem in allem ist es ein durchausgelungenes Erstlingswerk, das noch Raum für Verbesserung bietet und eine nette Unterhaltung für Zwischendurch

Exemplar bei LovleyBooks Leserunde gewonnen.

Jujutsu Kaisen

JUJUTSU KAISEN

Band 1

Ein paar allgemeine Informationen:

Gege Akutami hat die Manga-Reihe sowohl geschrieben als auch gezeichnet. Die deutsche Erstausgabe erschien am 7.November 2019 beim KAZÉ-MANGA. Übersetzt hat Costa Cospary. Der erste band hat 192 Seiten und kostet 6,95€. Bis jetzt sind 5 Bände erschienen.

Genre:

Action, Mystery, Horror

Inhaltsangabe:

Oberschüler Yuji ist eher unauffällig, aber hinter seiner unscheinbaren Fassade verbirgt sich eine ungeheure Kraft. Die Sportklubs der Schule träumen davon, dass Yuji bei ihnen Mitglied wird, doch der hängt lieber bei den Spinnern vom Klub für Paranormales ab, damit er mehr Zeit hat, sich um seinen bettlägerigen Opa zu kümmern. Eines Tages bekommen die Mitglieder des Klubs ein versiegeltes, verfluchtes Objekt in die Finger. Als sie das Siegel öffnen, ahnen sie nicht, welchen Horror sie damit heraufbeschwören…

Der Zeichenstil:

Der Stil ist klar und hat gerade Linien. Ich kann alles gut erkennen und verstehe zu jeder Zeit was passiert.

Meine Meinung:

Schon die kurze Inhaltsangabe auf der Rückseite hat mich überzeugt. Yuji, die Hauptfigur, ist ein cooler Typ, den ich witzig finde. Er ist echt stark, warum, weiß man leider nicht, aber vielleicht bekommen wir ja darauf noch eine Antwort. Yuji hat ein gutes Herz und bekommt den Ratschlag anderen zu helfen, was er auch umzusetzen versucht. Allerdings wirkt er neben den anderen Hauptfiguren, jedenfalls sind sie das für mich, etwas dümmlich. Er ist der treue, starke Trottel der Gruppe. Dann gibt es noch Megumi, er wird geschickt das verfluchte Objekt zu bergen, dass Yuji und seinen Freunden in die Hände fällt. Er ist auf Regeln bedacht. Ich mag ihn, er ist ein taffer Typ, jedenfalls in meinen Augen. Der dritte im Bunde ist Saturo, er ist der Lehrer von Megumi und später auch von Yuji. Ich finde, er ist ein ziemlich cooler Typ, den nichts so schnell aus der Ruhe bringen kann. Dann gibt es noch eine weibliche Hauptfigur, endlich denke ich mir da, ihr Name ist Nobara. Sie ist ganz schön ehrgeizig. Ich finde ihre Darstellung nicht hundert Prozent gelungen, ihre Verbissenheit geht mir teilweise auf die Nerven. Das ist generell etwas, was mir aufgefallen ist, die Darstellung der weiblichen Figuren bei Mangas, finde ich meist klischeehaft und sehr stereotyp, bei den männlichen Figuren ist das oft nicht anders, doch sie werden dann zu coolen, taffen und witzigen Typen. Aber gut, vielleicht ändert sich Nobara noch ein wenig in den folgenden Bänden.

Alles in allem gefällt mir der Manga sehr gut. Die Geschichte ist spannend, die Figuren etwas stereotyp, aber sie harmonieren gut zusammen und die Handlung ist rund.

Harleen

HARLEEN

Band 1

Band 1

Ein paar kurze Worte allgemein zum Comic, geschrieben und gezeichnet wurde es von Stjepan Ŝejić. Die deutsche Übersetzung ist von Josef Rother. Der Comic hat 68 Seiten, wer jetzt denkt, dass das ziemlich wenige Seiten hat, kann beruhigt sein. Das Format ist ziemlich groß, nämlich 24,8 cm(breit) x 1,2 cm (dick) x 32,2 cm(hoch). Erschienen ist der erste Teil dieser Comicreihe am 14. Januar 2020 beim Panini Verlag, der Comic kostet 14,99 Euro.

Eine kurze Inhaltsangabe:

Die Psychologin Dr. Harleen Quinzel hat eine genaue Vorstellung davon, wie sie Gotham von dem zerstörerischen Wahnsinn heilen könnte, der Batmans Stadt im Griff hat. Schließlich weiß Harleen aus erster Hand, wie es ist, dem Joker gegenüberzustehen und zwischen den Killerclown und den Dunklen Ritter zu geraten. Als sie ihre Forschungsarbeit schließlich in die Irrenanstalt Arkham Asylum bringt und Harleen dem Joker noch näherkommt, verändert das ihr Leben für immer…

Meine Gedanken zu dem ersten Band der Harleen-Reihe:

Die Geschichte der Harley Quinn kennen wahrscheinlich die meisten von euch. Sie ist die Freundin des Jokers, dem Clownprinz des Verbrechens von Gotham City. Doch die Geschichte von Harleen Quinzel kennen wir nicht wirklich. Wie wurde aus einer engagierten jungen Psychologie eine verrückte Mörderin? Die einfache Antwort darauf, hat man uns schon öfters erzählt. Sie hat sich in den Joker verliebt und ist für ihn wahnsinnig geworden. Für mich war diese Antwort immer etwas unbefriedigend. Mir war das immer zu ungenau, für mich war es nicht glaubwürdig wie jemand, der mit Herzblut für seine Arbeit lebt, alles aufgibt und sich einem Verbrecher und Mörder anschließt und letztendlich selbst zur Mörderin wird. Da habe ich mich besonders gefreut in einer Comicreihe zu erfahren, wie genau sich alles zugetragen, endlich die ganze detaillierte Geschichte von Dr. Harleen Quinzel zu erfahren und wie aus ihr Harley Quinn wurde. Wer den ersten Teil gelesen hat, weiß zumindest jetzt schon, warum aus Harleen Harley wurde. Außerdem erfahren wir warum sie im Arkham Asylum arbeitet. Und was mich sehr gefreut hat, die erste Begegnung zwischen dem Joker und der Psychologin, die hier ein kleiner, nicht besonders wichtige Spoiler, dass die nicht im Asylum stattfindet. Zum Zeichenstil, den finde ich sehr klar und präzise gezeichnet. Was mich erst etwas durcheinandergebracht hat war, dass ich bei dem Gedanken an Harley Quinn immer das Gesicht von Margot Robbie in den Sinn kommt. In diesem Comic hat Harleen allerdings wenig Ähnlichkeiten mit der Schauspielerin, nach einigen Seiten stört dies aber nicht mehr.

Fazit:

Mir hat der erste Teil sehr gut gefallen, die Story ist interessant und bringt neue Facetten von Harley Quinn und des Jokers hervor. Auf jeden Fall lege ich mir auch die weiteren Teile zu. Zurzeit ist noch der zweite Teil erhältlich, der dritte Band erscheint am 9. Juni 2020.

Das Biest und ich - Tagebuch einer Gefangenen

DAS BIEST UND ICH

Tagebuch einer Gefangenen

Allgemeine Informationen:

Die Autorin dieses Buches heißt D.S. Wrights und ist US-Amerikanerin. Der Roman gehört in die Kategorie der Liebesromane, doch nicht nur, ich persönlich würde ihn ebenfalls in die Kategorie der Thriller mit einem Touch Fantasy werfen. Tagebuch einer Gefangenen wurde wie der Name es schon sagt in Tagebuchform geschrieben und der erste Teil einer siebenteiligen Serie. Diese kann man entweder als E-Book erwerben oder den ersten Teil auch als Taschenbuch, das kostet dann 15,99€ und ist am 29.05.2020 erschienen. Das Buch hat ca. 500 Seiten und ist in keinem großen Verlag erschienen, sondern wurde unabhängig veröffentlicht.

Klappentext:

Meg wurde entführt. Vier Tage lang hatte sie nichts, um sich bei Verstand zu halten, bis sie versprach, folgsam zu sein. Im Gegenzug erhielt sie ein Tagebuch, nichts ahnend, welche Schrecken sie bald aufschreiben würde. Denn Meg wurde an diesen unbekannten Ort nur zu einem Zweck gebracht: um ihre Entführer bei der „Sozialisierung“ eines ihrer Testsubjekte zu unterstützen. Zehn, wie sie ihn nennen, scheint weit mehr zu sein als eine primitive Bestie, die ihre eigenen Kämpfe austrägt. Meg wird bald klar, dass sie die einzige ist, die ihn zähmen kann. Und das ist anscheinend der einzige Grund, warum sie mehr oder weniger wie ein Mensch behandelt wird. Als Zehns Menschlichkeit wiederauftaucht, muss Meg die Wahrheit akzeptieren, dass die wahren Bestien nicht hinter Gittern sind. Dies ist Megs Tagebuch. Wirst Du es lesen?

Meine Meinung:

Erst einmal zu der Schreibform und der Struktur, wie schon oben beschrieben wurde der Roman in Tagebuch geschrieben. Wir lesen also alles was die Protagonistin Meg erlebt aus ihrer Perspektive. Sie schreibt alles, bzw. was ihr wichtig erscheint, in ein Tagebuch, dieses lesen wir dann. Wir haben dadurch eine eingeschränkte Sicht auf das Ganze geschehen und nehmen später auch ihre Wahrheiten an. Ich persönlich finde, die Schreibform ziemlich gut, sie macht für mich einen Teil der Faszination des Buches aus. Wir bekommen nicht alles mit, wie wissen als Leser nur so viel wie Meg und können mit ihre gemeinsam spekulieren. Das führt mich direkt zum nächsten Punkt, die ganze Situation ist ein rechtes Rätsel und Mysterium. Auch das ist ein Grund für mich, warum mir das Buch gefällt. Es ist ein Rätsel und ich mag Rätsel und eine logische Erklärung suchen und finden. Ich habe Spaß daran mit Meg zu spekulieren, warum sie entführt wurde, was das Biest eigentlich ist, warum es vielleicht erschaffen wurde und wo sie überhaupt ist. Meg ist noch ein Grund für meine vier Sterne Bewertung. In meinen Augen ist sie ein gut geschriebener Charakter, der sich im Verlauf des Buches weiterentwickelt und an sich selbst wächst. Meg lernen wir als verunsicherte und schon hilflose junge Frau kennen, doch sie schafft es immer mehr sich selbst zu helfen und eine Art Selbstbewusstsein zu entwickeln. Also noch ein Pluspunkt, ein weiterer ist der Umgang mit der menschlichen Psyche und die Abgründe, wenn eine Person eingesperrt und festgehalten wird. Aber reden wir einmal von dem titelgebenden Biest. Das lernen wir erst in der zweiten Hälfte des Buches richtig kennen. In der ersten Hälfte ist Meg im Prinzip nur ein Spielzeug für das Biest, damit es sich an ihr befriedigen kann. Zu Beginn war mein Interesse am Biest nicht besonders hoch, erst als wir mehr über ihn erfahren, zum Beispiel, seinen Namen oder einen Teil seiner Vergangenheit. Die macht ihn auch interessanter. Sprechen wir noch kurz über ein paar der anderen Figuren, eigentlich nur zwei, den mehr spielen keine wirkliche Rolle, ein bisschen wie in einem Kammerspiel. Die beiden sind ziemlich schrecklich und offenbaren den Abgrund von menschlichem Verhalten. Mehr möchte ich nicht verraten, um Euch nicht den „Lesespaß“ zu verderben.

Alles in allem finde ich das Buch gut und würde es auch weiterempfehlen, allerdings nicht an Personen unter 18 Jahren oder mit einer empfindlichen Psyche.

Exemplar bei LovleyBooks Leserunde gewonnen.

INSTAGRAM NERVT MICH GERADE SUPER

Eine kleine Information am Anfang:   Alles was ich hier schreibe ist meine eigene persönliche Meinung und die Art und Weise, wie ich im Moment, die angesprochenen Dinge finde und fühle. Es sind meine Gefühle, jeder der das anders ist, gut für dich.

Also, ich möchte hier etwas ansprechen, was mich schon eine Weile beschäftigt. Seit einer Weile betreibe ich einen eigenen, öffentlichen Instagram-Kanal, auf dem ich meine Liebe für Bücher auslebe. Und natürlich schaue ich auch was andere Bookstagramer machen und wie sie ihren Kanal gestalten, klar hol ich mir auch hier und da ein paar Inspirationen, wenn mir etwas wirklich gut gefällt. Was mir allerdings in letzter Zeit extrem auffällt ist, wie ähnlich sich alles ist. Für mich sieht der typische Bookstagram-Kanal folgendermaßen aus:   alle Bilder sind sehr hell, in jedem Bild steht mindestens eine Kerze, die Bücher werden von Blumen umgeben (was ich auch manchmal mache, aber nur wenn es zum Inhalt des Buchs passt), Shelfies sehen auch super ähnlich aus, man braucht nur eine Lichterkette, ein paar hübsche Kerzen und natürlich Funkopops. In so ziemlich jeden Shelfie gibt es Funkopops oder ähnliche kleine niedliche Figuren. Was auch beliebt ist, Bücher mit einer Schnur zusammenbinden. Und dann die Beschreibungen, beim Lesen ist mir öfters aufgefallen, dass der Text nichts mit den Büchern zu tun hat, sondern damit, wie anstrengend die Woche der Person war oder warum man nicht aktiv war oder warum die Welt gemein ist. Ich bin ehrlich, es interessiert mich echt nicht wie deine Woche war oder sonstigen privaten Kram von dir, ich habe auf das Bild geklickt, weil ich etwas über die Bücher auf dem Bild wissen möchte. Das ist der Grund warum ich es überhaupt angeklickt habe. Ich, ganz persönlich, interessiere mich für die Bücher, nicht für dich Person, die die Fotos macht, die in den meisten Fällen echt uninspiriert sind und alle gleich aussehen. Und ich weiß es ist anstrengend jeden Tag ein neues Bild zu posten, aber dann schreib wenigsten unter das Bild: „Hey, die Bücher auf dem Bild sind gut/schlecht/spannend/nicht mein Fall und gerade habe ich eine stressige Woche und kann euch nichts Neues präsentieren.“ Dann habe ich wenigsten eine kleine Information und bin nicht total gefrustet damit, schon wieder nichts über Bücher, die mich eventuell interessieren erfahren zu haben. Bevor ich den Hauptpunkt vergesse, warum ich mich hier gerade vor meiner Tastatur so aufrege, schreibe ich ihn jetzt klar und deutlich auf:

BEI INSTAGRAM SEHEN 90% DER KANÄLE EXAKT GLEICH AUS, HABEN DEN GELICHEN LANGWEILIGEN INHALT, HALTEN ZU 80% DIE GLEICHEN BÜCHER IN DIE KAMERA UND ALLE BILDER SEHEN GLEICH UNINSPIERIERT AUS!!

Buh, das hat gutgetan, jetzt geht es mir schon besser. Im Moment habe ich die Hoffnung schon fast aufgegeben noch ein paar coole Kanäle zu finden, die nicht den Einheitsbrei mitmachen und sich für ihre Bilder etwas Neues ausdenken. Ich jeden falls versuche meine Bilder anders zu gestalten, was mir auch nicht immer gelingt, wenn es mal schnell gehen muss. ABER wenigsten versuche ich es und gebe mir für eine Großteil auch eine große Mühe. Ich versuche wenigsten in meinen Bildern noch etwas dazu zu machen was eben nicht jeder hat. Zum Beispiel versuche ich Make-up-Looks zu schminken, die entweder das Buchcover nachstellen oder etwas mit der allgemeinen Handlung zu tun haben. Aber das ist eben zeitintensiv und ich bin nicht in der Lage jeden Tag so ein Bild zu posten. Was für den Algorithmus natürlich eine Katastrophe ist, aber je, wenigsten sieht mein Kanal nicht aus wie jeder andere Instagram-Kanal, der was mit Büchern zu tun hat.

So, damit habe ich mich für heute genug aufgeregt und jetzt da ich mir das von der Seele geschrieben habe geht es mir auch schon besser. Vielleicht kann ja der ein oder andere meinen Gedankengang und meine Gefühle verstehen.

Die Meisterin - Der Beginn

DIE MEISTERIN

Der Beginn

Allgemeine Informationen:

Geschrieben wurde die Meisterin von Markus Heitz, einem bekannten deutschen Schriftsteller, welcher schon viele Romane veröffentlicht hat. Ein paar der Titel haben mich neugierig gemacht und die Meisterin war nicht der letzte Roman, den ich von diesem Autor gelesen habe. Erschienen ist der Titel am 02.03.2020 beim Knaur Verlag. Der Roman hat 480 Seiten und es ist schon jetzt bekannt, dass dies der Auftakt zu einer Trilogie sein wird. Das Taschenbuch kostet 14,99 Euro. Das Genre ist nicht ganz leicht zu beschreiben, es handelt sich um eine Mischung aus Fantasy, historischem Roman, ein paar Horror und Thriller-Elemente wurden auch noch hineingemischt.

Hier der Klappentext, damit alle wissen, worum sich die Handlung dreht:

Seit Jahrhunderten bemüht sich die Heilerin Geneve Cornelius um Neutralität in der ewigen Fehde ihrer Familie mit der Scharfrichter-Dynastie der Bugattis. Doch dann wird ihr Bruder im Hinterhof eines Londoner Pubs brutal enthauptet. Ein Racheakt, der den uralten Zwist zwischen den Scharfrichter-Familien Bugatti und Cornelius anfachen soll – so scheint es zumindest.

Denn zur gleichen Zeit häufen sich in Geneves Heimatstadt Leipzig unheimliche Vorfälle. Die Anderswelt mit ihren mystischen Kreaturen ist in Aufruhr. Die unsterbliche Heilerin ahnt, dass ihr eine Entscheidung bevorsteht: Behält sie ihre Neutralität bei oder nimmt sie gegen all ihre Überzeugungen den Kampf gegen die unbekannte Bedrohung auf und findet dabei vielleicht den Tod?

Hier nun meine Meinung und meine Gedanken zu diesem speziellen Roman:

Beginnen wir zunächst einmal mit dem Aufbau und der Struktur des Buches. Darin kommen zwei Handlungsstränge und einen Erzählstrang, der selbst in Teilen eine Geschichte erzählt. Was ich ziemlich interessant finde. Es ist auch nicht ein wenig gewöhnungsbedürftig, wobei ich mich schnell damit anfreunden konnte. Der erste Erzählstrang spielt in der Gegenwart, hierbei handelt es sich so zu sagen um die Haupthandlung, die auf die es gerade wirklich ankommt. Bei der ich persönlich am meisten mitgefiebert habe. Der zweiten Erzählstrang spielt in der Vergangenheit, hier wird eine bestimmte Episode aus dem Leben der Familie Cornelius. Was mich hier gefreut hat, war wie schön auf die Beziehung der einzelnen Familienmitglieder eingegangen wird. Außerdem mag ich die historischen Fakten und wie damit umgegangen wird. Es wird nur beschrieben und nicht darüber geurteilt. Der dritte Strang ist ein Erzählstrang, wer hier erzählt möchte ich nicht vorwegnehmen. Nur das hier von der Vergangenheit in die Gegenwart übergeleitet wird und andersherum, zudem werden uns noch spannende Fakten über die Scharfrichter, die mittelalterlichen und neuzeitlichen Gesetze und Prozesse erzählt, und was ich interessant und gelichzeitig makaber fand, die Beschreibung von Hinrichtungsmethoden. Auch hier nur die bloße Information und keine Einzelheiten. Nicht zu vergessen der vierte Strang, der über den ganzen Verlauf des Romans in Leipzig verbleibt und die dortigen Geschehnisse erzählt. Diese werden für den dritten Akt wichtig, außerdem, sind sie auch so interessant und zeigt, zu was bestimmte Institutionen in der Lage sind und auch über welche Kräfte diese besitzt. Die Rahmenhandlung ist spannend wie ein Krimi, weil es im Grunde ein Krimi ist. Die Aufklärung dauert bis zum Schluss, bei dem so ziemlich alle Enden zusammengeführt werden. Eigentlich sind Krimis nicht mein bevorzugtes Genre, doch bei diesem Buch, verbunden mit den fantastischen Elementen, finde ich Krimis einfach großartig. Auch die Figuren möchte ich nicht ausführlich eingehen, da ich mich sonst nicht zurückhalten könnte und Dinge schreibe, die ihr besser selbst lesen solltet. Markus Heitz kann sie auch viel besser erzählen als ich. Den Spaß möchte ich euch nicht nehmen.

Eine kleine Kritik, auch wenn nicht so ganz Kritik, mehr ein Unbehagen habe ich dann doch noch. Nämlich folgendes:

Was mich am Ende ein bisschen gestört hat und ich immer noch meine Probleme habe, ist, dass eine sehr wichtige, auch handlungstragende Sache, nicht richtig aufgelöst wurde. Man hat uns zwar eine Antwort gegeben, damit bin ich aber nicht zufrieden und hoffe, das im zweiten Teil darauf nochmal eingegangen wird. Warum ich mit der gegebenen Antwort nicht zufrieden bin, ist einfach beantwortet, es wird uns ein Hinweis gegeben, wer alles noch in diesen Handlungsstrang verwickelt sein könnte, eine uns noch unbekannte Person. Auf diese Person wird aber der Beantwortung, die uns bis jetzt vorliegt, nicht eingegangen und das finde ich schade, denn es hat sich wirklich spannend abgehört. Aber wie gesagt, ich habe Hoffnung, dass im zweiten Teil das Ganze nochmal hervorgekramt wird und ich eine logische, abschließende Antwort bekomme.